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Bestellt und abgeholt

Mit den Audi connect-Diensten sind die Kunden der Vier Ringe jederzeit vernetzt - Zu Hause, im Büro und unterwegs. Gemeinsam mit einem Start-up hat Audi eine neue App entwickelt, die aus dem Audi MMI einen digitalen Warenkorb macht.

 Digitaler Warenkorb: Über das MMI lassen sich die Getränke auswählen - und per Tastendruck direkt bestellen.
Digitaler Warenkorb: Über das MMI lassen sich die Getränke auswählen - und per Tastendruck direkt bestellen.
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Wir sitzen in einem roten Audi S3. Irgendwo hinter Ingolstadt. Thomas Ganslmeier klickt sich durch das Audi connect-Menü und öffnet die App „opentabs“. Im Display erscheint eine Übersicht verschiedener Bistros und Coffee-Shops in der näheren Umgebung unseres Standorts. „Lust auf einen Kaffee?“, fragt er mich. Ich nicke. Drei Klicks später hat der Entwickler für Audi connect und Infotainment Dienste zwei große Cappuccino bestellt. Bezahlt wird online über eine sichere paypal-Verbindung. „In exakt acht Minuten können wir unser Getränk abholen“, sagt er und übernimmt die Adresse des Coffee-Shops in den Routenplaner. „Ohne in der Schlange zu warten.“ Vorsprung durch Technik.

Essensbestellung via App im Audi

Was sich wie Zukunftsmusik anhört, könnte schon bald in jedem Modell der Vier Ringe zu finden sein. Gemeinsam mit dem Start-up opentabs GmbH aus München und Quartett Mobile als Entwicklungspartner untersucht Audi zur Zeit die Einsatzmöglichkeiten der Applikation „opentabs“ in Fahrzeugen. Mit der App lassen sich jetzt schon bequem von unterwegs oder zuhause Gerichte und Getränke diverser Anbieter bestellen und direkt bezahlen. Der nächste Schritt ist die Integration des Dienstes in Automobile. Der Clou dabei: „opentabs“ weiß dank meiner GPS-Daten ganz genau, wann ich mit meinem Auto am Restaurant, beim Coffee-Shop oder im Bistro ankomme. Die Mitarbeiter haben meine Bestellung dann schon vorbereitet und ich muss nicht warten“, so Ganslmeier. „Wir verschaffen unseren Kunden damit Zeit.“

Bestellt und abgeholt

Interaktion: Die App "opentabs" läuft auf dem Smartphone und wird über den Wlan-Hotspot ins Audi MMI gebracht.

 

„opentabs“ ist als kostenlose App auf dem Smartphone von Ganslmeier installiert. Der Entwickler hat sie mithilfe des Wlan-Hotspots des Autos in das Audi MMI eingebunden. Die Bedienung erfolgt dann – wie bei allen anderen Audi connect-Diensten – intuitiv über den Dreh- und Drücksteller. „Auch wenn es sich hier noch um ein Pilotprojekt handelt, mit Apps wie „opentabs“ machen wir unsere Autos einmal mehr zum mobile device. Die Kunden müssen nicht auf Angebote verzichten, die sie von zuhause gewohnt sind“, erklärt Ganslmeier.

Audi connect bestelle Cappuccino

Nach exakt acht Minuten erreichen wir unser Ziel. Der Cappuccino wartet schon, Praxistest bestanden. Zurück in Ingolstadt treffen wir Dirk Röder, Mitbegründer und Geschäftsführer der opentabs GmbH. „Wir verstehen unseren Dienst als Weiterentwicklung des klassischen Autoschalters. Nutzer können mit unserer Lösung orts- und zeitunabhängig Essen und Trinken bestellen“, so Röder.

Die Zahl der teilnehmenden Anbieter wächst beständig, mittlerweile können Nutzer von „opentabs“ auf über 120 sogenannter Akzeptanzstellen in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg zurückgreifen. „Wir haben einige der großen Ketten als Partner gewinnen können und es kommen jeden Tag neue Anbieter hinzu“, so Röder. „Mit Audi als Kooperationspartner könnten wir unser Angebot auch auf das Fahrzeug ausweiten.“ Das Ziel des Unternehmers ist klar: „Unsere Vision ist es, eine der großen Apps auf dem Markt zu werden, mit denen Kunden in der Gastronomie bestellen und bezahlen.“ Für die Marke mit den Vier Ringen ein interessantes Konzept.

Bestellt und abgeholt

Zukunftsforscher: Dirk Röder (links), Mitbegründer der opentabs GmbH und Thomas Ganslmeider, Entwickler bei Audi.

 

Bis „opentabs“ Einzug in die Audi-Modellpalette erhält, ist jedoch noch etwas Entwicklungsarbeit notwendig. „Wir haben noch ein paar kleine Baustellen, um die wir uns kümmern müssen“, sagt Ganslmeier. „Aber ich bin überzeugt, dass das Bestellen von Getränken und Gerichten über das MMI schon in naher Zukunft so normal sein wird wie heute das Telefonieren.“

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