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Audi enthüllt Design Wall

Sechs Monate lang war die Neue Sammlung in der Münchner Pinakothek der Moderne wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Mit der Präsentation der Audi Design Wall öffnete sie am Mittwochabend erstmals wieder ihre Türen.

 Blick auf die Audi Design Wall in der Neuen Sammlung
Blick auf die Audi Design Wall in der Neuen Sammlung
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Um punkt neun Uhr fallen in der Neuen Sammlung im Untergeschoss der Münchner Pinakothek der Moderne die Hüllen: Audi präsentiert die Design Wall, eine weiß schimmernde Skulptur nach Vorbild des Audi Sport quattro concept. Einen Tag nach dessen Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt zeigt der Automobilhersteller das Showcar erneut – in einem Museum. Die Gäste der Vernissage applaudieren.

Die Skulptur ragt senkrecht nach oben, umgeben von rund 1.800 silbrig glänzenden Miniatur-Modellen des Audi Urquattro aus reinem Aluminium, dem Vorbild des neuen Showcars. „Die Audi Design Wall visualisiert die Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft unserer Marke“, sagt Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. „Der Urquattro ist die Seele von Audi“, betont Designchef Wolfgang Egger. Mit der Präsentation auf dem Genfer Automobilsalon 1980 begann die Erfolgsgeschichte des permanenten Allradantriebs, seitdem entwickelte er sich zur festen Größe im Automobilbau.

Audi Design Wall

Wolfgang Egger, Melanie Goldmann (Kommunikation Kultur) und Ulrich Hackenberg bei der Vernissage

Florian Hufnagel ist Leiter der Neuen Sammlung und stolz auf Audi als Gast in seinem Haus: „Kein anderes Produkt hat das 20. Jahrhundert so geprägt, wie das Auto“, stellt er in seiner Rede heraus. „Als designorientierter Automobilhersteller ist Audi ein idealer Partner für die Neue Sammlung.“ Für fünf Jahre wird die Audi Design Wall als Teil der Dauerausstellung in dem weltweit größten und ältesten Designmuseum zu sehen sein.

Das Designteam des Autoherstellers hat die Installation speziell für den Raum in der Pinakothek der Moderne entworfen und dabei auf das Know-how aus dem Audi-Werkzeugbau zurückgegriffen. Dort entstanden die Modelle des Urquattro: Jedes der 860 Gramm leichten Exemplare wurde aus einem sieben Kilogramm schweren Aluminiumblock mit höchster Präzision in Form gefräst. Für den Betrachter gleicht jedes Stück exakt dem anderen.

Die Gäste der Vernissage nähern sich der Skulptur auf ganz unterschiedliche Weise: mit viel Abstand vom anderen Ende des Raumes, von der Seite oder aus der Nähe die Detailtreue der Miniaturmodelle bestaunend. Beleuchtung und Material bewirken, dass sich das Aussehen je nach Standpunkt und Blickwinkel verändert, ein Spiegel an der Decke erweitert die Installation zudem über den begrenzten Raum hinaus.

Audi Design Wall

Die Audi Design Wall

„Die Skulptur soll kommunizieren“, war eine der Vorgaben. Wie das Auto sei sie nichts statisches, sondern etwas dynamisches, unterstreicht Designer Egger. „Es sieht sehr schön aus, ich mag die Reflexionen. Wenn man die Skulptur anschaut, entdeckt man immer wieder etwas Neues“, findet Designbloggerin Anita Hackethal. Der japanische Autojournalist Tatsuya Otani hat von der IAA in Frankfurt extra einen Abstecher nach München gemacht und betont die deutlichen Parallelen zwischen Audi Urquattro und Audi Sport quattro concept.

Den italienischen Architektur- und Designexperten Michelangelo Giombini fasziniert die Verbindung von Design und handwerklicher Präzision, die sich in der Skulptur vereinen. „Ich finde es toll, wie Audi den quattro feiert“, sagt er. „Es ist großartig, dass man die Skulptur auch von außerhalb des Museums sehen kann.“ Ein Effekt, der von den Designern so gewollt ist.

MIt der Wiederöffnung der Münchner Pinakothek der Moderne am 14. September können auch die Besucher die Audi Design Wall erleben. Am 15. September findet außerdem das Kunstareal-Fest statt, das Audi ebenfalls unterstützt: Kinder können in Workshops die Arbeit der Audi-Designer kennen lernen und bauen kleine Audi-Modelle. Außerdem führt eine Design-Schnitzeljagd sie durch die Räume der Neuen Sammlung.

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