Aus unserem Archiv:

Als Ärztin in der Automobilproduktion

Bianca Kallabis hat einiges zu tun: Als Betriebsärztin bei Audi in Ingolstadt kümmert sie sich nicht nur um kranke Mitarbeiter, sondern sorgt mit ihren 14 Kolleginnen und Kollegen dafür, dass deren Gesundheit erhalten bleibt.

 Bianca Kallabis beobachtet eine Mitarbeitern in der Produktion, um die bei der Arbeit erforderlichen Bewegungsabläufe kennen zu lernen.
Bianca Kallabis beobachtet eine Mitarbeitern in der Produktion, um die bei der Arbeit erforderlichen Bewegungsabläufe kennen zu lernen.
Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Keine Angaben

Ein Tag reicht kaum aus, um einen Einblick in die Arbeit von Bianca Kallabis zu bekommen. Erst macht sie einen Einstellungs-Checkup und wertet die Ergebnisse am Computer aus, kurze Zeit später steht sie in der Ambulanz und untersucht einen Patienten, dann geht es zu einer Arbeitsplatzbegehung in der Produktion. Außerdem plant sie gemeinsam mit ihren Kollegen Gesundheitsaktionen und setzt Präventionsprogramme um.

So vielfältig ihre Aufgaben sind, Bianca Kallabis ist die Ruhe in Person, hilft da, wo es brennt und hört geduldig zu. Als Betriebsärztin bei Audi hat sie ein Ziel: „Wir wollen den Mitarbeitern, die zu uns kommen, als kompetente Berater zur Seite stehen – sei es mit einer Vorsorgeuntersuchung oder bei einem akuten Fall. So tragen wir sowohl kurz- als auch langfristig positiv zu ihrer Lebensqualität bei.“

Was die gebürtige Rosenheimerin damit meint, wird schnell klar, als sie einen Mitarbeiter über seine Checkup-Ergebnisse informiert. Sie erläutert ihm die Blutwerte und erklärt, was er tun kann, damit sich einige Befunde verbessern. Zum Abschluss gibt sie ihm einige Broschüren mit Informationen rund um die gesunde und bewusste Ernährung mit. „Natürlich können wir nicht garantieren, dass sich die körperliche Fitness des Mitarbeiters verbessert. Dazu muss jeder selbst beitragen“, so die Ärztin. „Was wir aber tun können ist, ihn entsprechend zu beraten und mit Informationen zu versorgen.“

Betriebseigene Physiotherapie

Manchmal verordnen die Betriebsärzte auch Physiotherapie. Für diese steht den Mitarbeitern bei Audi u.a. Claudia Prudil zur Seite.

Der Audi-Checkup wird bei Mitarbeitern unter 45 alle fünf, bei älteren Kollegen alle drei Jahre wiederholt – und das natürlich auf freiwilliger Basis. „Die regelmäßigen Wiederholungen geben uns die Möglichkeit, die körperliche Entwicklung des Mitarbeiters zu beobachten, dadurch Rückschlüsse auf sein Umfeld zu ziehen und ihn so beratend noch besser zu unterstützen“, erklärt Kallabis. Manchmal nutzt sie einen weiteren Weg, Mitarbeitern zu zeigen, wie sie selbst Gesundheitsrisiken vermeiden können: In der hauseigenen Physiotherapie lernen die Betroffenen etwa, wie sie die Muskulatur stärken oder sich richtig dehnen. Diese Übungen können sie auch am Arbeitsplatz umsetzen.

Bei arbeitsmedizinischen Sprechstunden oder Arbeitsplatzbegehungen ist jeder Betriebsarzt einem Geschäftsbereich mit etwa 3.500 Mitarbeitern zugeordnet. Dadurch kennen die Ärzte die Arbeitsplätze in ihren Bereichen. Kallabis ist seit drei Jahren bei Audi und weiß, dass es auch für die Mitarbeiter positiv ist, wenn sie ihrem Arzt nur einige wenige Stichworte nennen müssen, damit die Situation klar wird. „Dadurch wächst das Vertrauen und es erleichtert uns die Arbeit: Wir wissen, welchen Arbeitsablauf der Mitarbeiter hat, was ihn bewegt.“

Betriebsärztin Bianca Kallabis

Auch Teil ihrer Arbeit: Am Computer wertet Bianca Kallabis die Daten der Gesundheitsuntersuchungen aus.

Im nächsten Moment wird deutlich, was die Ärztin damit meint: Ein Mitarbeiter kommt ins Behandlungszimmer, leichte Probleme mit dem Gehör haben ihn in das Gesundheitszentrum im Norden des Ingolstädter Audi-Werks geführt. Nach wenigen Fragen weiß die 37-Jährige, wo genau ihr Kollege arbeitet und dass er dort keinen Lärmquellen ausgesetzt ist. Vor seiner Tätigkeit bei Audi hat er mit Landmaschinen gearbeitet – eine mögliche Quelle für die Hörprobleme. Die Betriebsärztin gibt ihm Tipps, wie er sich vor einer weiteren Verschlechterung schützen kann.

Für Kallabis ist die vielseitige Tätigkeit nah dran an der Automobilproduktion genau das Richtige. Gern besucht sie die Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen, berät sie in Sprechstunden und hilft ihnen, wenn sie sich unwohl fühlen. Im Werk unterwegs zu sein, zwischen eben erst lackierten Karosserien zu laufen und den gesamten Fertigungsprozess eines Audi A3 zu kennen, gehört für sie einfach dazu. Eine Betriebsärztin, die mit Leib und Seele eben auch Audianerin ist.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Karin Göhler

11. April 2017 um 7:47
mein Name ist Karin Göhler .Seit sehr vielen Jahren arbeite ich bei der Uni.-Erlg.. Aus priv. Gründen bin ich auf der Suche nach einer Veränderung. Von Beruf bin ich MFA und MTA.
Um mich bewerben zu können bräuchte ich eine genaue Adresse.
Vielleicht besteht auf diesem Weg eine Möglichkeit.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Göhler

Stephanie Huber

12. April 2017 um 7:09
Liebe Frau Köhler, informieren Sie sich doch bitte über vakante Positionen auf der Audi Karriere-Seite.

Herzliche Grüße aus der Social Media-Redaktion