Audi quattro A2, Gruppe, Baujahr 1983

Motorenentwicklung bei Audi

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi RS 3 Sportback: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,4 – 8,3; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 192 – 189;
Audi RS Q3/ Audi RS Q3 performance: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,6 – 8,4; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 203 – 198;
Audi TT RS Coupé: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,4 – 8,2; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 192 – 187;
Audi TT RS Roadster: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,5 – 8,3; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 194 – 189.
Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

40 Jahre Fünfzylinder

1976 brachte Audi seinen ersten Fünfzylindermotor auf den Markt, heute ist er aus der DNA der Marke nicht mehr wegzudenken. Das Audi Blog blickt ins Geschichtsbuch und zeigt die Entwicklungsstufen der Technologie-Ikone.

Audi Coupé 2.3E (B3), Baujahr 1989
Als erster Hersteller optimiert Audi den Fünfzylinder mit einer vollelektronischen Zündanlage samt Kennfeldsteuerung und einem serienmäßigen Katalysator. Der am meisten verbreitete Fünfzylinder von Audi wurde 1984 eingeführt. Im Bild: Ein Audi Coupé 2.3E (B3), Baujahr 1989.

Die Fünfzylinder-Motoren von Audi haben Kultstatus erreicht, keine Motorenbaureihe ist so fester Bestandteil der Marken-DNA. Die Fünfzylinder überzeugen nicht nur durch den erfolgreichen Einsatz im Motorsport, sondern gelten auch als besonders zuverlässig. Sie haben Vorsprung durch Technik entscheidend mitgestaltet und sorgen mit ihrem charakteristischen Klang bis heute für ein emotionales Fahrerlebnis. Die Meilensteine der Fünfzylinder-Entwicklung im Überblick.

Der erste Fünfzylinder-Ottomotor wird 1976 im Audi 100 (C2) vorgestellt. Das Modell soll im Markt gegenüber dem Vorgänger höher positioniert werden. Weil die damaligen Vierzylinder-Motoren für dieses Vorhaben nicht ausreichen, diskutieren die Audi-Ingenieure Anfang der Siebzigerjahre den Einsatz von Fünf- und Sechszylinder-Reihenmotoren.

Wegen des Bauraums und der günstigeren Gewichtsverteilung kommen aber nur ersterer infrage.

Startschuss im Audi 100

So entsteht aufbauend auf dem Vierzylinder-Reihenmotor EA 827 aus dem Volkswagen-Konzern ein 2,1-Liter-Fünfzylinder, der mit 2.144 cm³ Hubraum 100 kW (136 PS) bei 5.700 Umdrehungen pro Minute leistet. Eine moderne K-jetronic-Einspritzanlage steigert die Effizienz und die Kraftentfaltung. Ab September 1979 ist der Fünfzylinder-Motor auch im Audi 200 lieferbar, ab August 1982 im Nachfolger des C2, dem Audi 100 C3.

Audi 100 GLS 5E (C2), Baujahr 1979

Audi 100 GL 5E (C2), Baujahr 1979

1978: Erster Fünfzylinder-Diesel

 

Mit dem Audi 100 (C2) präsentiert Audi 1978 die erste Dieselversion des Fünfzylinders. Zu Testzwecken gehen Ingenieure mit zweien dieser Modelle noch vor der Pressevorstellung auf Weltumrundung – und kommen gerade noch rechtzeitig zur Premiere zurück. Der Fünfzylinder-Saugmotor mit zwei Liter Hubraum leistet 51 kW (70 PS) und 123 Newtonmeter Drehmoment.

Er befeuert auch die nachfolgende Generation C3, sowohl die Limousinen als auch die Avant-Versionen. Ab 1984 gibt es den Motor mit Turboaufladung und 64 kW (87 PS) Leistung sowie 172 Newtonmeter Drehmoment.

