Audi Sport Abt Scheaffler Team feiert Sieg von Lucas di Grassi

Lucas di Grassi & Audi überzeugen bei Rückkehr des Schweizer Motorsports auf und neben der Strecke

Audi Pilot Lucas di Grassi holt Formel-E-Sieg in Zürich

Beim historischen ersten Zürich E-Prix der Formel E überzeugte Audi Pilot Lucas di Grassi auf ganzer Linie: zunächst mit seinem ersten Saisonsieg, dann mit beachtlichen Haltungsnoten bei einem Sprung in den Zürichsee.

Lucas di Grassi springt nach seinem Sieg in den Zürichsee
Lucas di Grassi springt nach seinem spektakulären Sieg in den Zürichsee.

Als sich der Formel-E-Rennsonntag dem Ende neigt, muss Lucas di Grassi noch einmal all seinen Mut aufbringen. Zaghaft tastet er sich noch einmal an den Abgrund vor und blickt hinab. Einen Ausweg gibt es nicht. Euphorische Anfeuerungen, überall Kameras und gezückte Smartphones. Nass ist er ohnehin schon vom Champagner, also Augen zu und durch. Ein kurzer Anlauf, dann eine Art Radschlag aus mehreren Metern Höhe. Jubel beim Team Audi Sport ABT Schaeffler, als der amtierende Champion im Zürichsee unbeschadet wieder auftaucht. Ein nicht alltäglicher Abschluss eines ganz und gar nicht alltäglichen Events in Zürich. Denn seit einem schweren Unfall in Le Mans 1954 waren Rundstreckenrennen in der Schweiz verboten.

Das erste Formula-E-Rennen in der Schweiz

Mit Blick auf die Formel E beschloss der Bundesrat Ende 2015 jedoch eine Ausnahmebewilligung für elektrisch angetriebene Fahrzeuge – der Weg für die Rückkehr des Schweizer Motorsports war geebnet. Dass der erste Zürich E-Prix allerdings derart gigantisch würde, hatten vermutlich nur die Wenigsten erwartet. Weit mehr als 100.000 Besucher kamen im Laufe des Rennsonntags an die Rennstrecke – eine Rekordkulisse für die Formel E. Bei strahlendem Sonnenschein und schwül-warmen 28 Grad Celsius bekamen die Zuschauer einiges geboten.

Zum Beispiel eine furiose Runde von Audi Pilot di Grassi im 1. Freien Training. Gleich am frühen Morgen setzte der Brasilianer den neuen Streckenrekord, an den im weiteren Tagesverlauf kein anderer Fahrer mehr herankommen sollte. Somit war von vornherein klar: Der Audi e-tron FE04 würde auf dem anspruchsvollen Straßenkurs von Zürich gut laufen. Im Qualifying haderten di Grassi und Teamkollege Daniel Abt allerdings einmal mehr mit ihrem Losglück. Beide mussten zu einem frühen Zeitpunkt der Gruppenphase auf ihre schnelle Runde gehen und hatten demnach mit schlechteren Grip-Verhältnissen zu kämpfen. Am Ende verpassten beide knapp die Top 5, die zur anschließenden Super-Pole qualifiziert hätten. Trotzdem ging di Grassi nach der Strafversetzung eines Konkurrenten von Startplatz fünf ins Rennen, Abt startete als Neunter.

Der Audi e-tron FE04 mit der #1 von Lucas di Grassi
Lucas di Grassi erzielt im freien Training den neuen Streckenrekord mit dem Audi e-tron FE04.

Daniel Abt unverschuldet in Unfall verwickelt

Daniel Abt auf der Rennstrecke mit dem Audi e-tron #66
Daniel Abt fährt vor der Rekordkulisse in Zürich auf Rang 13.

Nach seinem beeindruckenden Sieg in Berlin verlief der Zürich E-Prix für den Deutschen Abt unglücklich, ohne dass er etwas dafür konnte. Gleich in der ersten Runde fuhr ihm Nelson Piquet jr. von hinten ins Auto, sodass Abt den Heckflügel verlor. Wenig später musste er an die Box kommen, wo ihm das Audi Team in gerade einmal 13 Sekunden einen neuen Flügel montierte. Mit nun rund 50 Sekunden Rückstand auf die Spitze war das Rennen für den 25-Jährigen nichtsdestotrotz gelaufen – am Ende Platz 13 und keine Punkte in Zürich. Teamkollege di Grassi hingegen bewies einmal mehr seine Stärke im Renntrimm und kämpfte sich binnen 18 Runden mit sehenswerten Überholmanövern von Startplatz fünf an die Spitze vor.

Nach einem schnellen Boxenstopp fuhr der 33-Jährige seinen ersten Saisonsieg souverän nach Hause. Für di Grassi war es das fünfte Podium in Folge – ebenfalls ein Formel-E-Rekord. Zudem ist er neben Sam Bird einer von nur zwei Fahrern, die bislang in jeder Formel-E-Saison ein Rennen gewinnen konnten. Beim Finalwochenende in New York am 14. und 15. Juli kann er sich theoretisch sogar noch den Vizetitel holen.

Primäres Ziel ist jedoch die Teammeisterschaft für Audi Sport ABT Schaeffler, denn Spitzenreiter Techeetah ist nach dem Zürich E-Prix nur noch 33 Punkte entfernt – bei 94 noch zu vergebenen Zählern, die ein Team maximal noch holen kann. Ob di Grassi und Co. im Falle des Titelgewinns in die Mündung des Hudson River springen werden, bleibt abzuwarten.

Die Rückkehr des Schweizer Motorsports

Die Formula E feierte am Wochenende Premiere in der Schweiz. Bei strahlendem Sonnenschein kamen zahlreiche Besucher, um das Rennspektakel in der Züricher Innenstadt zu verfolgen.

Der erste E-Prix in Zürich findet vor gigantischer Kulisse am Zürichsee statt.

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Lucas di Grassi feiert seinen ersten Saisonssieg in Zürich.

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Daniel Abt nahm sich bei der Autogrammstunde gerne die Zeit um Fotos mit seinen Fans zu machen.

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Formel E, Zürich E-Prix 2018
Aus dem Audi MediaCenter

Formel E: Historischer Sieg für Audi vor Rekordkulisse in Zürich

Titelverteidiger Lucas di Grassi hat Audi in der Elektro-Rennserie Formel E einen historischen Sieg beschert. Der Brasilianer gewann in Zürich vor einer Rekordkulisse den ersten E-Prix auf Schweizer Boden.

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