Parcours Audi Autonomous Driving Cup 2017

Studenten gestalten das autonome Fahren von morgen

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi Q2: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,4 – 4,1; CO2-Emission kombiniert in g/km: 146 – 109.

Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Audi Autonomous Driving Cup 2017

Beim Audi Autonomous Driving Cup entwickeln Studententeams Software für autonom fahrende Modellautos. Mit neuen Impulsen treiben die Nachwuchsingenieure autonomes Fahren im Miniaturformat voran. Audi Blog-Autorin Olivia Faulbacher war beim Vorentscheid dabei.

Streckenvorbereitung Audi Autonomous Driving Cup 2017
Gespannt warten die Teams auf den Beginn des Rennens.

Ein anspruchsvoller Parcours auf mehreren hundert Quadratmetern, vier unterschiedliche Erprobungsszenarien und 15 Minuten Zeit für das Audi Q2-Miniaturfahrzeug: An der Teststrecke im Ingolstädter Süden ertönt beim Vorentscheid des Audi Autonomous Driving Cup das Startsignal. Auf geht’s in die Qualifying-Runde für das Team FAUtonOHM aus Nürnberg und Erlangen.

Zu Beginn begleitet Andreas Doll das von ihm und seinen Kommilitonen programmierte Modellfahrzeug durch den Stadtverkehr. Es meistert die insgesamt sieben Abbiegemanöver souverän. Anschließend geht es im zweiten Sektor raus auf die Landstraße – hier wird die Zeit gemessen.

Die Herausforderungen: Straßenschilder, Geschwindigkeitsmessungen und plötzlich auftauchende Hindernisse

„Schneller, schneller“, ruft der Elektrotechnik-Student seinem Miniatur-SUV zu. Um die Kurve gebogen taucht am Straßenrand plötzlich ein spielendes Kind in Gestalt einer kleinen Puppe auf. Gebannt verfolgt vom Rest des Teams bremst das Miniaturfahrzeug ab und umfährt das Hindernis elegant. Die Zuschauer belohnen es mit kräftigem Beifall.

Auf der Suche nach dem am besten automatisiert fahrenden Modellfahrzeug richtet Audi den Autonomous Driving Cup bereits zum dritten Mal aus. Bei der Auftaktveranstaltung Ende Mai bekamen die dreizehn Teams aus je fünf Studenten ihr Equipment überreicht: jeweils zwei Q2-Modellfahrzeuge im Maßstab 1:8. Mit Hilfe der Sensoren und einer von den Studententeams entwickelten Software, die auf einer von Audi bereitgestellten Basisfunktionalität aufbaut, sollen die Modellautos regelkonform und vor allem sicher fahren. Über Monate hinweg haben die Teams seither eigene Software-Architekturen für vollautomatische Fahrfunktionen entwickelt. Die besten acht Teams qualifizieren sich heute fürs Finale im November.

Audi Q2-Miniaturfahrzeug beim Audi Autonomous Driving Cup 2017

Dank KI können die Miniatur-Fahrzeuge den Parcours ohne Fernsteuerung bewältigen.

Künstliche Intelligenz erstmals Schwerpunkt des Audi Autonomous Driving Cup

Nach ihrer Qualifying-Runde sind die Jungs von FAUtonOHM sichtlich erleichtert: „Ich denke, wir haben uns gerade für die Endrunde qualifiziert“, sagt Doll zufrieden. In diesem Jahr liegt der Fokus des Wettbewerbs erstmals auf künstlicher Intelligenz. „Wir haben unser Modell so lange trainiert, bis es von selber erkennt, welche die richtige Spur ist, wann es anhalten muss. Dafür braucht es extrem viele Daten“, erläutert Teamkollege Martin Mayr. „Seit August hatten wir für diese Iterationsschleifen eigene Teststrecken und haben uns dort fast täglich stundenlang getroffen.“

Als starker Mitfavorit geht das Team AFILSOP von der Technischen Universität Ilmenau ins Finale. „Heute haben die Bremsvorgänge bei uns schon sehr gut geklappt und das Fahren um die Kurven ging zügig“, erzählt Shih-Jan Lin stolz. Parallel geht gerade ein Raunen durch die Halle – das Miniaturfahrzeug von UniAutonom aus Augsburg touchiert eine Q2-Attrappe in einem der Testszenarien. Shin-Jan springt auf und verfolgt den Wiederholungsversuch. „Das Ausweichen war bei uns auch eine der größten Herausforderungen beim Programmieren. Aber wir lernen hier viel dazu über die Praxis in der Automobilbranche“, erklärt der Informatik-Student aus Taiwan.

