Daniel Abt in Audi e-tron FE04 bei Paris E-Prix

Elektrisierende Aufholjagden um Napoleons Grab

Audi-Piloten auf der Überholspur bei Formel-E-Rennen in Paris

Ein Elektroauto-Rennen um das Grab Napoleons herum, der Eiffelturm im Hintergrund, und eine äußerst anspruchsvolle Strecke - Paris begrüßte am Wochenende zum dritten Mal die Formel E und wurde zur echten Herausforderung für die beiden Audi-Piloten.

Daniel Abt Audi e-tron FE04 #66 bei Formel E Paris E-Prix
Formel E in Paris: Vor beeindruckender Kulisse haben die Audi-Piloten Lucas di Grassi und Daniel Abt in Paris begeistert und insgesamt elf Positionen gut gemacht.

In Paris ist alles ein bisschen anders. Kein temporäres Zelt, in dem die Journalisten zum Rennen Bericht erstatten, nein. Das Schild „Media-Centre“ hängt in der französischen Hauptstadt vielmehr vor einem altehrwürdigen Gemäuer und lädt in einen langen Saal ein. Tische, Stühle und Bildschirme sind provisorisch aufgestellt worden, klassische Malereien schmücken die hohen Wände. Ungeachtet dessen läuft das WLAN schnell und flüssig.

Draußen bietet sich ein ähnlich widersprüchliches Bild: Rings um den architektonisch imposanten Invalidendom, der 1840 zur Grabstätte für Kaiser Napoleon I. umgebaut wurde, rasen Elektroautos.

Bereits zum dritten Mal ist die Formel E zu Gast in Paris. Kaum eine Strecke liegt derart zentral in der Stadt – im Hintergrund ragt der Eiffelturm als beliebtes Fotomotiv in den Himmel. Der „Circuit des Invalides“ zählt mit 1,92 Kilometern Länge zu den kürzesten Kursen der Formel E, und ebenso zu den engsten. Somit war von Anfang an klar: Überholen würde im Rennen zu einer echten Herausforderung – ein guter Startplatz muss also her.

Die Trainingsleistung der beiden Audi-Piloten am Samstagmorgen machte durchaus Hoffnung: Lucas di Grassi setzte in der zweiten Session die schnellste Runde des gesamten Wochenendes und brach damit den Streckenrekord aus dem Vorjahr. Dass dem amtierenden Formel-E-Meister der Straßenkurs von Paris liegt, hatte er bereits mit seinem Sieg beim Debütrennen in der „Stadt der Liebe“ vor zwei Jahren bewiesen. Einen zusätzlichen Motivationsschub holte sich di Grassi im Vorfeld des Rennsamstags, als er zum weltweiten Botschafter der Vereinten Nationen (UN) für saubere Luft („Clean Air“) ernannt wurde. Der Audi-Werksfahrer sprach nach seiner Ernennung von einer „sehr großen Ehre“.

Lucas di Grassi in Audi e-tron FE04 #1 bei Formel E Paris E-Prix

Nur nicht ablenken lassen: Bei einer so schönen Rennstrecke gilt für alle Fahrer umso mehr, die Augen auf der Strecke zu lassen und fokussiert zu bleiben.

Im Qualifying sollte es dennoch nicht wie gewünscht laufen, denn beide Audi-Piloten hatten bei relativ niedrigen Streckentemperaturen Schwierigkeiten, ihre Reifen ins optimale Arbeitsfenster zu bringen. Abt legte mit einer mittelmäßigen Runde vor, die ihm nur den 14. Startplatz einbrachte. Di Grassi hingegen scheiterte um gerade einmal 0,005 Sekunden an der Super-Pole, dem finalen Shoot-out der Top-5-Fahrer um die Pole-Position. Startplatz sechs folglich für ihn. Im Rennen waren deshalb erneut die Überholqualitäten der beiden Audi-Fahrer gefragt.

Beide Audi-Piloten kämpfen sich nach vorn

Eine überragende Anfangsphase beim Paris E-Prix erwischte Abt. Der Kemptener überholte bereits in der ersten Rennhälfte sieben Konkurrenten und brachte sich in eine gute Position.

Mit seinem FANBOOST ging er kurz vor dem Ende auch noch an Renault-Ass Sebastien Buemi vorbei, doch der Schweizer konterte mit einem harten Manöver auf den letzten Metern. „Leider habe ich in der letzten Runde noch einen Platz verloren, weil mein ‚bester Freund‘ Buemi der Meinung war, mich in der Schikane torpedieren zu müssen“, erklärt Abt, der letztlich Siebter wurde, mit einer Prise Sarkasmus.

Auch di Grassi bahnte sich abermals resolut seinen Weg durchs Fahrerfeld. In der ersten Rennhälfte sparte er viel Energie, sodass er zwei Runden später als die Führenden an die Box kommen konnte und demnach gegen Rennende mehr Energie zum Attackieren übrig hatte. Diese nutzte der Brasilianer geschickt, um zum dritten Mal in Folge den zweiten Platz zu holen.

Porträt Daniel Abt in Rennanzug mit Sonnenbrille
Auch ohne Siegertreppchen zufrieden mit der Leistung: Daniel Abt konnte sich von Startplatz 14 während des Rennens bis Platz 7 nach vorne kämpfen.

Lucas di Grassi ist dadurch trotz vier punktloser Rennen zum Saisonstart bereits Gesamtfünfter. Nur zwei Punkte hinter ihm folgt Teamkollege Daniel Abt. Dank eines abermals starken Teamergebnisses ist Audi Sport ABT Schaeffler auf den dritten Gesamtrang der Teamwertung vorgerückt. Eine hochspannende Formel-E-Woche in Frankreich, die am Donnerstagabend mit einem Besuch in der Audi City Paris begonnen hatte, nahm somit erneut ein erfreuliches Ende. Beste Voraussetzungen also für das nächste Rennen am 19. Mai – das Audi-Heimspiel in Berlin.

Lucas di Grassi spritzt Champagner bei Siegerehrung nach Rennen E-Prix in Paris

Ein Grund zum Feiern: Zum dritten Mal in Folge belegte Audi-Pilot Lucas di Grassi den zweiten Platz - insgesamt ist es der 23. Podiumsplatz während seiner Karriere als Formel E-Fahrer.

Formel E, Paris E-Prix 2018
Aus dem Audi MediaCenter

Audi mit elektrisierenden Aufholjagden in Paris

Auch beim achten Lauf der Elektro-Rennserie Formel E in Paris haben Lucas di Grassi und Daniel Abt die Zuschauer mit spektakulären Aufholjagden elektrisiert. Nach einem schwierigen Qualifying machten die beiden Audi-Piloten im Rennen insgesamt elf Positionen gut. Di Grassi wurde zum dritten Mal in Folge Zweiter, Abt fuhr von Startplatz 14 auf Rang sieben nach vorn.

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