Audi 100 GL 5D (C2), Baujahr 1978
Audi 100 GL 5D (C2), Baujahr 1978

Ein Jahr später debütiert eine weitere Pionierleistung von Audi: der erste Fünfzylinder-Benziner mit Turboaufladung. Mit 125 kW (170 PS) und 265 Newtonmeter Drehmoment treibt er das neue Topmodell an, den Audi 200 5T. Er ist der erste Audi in der Luxusklasse und hat serienmäßig die noble Ausstattung des Audi 100 CD an Bord. Der Motor schöpft aus 2.144 cm³ Hubraum 125 kW (170 PS) bei 5.300 Umdrehungen pro Minute.

40 Jahre Fünfzylinder

Der Audi quattro (B2), Baujahr 1980, bei seiner Premiere auf dem Automobilsalon in Genf.

Audi 200 5T (C2), Baujahr 1981

Der Fünfzylinder im Ur-quattro

 

40 Jahre Fünfzylinder
Im Audi quattro A2 sichert sich Hannu Mikkola 1983 den Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft. Ein Jahr später wiederholt Stig Blomqvist mit den 265 kW (360 PS) bei 6.500 Umdrehungen pro Minute den Erfolg.

Zu neuen Höchstleistungen trumpft der Fünfzylinder im Audi Quattro auf. Der Audi quattro (B2), den Audi 1980 auf dem Automobilsalon in Genf enthüllt, bildet mit Turboaufladung, Ladeluftkühlung und permanentem Allradantrieb ein starkes Technik-Paket für Rennsport und Straße. Zum Verkaufsstart leistet er 147 kW (200 PS). Der Finne Hannu Mikkola sichert sich in der Rallye-Variante 1983 den Fahrertitel in der Rallye-Weltmeisterschaft.

Noch im selben Jahr stellt Audi den 24 Zentimeter kürzeren und breitspurigen Sport quattro vor. Für Vortrieb sorgt hier ein neu entwickelter Vierventil-Fünfzylinder aus Leichtmetall mit 225 kW (306 PS). Damit ist der Sport quattro das bislang stärkste Auto, das eine deutsche Firma für den öffentlichen Straßenverkehr anbietet.

Auch nach dem Abschied von Audi aus dem Rallye-Geschehen sorgt der Fünfzylinder für Erfolge auf der Rennstrecke: Mit dem Audi Sport quattro S1 (E2) gewinnt Walter Röhrl 1987 das Bergrennen am Pikes Peak (USA). Der Rennwagen bringt es dabei auf 440 kW (598 PS). Und der IMSA-GTO brilliert 1989 in der US-amerikanischen Tourenwagen-Szene mit 530 kW (720 PS) – noch immer aus wenig mehr als zwei Liter Hubraum.

1989: Erster TDI im Audi 100

Einen weiteren Meilenstein der Automobilgeschichte präsentiert Audi 1989 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main: den Audi 100 TDI. Er ist der erste Serien-Pkw mit einem direkteinspritzenden Fünfzylinder-Turbodiesel und vollelektronischer Motorsteuerung. Das Aggregat schöpft aus 2,5 Liter Hubraum 88 kW (120 PS) und schickt 265 Newtonmeter Drehmoment an die Kurbelwelle.

Die Palette seiner Fünfzylinder-Benziner fächert Audi immer feiner auf. 1994 kommt der Audi RS 2 mit 232 kW (315 PS) auf den Markt. Als Avant mit Sportwagen-Power avanciert er zum Begründer einer neuen automobilen Klasse.

Mit Einführung des Audi A4 (B5) 1994 verabschieden sich die Fünfzylinder aus dem B-Segment. Die neuen V6-Motoren lösen sie Mitte der 1990er Jahre schrittweise ab. Die letzten Fünfzylinder, der 2.5 TDI im Audi A6 und der 2.3 Turbo im Audi S6, laufen 1997 aus.

Audi 100 TDI (C3), Baujahr 1990

Audi 100 TDI (C3), Baujahr 1990

Comeback des Fünfzylinders im TT RS

2009 erfolgt dann das große Comeback der legendären Fünfzylinder – mit Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung im Audi TT RS. Mit seinem kompakten Format und seiner spontanen Leistungsentfaltung passt er perfekt zur Charakteristik des kompakten Sportautos. Aus 2,5 Liter Hubraum holt das von der quattro GmbH entwickelte und quer eingebaute Aggregat 250 kW (340 PS). Auch im RS 3 Sportback und im RS Q3 sorgt es für hervorragende Performance. Der TT RS plus, den Audi 2012 präsentiert, kommt sogar auf 265 kW (360 PS).