Und genau darum geht‘s: „Die Studierenden bekommen hier eine spannende Aufgabe gestellt und setzen sich so in der Praxis mit dem wichtigen Zukunftsthema autonomes Fahren auseinander“, sagt Florian Knabl, Schirmherr des Audi Autonomous Driving Cup von der Softwareschmiede Audi Electronics Venture. Überdies lernen die Teilnehmer verschiedene Arbeitsbereiche der Vier Ringe kennen und können Kontakte in die Branche knüpfen. Die ersten drei Teams können sich über ein Preisgeld von 10.000, 5.000 und 1.000 Euro freuen. „Gleichzeitig stärkt Audi den Kontakt zu jungen Nachwuchstalenten, die unvoreingenommen an Technologien herangehen und eigene Denkansätze und Ideen einbringen“, erklärt Knabl.

Wer hat Vorfahrt? Ebenso wie im normalen Straßenverkehr müssen die Miniatur-Autos beim Audi Autonomous Driving Cup die Verkehrsregeln beachten.

Die Tage bis zum Finale sind gezählt

Mit großem Enthusiasmus verbessern die Studententeams ihre Algorithmen kontinuierlich. „Bis zum Finale müssen wir noch an der Geschwindigkeit schrauben. Denn die Konkurrenz ist stark und wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Doll und schmunzelt. Die Tage bis zum großen Finale am 16. November im Audi museum mobile in Ingolstadt sind gezählt. Sukzessive gestalten die Studenten so das autonome Fahren der Zukunft – im kleinen Maßstab, aber mit großem Innovationsgeist.

Kabelsalat statt blanker Motor unter der Haube: Das Innenleben der programmierbaren Miniaturfahrzeuge ist höchst komplex.

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Bereit für den Start? Beim Audi Autonomous Driving Cup ist Teamwork gefragt.

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Gute Laune vor dem großen Event: Es kann auch gemütlich gearbeitet werden.

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Was ist der Plan? Fokussiertes Arbeiten als Grundlage des Erfolgs.

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Der Countdown läuft: Wer gewinnt den Audi Autonomous Driving Cup 2017?

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Der Audi Autonomous Driving Cup als Weg zum Direkteinstieg

Audi Blog-Autorin Olivia Faulbacher spricht mit Toshika Srivastava über ihren Weg ins Unternehmen.

Toshika Srivastava hat nach ihrer Teilnahme am Audi Autonomous Driving Cup 2016 den Direkteinstieg ins Unternehmen geschafft:

Warum hast du im vergangenen Jahr am Audi Autonomous Driving Cup teilgenommen?

Srivastava: Ich habe an der Uni Freiburg im Master ‚Computer Science’ studiert und mich dort schon viel mit Robotics und Machine Learning beschäftigt. Der Wettbewerb bei Audi war dann die perfekte Gelegenheit, mein theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden.

Was hast du beim Audi Autonomous Driving Cup gelernt?

Srivastava: Zunächst war es eine Herausforderung, das theoretische Know-how von der Uni auf die praktische Arbeit für den Wettbewerb zu übertragen. Was ich besonders spannend fand: Man bekommt einen tiefen Einblick in Funktionsweise von Autos – und zwar sowohl in Bezug auf Software, als auch auf Hardware.

Wie ging dein Weg nach dem Wettbewerb weiter?

Srivastava: Ich habe anschließend meine Masterarbeit bei der Audi-Tochter Audi Electronics Venture geschrieben und bin jetzt in der Vorentwicklung für automatisiertes Fahren tätig. Aktuell entwickele ich beispielsweise den Autobahnpilot mit.

 

Weitere Informationen zum Audi Autonomous Driving Cup 2017 finden Sie unter https://www.audi-autonomous-driving-cup.com.

Der Audi Autonomous Driving Cup als Wegweiser in die Zukunft

Vorbereitung auf hitzige Duelle: Für Abkühlung sorgt ein Lüfter im Inneren des Autos.

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Den Audi Q2 möchte man gar nicht mehr aus der Hand geben. Behutsam wird der Student das Auto gleich auf die Strecke stellen.

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Ausparken will gelernt sein. Auch vermeintlich leichte Fahraufgaben bedürfen einer genauen Programmierung.

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Audi Autonomous Driving Cup 2017: Selbständig und intelligent durch den Parcours
Aus dem Audi MediaCenter

Audi Autonomous Driving Cup 2017: Selbständig und intelligent durch den Parcours

Beim Audi Autonomous Driving Cup 2017 kämpfen acht Hochschul-Teams aus Deutschland um die Podestplätze. Am 15. und 16. November wird der Wettbewerb zum dritten Mal im museum mobile des Audi Forum Ingolstadt ausgetragen. Das Gewinnerteam erhält 10.000 Euro Preisgeld.

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Tim Otte

31. October 2017 um 11:00
Hallo,
ist das Finale öffentlich und kann man zuschauen?

Mit freundlichen Grüßen

Stephanie Huber

2. November 2017 um 8:35
Hallo Timo,

ja das Finale ist öffentlich. Am 16. November 2017 geht's um 9 Uhr im Audi Forum in Ingolstadt los.

Herzliche Grüße aus der Online-Redaktion,

Stephanie Huber