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Audi gewinnt dramatisches Rennen

Vor 245.000 Zuschauern hat Audi sich beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum zwölften Mal den Sieg geholt. Schon zum zweiten Mal lag ein Hybrid-Rennwagen mit quattro-Antrieb ganz vorne. Ein Überblick des Langstreckenrennens in Bildern.

 Bereits zum zwölften Mal siegt Audi in Le Mans
Bereits zum zwölften Mal siegt Audi in Le Mans
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„Für mich war Le Mans diesmal voller sehr persönlicher Emotionen. Ich bin stolz, für das beste Team der Welt zu fahren“, freut sich Tom Kristensen über den Sieg beim wichtigsten Langstreckenrennen der Welt. Der Däne gewann die 90. Ausgabe des Motorsportklassikers gemeinsam mit dem Franzosen Loïc Duval und dem Briten Allan McNish in einem dramatischen Rennen vor 245.000 Zuschauern.

Für Audi ist es bereits der zwölfte Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans, aber auch der schwierigste und am härtesten erkämpfte. „Das war das schwierigste Rennen, das ich in meinen 15 Le Mans-Jahren erlebt habe“, resümiert Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Der Marke mit den Vier Ringen gelang der Triumph bereits zum zweiten Mal in Folge mit einem Hybrid-Rennwagen und quattro-Antrieb.

Nach einer kurzfristigen Reglementänderung konnten die drei Audi R18 e-tron quattro mit einer Tankfüllung im Schnitt zwei Runden weniger zurücklegen als Hauptkonkurrent Toyota. Die zusätzlichen Boxenstopps mussten die Audi-Piloten durch schnellere Rundenzeiten auf der Strecke wieder gutmachen – und das bei zeitweise extrem schwierigen Witterungsbedingungen. Immer wieder zogen während des Rennens Regenschauer über die Strecke. Die Folge waren zahlreiche Zwischenfälle und insgesamt elf Safety-Car-Einsätze.

Die drei Audi R18 e-tron quattro, die über eine elektrisch angetriebene Vorderachse verfügen, waren während des gesamten Rennens die schnellsten Autos im Feld – und gleichzeitig die effizientesten. „Den zwölften Sieg unserer Marke in Le Mans verdanken wir dem steten Innovationsgeist unserer Ingenieure, dem bedingungslosen Einsatz des ganzen Teams sowie dem Können und der Nervenstärke unserer Fahrer. Ihnen allen gratuliere ich im Namen von Audi herzlich zu diesem Erfolg“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler.

„Wir wussten, dass es für uns in diesem Jahr nicht zuletzt aufgrund der Reglementvorgaben sehr schwierig werden würde“, erklärte Motorsportchef Wolfgang Ullrich. „Toyota war wie erwartet ein sehr starker Gegner – aber unser Audi R18 e-tron quattro war eine Klasse für sich. Mein Dank gilt dem gesamten Team, das monatelang für den Erfolg gearbeitet hat.“

Den zwölften Audi-Sieg in Le Mans holte der von Startplatz eins ins Rennen gegangene Audi R18 e-tron quattro mit der Startnummer „2“ pilotiert von Duval, Kristensen und McNish. Für Duval, der am Mittwoch bereits die Pole-Position geholt hatte, war es der erste Erfolg beim französischen Langstrecken-Klassiker, für Allan McNish der dritte. Tom Kristensen, bereits seit 2005 alleiniger Rekordhalter des Rennens, triumphierte zum neunten Mal.

Le Mans 2013

In der Boxengasse zählt jede Sekunde

Pech hatten die beiden anderen Audi-Mannschaften, die kurz vor Ende der siebten Rennstunde fast gleichzeitig außerplanmäßig an die Box kommen mussten und bis dahin für eine Audi-Dreifachführung gesorgt hatten. Oliver Jarvis wurde von einem langsameren Fahrzeug touchiert und fing sich dabei einen Reifenschaden ein, mit dem er eine komplette Runde zurücklegen musste und zwei Runden verlor. In der Schlussphase gelang es Le-Mans-Neuling Lucas di Grassi (Brasilien), Marc Gené (Spanien) und Oliver Jarvis (Großbritannien), den bis dahin drittplatzierten Toyota zu überholen und sich so noch den dritten Platz auf dem Podium zu sichern.

Marcel Fässler (Schweiz), André Lotterer (Deutschland) und Benoît Tréluyer (Frankreich) verloren durch den Wechsel der Lichtmaschine die sichere Führung und insgesamt zwölf Runden. Mit einer eindrucksvollen Aufholjagd konnten sich die Sieger von 2011 und 2012 vom 24. Platz mit ihrem R18 e-tron quattro noch auf Platz fünf nach vorn kämpfen.

Überschattet wurde das Rennen durch einen tödlichen Unfall. „Dieser schreckliche Zwischenfall trübt natürlich die Freude über einen weiteren großen Le-Mans-Sieg für Audi“; so Ullrich: „Uns alle hat die Nachricht vom Tod Allan Simonsens sehr bestürzt. Er hat in seiner Karriere auch mit dem Audi R8 LMS Rennen bestritten. Unser Mitgefühl gilt vor allem seinen Angehörigen und Freunden, aber auch dem Team von Aston Martin. Es zeigt, dass man nie aufhören darf, alles nur Erdenkliche für die Sicherheit im Motorsport zu tun. Es ist der erste tödliche Unfall, den wir in 15 Jahren Le Mans miterleben mussten. Ich hoffe, dass es der letzte bleibt.“

Alle Presseinformationen und weitere Bilder finden Sie unter www.audi-motorsport.info sowie auf der Facebook-Seite von Audi Sport.

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