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Audi Football Summit 2014

Blogger Florian Roser ist seit seiner Schulzeit Fan des FC Bayern München. In seiner Wahlheimat New York sah er die Bayern beim Audi Football Summit gewinnen, traf die Helden seiner Kindheit und erlebte die Fußball-Euphorie der Amerikaner.

 Von der Lässigkeit der ehemaligen Profispieler konnten sich die Zuschauer am Vorabend des Spiels beim Audi Pick-Up Match überzeugen
Von der Lässigkeit der ehemaligen Profispieler konnten sich die Zuschauer am Vorabend des Spiels beim Audi Pick-Up Match überzeugen
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Seit mittlerweile fünf Monaten lebe ich in New York und neben vielen Dingen, über die ich in meinem NYC‐Diary auf Uberding berichte, ist mir vor allem eines aufgefallen: Fußball ist hier angesagter, als ich dachte! Das konnte man vor allem während der Weltmeisterschaft vor einigen Wochen gut beobachten, als viele Restaurants und Kneipen die Spiele übertrugen, man auf den Straßen dem ein oder anderen Trikot begegnete und in der U‐Bahn regelmäßig „Soccer“‐Gespräche verfolgen konnte. Logische Sache also, dass der FC Bayern München nun ein Büro in New York eröffnet hat, eine Art Botschaft des Fußballs im Land des Baseballs, Basketballs und American Football.

Ein perfekter Anlass für den Verein, nach einigen Jahren der USA‐Abstinenz zurückzukehren und der treuen Fangemeinde im Big Apple einen Besuch abzustatten. Als ich davon gehört habe, war ich so richtig happy. Seit ich denken kann, bin ich Bayern‐Fan – ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als kleiner Junge einmal weinend aus der Schule nach Hause kam, weil meine Mitschüler mein FC Bayern-Trikot nicht ganz so cool fanden. Trotzdem trug ich den „Stern des Südens“ immer im Herzen und habe ihm in den letzten Jahren (nicht nur den erfolgreichen) stets die Treue gehalten. Aus eigentlich unerklärlichen Gründen habe ich die Bayern aber noch nie live spielen sehen. Dass ich nun auf einem anderen Kontinent die Möglichkeit dazu bekommen habe ‐ umso cooler!

Audi Football Summit 2014

Es muss nicht immer ein Trikot sein: Liebe zum Fußball zeigt Blogger Florian Roser durch Ball-Print

Und ich bekam gleich zwei Tage FC Bayern: Zunächst fand am Mittwoch das Audi Pick Up Match statt, bei dem zwei New Yorker Teams gegeneinander antraten – unterstützt von den FC Bayern-Legenden Paul Breitner, Markus Babbel, Paulo Sergio und Giovane Elber. Letzteren noch einmal in Aktion zu sehen, verschaffte mir einen absoluten Flashback‐Moment. Elber war früher jahrelang als Bravo Sport Poster in meinem Kinderzimmer vertreten. Und alter Schwede, der Kerl kann immer noch mit dem Ball umgehen, dass ich mich frage, ob meine eigenen Füße eigentlich aus Holz sind. Dasselbe gilt auch für Paulo Sergio – nichts an Schlitzohrigkeit eingebüßt, der alte Gauner! Ein Detail aus meiner Kindheit stimmte dann aber trotzdem nicht: Ich hatte Elber immer für seine weißen, silbernen oder sonstwie auffälligen Fußballschuhe geliebt – am Mittwoch trug er schwarz. Auch eine Fußball‐Legende wird mit dem Alter eben ein bisschen ruhiger.

Doch legendär war nicht nur das, was auf dem Platz passierte, auch der Platz selbst hat sich diesen Titel jetzt schon verdient. Das Fußballfeld, das erst dieses Jahr auf Pier 2 des Brooklyn Bridge Park eröffnet wurde, schwebt quasi auf dem East River und trumpft durch einen Panoramablick auf die – ebenfalls legendäre – Skyline Manhattans auf.

Am nächsten Tag folgte der Audi Football Summit – das aktuelle Team des deutschen Rekordmeisters spielte im Stadion von Red Bull New York gegen Chivas Guadalajara.

Audi Football Summit 2014

Der FC Bayern feiert den Sieg über die beliebteste Fußballmannschaft Mexikos

Der Spielverlauf: Die Bayern gingen dank Pizarro früh in Führung, erzielten dann aber keine weiteren Treffer mehr. Das lag wohl auch daran, dass sich Ribéry, Lewandowski und Co. gegen die knüppelharten Mexikaner nicht die Füße brechen wollten – schließlich brauchen wir die ja noch für eine erfolgreiche Saison 2014/15! Spätestens nach diesem Abend weiß ich es endgültig: In keiner Sportart ist die Stimmung besser als im Fußball. Ich habe hier Saisonspiele im Basketball und im Baseball live gesehen und dort lieferten die Fans nicht annähernd das ab, was gestern beim Audi Football Summit passierte. Obwohl beide Teams mitten in der Vorbereitung steckten und noch viel ausprobierten, wurden sie von einem ausverkauften Stadion frenetisch gefeiert. Tausende Mexikaner waren gekommen, und feuerten mit „Chivas Chivas“‐Sprechchören ihre Mannschaft an, doch auch die Bayern können auf ihre Anhängerschaft in New York stolz sein: Der 1:0 Sieg wurde laut mit „Super Bayern, super Bayern, hey, hey“ gefeiert. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass Fußball eine Sprache ist, über die überall gesprochen wird, ein Ereignis, das alle verbindet.

 

 

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