Audi Kreathon

96 Stunden Innovation: Studenten erarbeiten neue Logistiklösungen

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi R8: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,3 – 11,4; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 287 – 272.
Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Audi R8 Kreathon

36 Studenten und Mitarbeiter basteln vier Tage lang in der R8-Manufaktur in den Audi Böllinger Höfen an innovativen Lösungen, um den Materialfluss in der Logistik zu verbessern. Blog-Autor Alexander Stiehle war vor Ort und hat die Studentin Maren Häusele begleitet.

Ein gewöhnlicher Tag in der Audi R8-Manufaktur: Zahlreiche Montagearbeiter fertigen in Handarbeit den Supersportler von Audi. Mit geübten Handgriffen nimmt der Sportwagen nach und nach Gestalt an.

Inmitten des Produktionsalltags schlappt eine kleine Gruppe von jungen Menschen verschlafen mit Handtücher und Zahnbürste in Richtung Waschräume. Was geht hier vor sich? Alexander Müller, Leiter Logistik Audi Sport GmbH, klärt auf: „Es ist der letzte Tag des Audi R8-Kreathons und die Teilnehmer haben eine lange Nacht hinter sich.“ Seit Freitag sind die Studierenden in der Manufaktur. Tüfteln, entwickeln, essen und schlafen sogar in den Produktionshallen.

Audi Kreathon
In der Audi R8 Manufaktur tüftelten 40 Studenten an neuen Lösungen für die Audi Logistik.

Prototypen aus dem 3D-Drucker

„Heute präsentieren sie ihre Ergebnisse. Einige Gruppen haben noch viel zu tun“, erklärt Müller das eifrige Treiben.

Drei Tage zuvor: Maren Häusele, Studentin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) betritt die Lobby der Manufaktur. Die 23-Jährige ist eine der insgesamt 36 Teilnehmer des Audi R8-Kreathons. „Ziel des Kreathons ist es, dass die Studenten innerhalb von 96 Stunden innovative Lösungen erarbeiten, um den Materialfluss in der Logistik zu verbessern“, erklärt Müller. Dafür hat Audi die R8-Produktion mit spezieller Technik ausgestattet, wie zum Beispiel 3D-Druckern. So können die Studenten ihre kreativen Ideen auch gleich als Prototypen umsetzen.

Maren studiert seit drei Jahren Wirtschaftsingenieurwesen am KIT. „Der Kreathon wurde bei uns in einer Vorlesung vorgestellt“, sagt sie. „Ich wollte die Chance unbedingt nutzen, um auf der einen Seite Audi besser kennenzulernen und auf der anderen Seite tiefer in die Logistikprozesse einzutauchen. Laura, meine beste Freundin, ist auch dabei. Das macht die Sache umso besser.“

Und genau das sollen die Studenten auch machen: In die Prozesse eintauchen und sie optimieren. Nachdem alle Studenten eingetroffen sind, geht es los mit einer Führung durch die Logistik , damit die Teilnehmer einen ersten Eindruck von den Prozessen bekommen. Am Nachmittag finden sich die Studenten in Arbeitsgruppen zusammen und es stellt sich die wichtigste Frage: Woran wollen wir arbeiten? „Wir werden jetzt erstmal brainstormen und Ideen sammeln. Das wird wahrscheinlich eine lange Nacht“, sagt sie lachend. Die Logistikspezialisten von Audi und die Studierenden schlagen Projektideen vor.

Audi Kreathon

Von links nach rechts: Markus, Maren, Bernhard, Laura und Ning. Vier Tage lang haben sie zusammen an ihrem Prototypen getüftelt.

Audi Kreathon schafft Raum für Innovationen

Mittlerweile sind zwei Tage vergangen. „Unsere erste Idee haben wir gestern noch verfolgt, abends haben wir sie jedoch verworfen“, sagt Maren. „Seit vergangener Nacht arbeiten wir an einem neuen Prototypen.“ Bei ihrer Gruppe herrscht daher geschäftiges Treiben am Arbeitsplatz: Auf den Tischen liegt ein riesiger Kabelsalat und die Studenten programmieren an ihren Laptops, löten Kabelverbindungen und planen auf ihren Whiteboards das weitere Vorgehen. „Wir waren mit unserer zweiten Idee jetzt relativ schnell und unser Prototyp befindet sich in den letzten Zügen“, sagt Maren zuversichtlich.