Auf der Rennstrecke startet der Audi TT RS im Jahr 2010 durch. Dank Optimierungen an der Ladeluftkühlung und der Abgasanlage leistet der Serien-Fünfzylinder 280 kW (380 PS) bei 5.800 Umdrehungen pro Minute.

Audi TT RS Roadster, Baujahr 2009
Audi TT RS Roadster, Baujahr 2009

Der frontangetriebene Rennwagen fährt 2011 beim 6-Stunden-Rennen am Nürburgring den Gesamtsieg ein. Auch beim 24-Stunden-Rennen in der Eifel erringt er den Klassensieg.

Heute leistet der 2.5 TFSI im Audi TT RS 294 kW (400 PS). Der Fünfzylinder ist in allen Bereichen weiterentwickelt – mit Leichtbaumaßnahmen, reduzierter innerer Reibung, gesteigerter Kraftentfaltung. Damit holt das Aggregat bei gleichem Hubraum gut 17 Prozent mehr Leistung und ist mit 294 kW (400 PS) stärker denn je. Eine internationale Jury aus Motorjournalisten hat den Fünfzylinder seit 2010 sieben Mal in Folge zum „Engine of the Year“ in seiner Klasse gewählt.

 

Wer den ersten Audi mit Fünfzylinder-Motor besichtigen möchte, hat dazu aktuell im Audi Forum Neckarsulm die Möglichkeit. Die Traditionsausstellung „Von Null auf 100“ zeigt zahlreiche Exponate, mit denen Audi die bewegte Geschichte seines Erfolgsmodells Revue passieren lässt. Weitere Informationen zum Audi Forum sowie zu Besucherführungen finden Sie hier: http://www.audi.com/audi_com/foren/de/audi-forum-neckarsulm.html

 

Als erster Hersteller optimiert Audi den Fünfzylinder mit einer vollelektronischen Zündanlage samt Kennfeldsteuerung und einem serienmäßigen Katalysator. Der am meisten verbreitete Fünfzylinder von Audi wurde 1984 eingeführt. Im Bild: Ein Audi Coupé 2.3E (B3), Baujahr 1989.

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1978 wurde die Motorenpalette um den „5S“ mit Fünfzylinder-Vergaser ergänzt. Er löste später den 2.0 l-4-Zylinder mit 85 kW (115 PS) ab. Im Bild: Der Audi 80 CD (B2), Baujahr 1982.

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Im Audi 90 quattro IMSA GTO von 1989 ist der bis dato leistungsstärkste Werk-Fünfzylinder im Motorsport verbaut. Das 2,2-Liter-Aggregat leistet 530kW (720 PS) bei 7.500 Umdrehungen pro Minute und entwickelt 720 Newtonmeter Drehmoment bei 6.000 Touren.

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Audi 100 GL 5D (C2), Baujahr 1978

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Audi 100 GLS 5E (C2), Baujahr 1979

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Audi 100 TDI (C3), Baujahr 1990

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Audi 200 5T (C2), Baujahr 1981

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40 Jahre Fünfzylinder-Motoren bei Audi
Aus dem Audi MediaCenter

40 Jahre Fünfzylinder-Motoren bei Audi

Vor 40 Jahren hat Audi den ersten Fünfzylinder-Ottomotor im Audi 100 der zweiten Generation präsentiert. Es folgten Ausbaustufen und Neuentwicklungen mit Turboaufladung, Abgasreinigung und Vierventiltechnik, Rallye-Motoren sowie Fünfzylinder-Diesel. Heute führt der 2.5 TFSI im Audi RS 3 Sportback* und im Audi TT RS* die große Tradition der Fünfzylinder-Aggregate fort.

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Rainer Danhammer

2. November 2016 um 20:46
Wenn es jetzt noch einen Fünfzylinder für Normalbürger gäbe,
da würden sich wohl 200.000 Audis von alleine verkaufen.
Wer kann sich einen 40 PS Wagen leisten??