Audi-Werkfeuerwehr Neckarsulm

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Audi bildet Feuerwehren aus

Die Audi-Werkfeuerwehr Neckarsulm bildet Feuerwehrleute aus ganz Baden-Württemberg aus und weiter. Blog-Autorin Verena Väth war bei einem Lehrgang dabei und hat erfahren, worauf es beim Einsatz ankommt und wie wichtig für Audi die Zusammenarbeit mit anderen Wehren ist.

Zu siebt sitzen wir hinten im Einsatzfahrzeug der Feuerwehr, Schulter an Schulter, Knie an Knie. Alle sind konzentriert und angespannt. „Zum Einsatz fertig?“ „Ja!“ „Absitzen“, tönt das Kommando des Gruppenführers. Sofort steigen wir alle aus dem Auto. Jetzt muss jeder Handgriff sitzen.

Die Einsatzgruppe arbeitet in Zweierteams: Der Wassertrupp läuft zum nächsten Hydranten und stellt die Wasserversorgung sicher. Der Maschinist, als einziger allein unterwegs, bedient die Wasserpumpe am Löschfahrzeug. Der Schlauchtrupp legt einen weiteren Verteiler für mehrere Schläuche. Der Melder beobachtet alles und berichtet an den Gruppenleiter. Ich bin Teil des Angriffstrupps, der den sogenannten Löschangriff durchführt.

Auch in der Übung ist die Stimmung vor dem Einsatz angespannt.

Ich nehme mir am Auto ein Strahlrohr und laufe zum Verteiler. Hier kommt die Mannschaft kurz zusammen, um die nächsten Anweisungen entgegenzunehmen.

Wir befinden uns auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall, 65 Kilometer von Stuttgart entfernt. Sie stellt das Gelände für den Feuerwehrlehrgang, den die Werkfeuerwehr des Audi-Standort Neckarsulm organisiert und durchführt. Die Audi-Werkfeuerwehr engagiert sich bei der Ausbildung von Feuerwehrleuten in der Region: Ein Teil der Grundausbildung findet auf dem Werkgelände statt und auch einzelne Weiterbildungen organisiert die Werkfeuerwehr.

Enge Zusammenarbeit mit externen Feuerwehren

„Die enge Zusammenarbeit mit externen Wehren ist wichtig für uns: Im Ernstfall werde sie zur Unterstützung auch an den Audi-Standort gerufen“ sagt Volker Windbiel, Wachführer bei der Audi-Werkfeuerwehr in Neckarsulm. Zuletzt war das beim Hochwasser der Fall, das einen Teil des Werkgeländes überflutete. „In solchen Fällen ist es wichtig, dass die externen Wehren sich auf dem Gelände auskennen und wissen, wo Anschlüsse und Kanäle sind“, erklärt Windbiel. Im Gegenzug unterstützt die Audi-Werkfeuerwehr bei der Ausbildung und auch bei Einsätzen. Hier stellt sie besonders oft Einsatzgerät wie zum Beispiel Hubfahrzeuge zur Verfügung, das nicht bei allen Feuerwehren vorhanden ist.

Jeder muss beim Einsatz wissen, welche Ausrüstung er für seine Aufgabe benötigt.

In Bad Friedrichshall bin ich heute bei einem Lehrgang dabei, der Teil der Truppmannausbildung ist. Das Szenario des heutigen Lehrgangs: Wir müssen ein fiktives Feuer löschen und eine Person von einem Balkon retten. Maximal sieben Minuten haben wir dafür Zeit. Wir spielen das Szenario mehrmals durch und nehmen bei jeder Wiederholung abwechselnd verschiedene Rollen ein. Denn bei der Feuerwehr muss jeder jede Aufgabe einwandfrei beherrschen. Bei der Prüfung wird die jeweilige Rolle ausgelost. Während ich nur einen Tag dabei bin, üben die Feuerwehrleute mehrere Tage, bis jeder Handgriff jeder Rolle bei jedem Teilnehmer einwandfrei sitzt.

Herausforderungen bei der Feuerwehr

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Audi bildet Feuerwehren aus

Also los geht’s. Ich schlüpfe in die knapp 20 Kilogramm schwere Feuerwehr-Uniform. In den riesigen Stiefeln bewege ich mich in den ersten Minuten etwas unbeholfen und fühle mich wie Big Foot. Unter den vielen Schutzschichten wird es außerdem schnell warm – selbst ohne reales Feuer. Am Verteiler bekomme ich das Kommando: „Angriffstrupp mit 1. Rohr zur Brandbekämpfung über den Hof zum Gebäude vor“. Ich gehe zügig, aber nicht hektisch, mit meinem Partner zu dem Gebäude, neben dem laut Einsatzinformation die Müllcontainer in Brand geraten sind. Ich stecke das Strahlrohr auf den Schlauch, mein Truppmann hält den Schlauch fest und dann heißt es: „Wasser marsch!“

Meist nur kleine Rettungseinsätze im Werk

Die Audi-Werkfeuerwehr in Neckarsulm hat 88 Mitglieder, bisher sind alle männlich. Der Eignungstest ist der gleiche wie bei Berufsfeuerwehren und verlangt hohe körperliche Fitness. Neben dieser kommt es laut Windbiel auch auf viele persönliche Eigenschaften an: „Wichtig ist vor allem Teamfähigkeit. Einzelkämpfer können wir bei einem Einsatz nicht gebrauchen. Außerdem müssen wir in Gefahrensituationen einen kühlen Kopf bewahren“, sagt der Gruppenleiter. Auch die Bereitschaft für Fortbildungen wie die heutige gehört dazu.

Zurück in der Übung wirft der Wasserstrahl die Markierung um, die das zu löschende Feuer simuliert. Die Müllcontainer sind gelöscht. Dann kommt die Meldung: Das Feuer hat auf das angrenzende Gebäude übergegriffen. Wir gehen zur zweiten Markierung, drehen den Hahn erneut auf und löschen auch dieses Feuer. In der Zwischenzeit macht sich auf dem Gerüst, das einen Balkon simulieren soll, eine Frau bemerkbar. Der Gruppenführer gibt das Kommando zur Personenrettung. Als die Kollegen sie sicher über die Leiter an den Boden bringen und der Melder das an den Einsatzleiter weitergibt, sagt die Stoppuhr 6:30 Minuten. Geschafft!

Audi bildet Feuerwehren aus

Ich bin nach diesen wenigen Minuten fix und alle und kann die Kollegen der Feuerwehr nur bewundern, die sich mit dieser Ausrüstung in die Flammen stürzen und die zu schweren Unfällen gerufen werden. Die 800 Einsätze, die die Audi-Werkfeuerwehr pro Jahr im Durchschnitt hat, sind in der Regel Kleinigkeiten oder Fehlalarme. Trotzdem kann Windbiel, der auch für die Freiwillige Feuerwehr Bad Friedrichshall regelmäßig ausrückt, nie 100-prozentig wissen, was ihn erwartet und ob er Unterstützung von den externen Kollegen benötigt. Vielleicht rücken beim nächsten Einsatz sogar ein paar Lehrgangsteilnehmer an.

Audi bildet Feuerwehren aus

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Jeder muss beim Einsatz wissen, welche Ausrüstung er für seine Aufgabe benötigt.

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Auch in der Übung ist die Stimmung vor dem Einsatz angespannt.

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Volker Windbiel: „Die Zusammenarbeit mit den externen Feuerwehren ist für unsere Arbeit sehr wichtig.“

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Voller Körpereinsatz bei der Werkfeuerwehr: Die Uniform wiegt rund 20 Kilogramm.

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