Die Gruppe möchte mit ihrem Prototypen den Kommissionierprozess von sogenannten 100 Prozent-Teilen verbessern. „Diese Teile werden in jedes Fahrzeug eingebaut, daher der Name 100 Prozent. Wir möchten mit unserer Lösung sicherstellen, dass auch alle Teile im Kommissionierwagen abgelegt werden“, erklärt Maren. „Unser Prototyp überprüft mit einer Kamera den Wagen und gibt dem Kommissionierer ein grünes Lichtsignal, wenn die richtige Anzahl an Teilen im Behälter liegt. Allerdings gibt es gerade noch Probleme mit dem Signal.“

Am letzten Tag des Kreathons strahlt Maren über das ganze Gesicht: „Noch in der Nacht haben wir das Problem mit dem Lichtsignal gelöst“, sagt sie. „Jetzt ist unser Prototyp so gut wie fertig.“ Dementsprechend macht Marens Gruppe einen relativ entspannten Eindruck. An den anderen Tischen hingegen tüfteln die Studenten noch hochkonzentriert.

Dann wird es ernst: Die Studenten präsentieren ihren jeweiligen Prototypen in Form einer Inhouse-Messe 80 Audi-Mitarbeitern. Die Produktions- und Logistikexperten nehmen sich viel Zeit für die Ideen, hinterfragen und diskutieren mit den Studenten die zehn Projekte. Dafür haben einige Studenten ihre Jeans durch einen schicken Anzug eingetauscht.

Audi Kreathon
Laura präsentiert den gemeinsam entwickelten Prototypen.

Das Projekt von Marens Gruppe schneidet gut ab: „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Es waren unglaublich interessante, aber auch sehr intensive vier Tage“, sagt sie. „Der Spirit, der hier herrscht, trieb uns alle zu kreativen Höchstleistungen an.“ Favorit der vier Tage war eine App, die ebenfalls KIT-Studenten entwickelt haben. Sie haben mit ihrer App den Prozess digitalisiert, der abläuft, wenn ein Teil nachträglich zur Montagelinie gebracht werden muss. Durch die App kann der Kommissionierer über einen QR-Scan die Entnahme oder das Zurücklegen von Teilen verbuchen. Papierkram entfällt, der Ablauf wird effizienter und die Prozesssicherheit verbessert.

Logistikleiter Müller bringt es in seiner Abschiedsrede auf den Punkt: „Asphaltierte Wege zu gehen, ist schnell und einfach, aber dabei bleiben oft innovative Lösungen auf der Strecke. Die letzten vier Tage haben wir einen neuen Weg beschritten und das Ergebnis spricht für sich.“

Snapchat-Moderator Alexander Nast war zwei Tage vor Ort und hat vom Kreathon berichtet. Wer noch mehr Eindrücke vom Kreathon bekommen möchte, findet seine Snapchat-Story auf Facebook.

Maren und Freundin Laura halten ihre erste Ideen zum Prototypen fest.

1/4

Um nicht nur Ideen theoretisch zu Papier zu bringen, gibt es für die Studenten auch einen 3D-Drucker zum Ausdrucken ihrer Prototypen.

2/4

All ihre Ideen hat das Team rund um Maren auf dem Whiteboard festgehalten.

3/4

In der Lobby bekamen die Studenten einige Initialvorträge, um einen Einblick in die Prozesse der R8-Manufaktur zu bekommen.

4/4
Die Audi Böllinger Höfe
Aus dem Audi MediaCenter

96 Stunden Innovation: Audi R8-Kreathon in den Böllinger Höfen

Vom 25. bis 28. November veranstaltet Audi Neckarsulm in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fördertechnik der KIT Karlsruhe und dem Technikhändler „Conrad Electronic“ den ersten Audi R8-Kreathon. Bei der Veranstaltung erarbeiten die Teilnehmer innerhalb von 96 Stunden kreative Hacks und innovative Lösungen für die Logistik der Manufaktur.

Weiterlesen

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.