Eine Million Kilometer auf dem Tacho

Mit einem Audi R8 unterwegs auf den Renntracks Europas

Nardo R8. Der Name auf dem Nummernschild ist Programm. Wer sein Auto nach einer Rennstrecke in Apulien benennt, muss eine spezielle Beziehung zu ihm haben. So wie der US-Amerikaner Erik Dietz. Woher seine Liebe zum R8 rührt und warum er darin eine Million Kilometer auf den Tacho bringen will.

Erik Dietz zeigt auf Sponsor Michelin
Erik Dietz und seine große Leidenschaft – sein Audi R8 namens Nardo R8. Der US-Amerikaner tourte mit seinem Auto über die Rennstrecken Europas.

Nürburgring – Erik kann es immer noch nicht fassen. Der 27-Jährige dreht gerade ein paar Runden auf der Nürburgring-Nordschleife – mit seinem eigenen Auto. Europäer zucken da nur mit den Schultern. Doch Erik wohnt in der Nähe von San Diego in Kalifornien und ließ für diese Fahrt seinen Audi R8 extra auf den alten Kontinent verschiffen.

Nur um die „Grüne Hölle“ zu erfahren? „Ja, aber auch nicht ganz, ich klappere gleich ein paar Rennstrecken mehr ab, wenn ich schon mal hier bin“, grinst Erik und seine schneeweißen Zähne kommen zum Vorschein.

Der große Traum: ein eigener Audi R8

Autos sind sein Leben. Schon immer. Als er 2008 den Film Ironman sieht, weiß er: So einen R8 will er auch eines Tages besitzen. Seine Freunde belächeln ihn, denn seine Familie hat schon Mühe, ihn überhaupt satt zu bekommen. Doch Erik lässt sich nicht entmutigen, lernt und arbeitet mehr als seine Mitschüler. In der Highschool verliebt er sich immer mehr in die Marke, die für ihn so ganz anders ist als die anderen Premiumhersteller: sportlich, exklusiv und vor allem mit einer einzigartigen Geschichte. „Audi hatte nicht schon früh viele Erfolge auf der Rennstrecke, sondern auch abseits der Piste im Rallyesport. Das finde ich immer noch faszinierend“, sagt er. Vor allem der Pikes-Peak-Sieg 1987, die Trans-Am 1988 und die IMSA-Erfolge ein Jahr später imponieren ihm bis heute.

Erik Dietz steht vor Audi R8

Erik Dietz ist seit der Highschool ein großer Audi-Fan.

Erfolg spornt an. So auch Erik Dietz. Mit Anfang 20 gründet er seine ersten Firmen, spezialisiert auf die Vermittlung von Schüler-Nachhilfen und Geschäftskontakten. Für seine Außentermine kauft er sich 2010 seinen ersten Audi. „Der Audi A5 fährt sportlich, fällt aber nicht auf, ist damit ein idealer Geschäftswagen“, begründet er seine Entscheidung von damals. Die Marke mit dem Understatement gefällt ihm immer besser, passt gut zu seinem Lebensstil.

Warum es für Erik ein Audi R8 mit manuellem Getriebe sein musste

Die Geschäfte laufen super und Erik kann sich 2015 endlich seinen Traum erfüllen: einen Audi R8 in Nardograu mit 4.2 V8 und manuellem Sechsgang-Getriebe. „Auch wenn eine Automatik oder ein Doppelkupplungsgetriebe schneller schalten, gefällt mir das manuelle Getriebe besser. Denn ich bin mit dem Auto eins, bin ein Teil von ihm, weil es mich permanent fordert. Das liebe ich einfach“, sagt der Amerikaner. Für ihn ist der R8 die perfekte Mischung aus Sportlichkeit, Design, Mittelmotor, Alltagstauglichkeit und ganz viel Seele.

Eigentlich wollte er bereits vor drei Jahren mit dem Auto über europäische Rennstrecken fahren, nach der Abholung seines Autos im Audi-Werk. Doch sein Vater wurde schwerkrank und Erik entschied sich, zurückzufliegen und sich um ihn zu kümmern. Die Europa-Tour hatte sich bei ihm aber im Hinterkopf festgesetzt.

Vergangenes Jahr begann er dann mit den ersten Vorbereitungen, fand Michelin als Sponsor und stellte in acht Monaten eine umfangreiche Europa-Tour auf die Beine. Auf dem Programm: das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, Nürburgring, Hockenheimring, Zandvoort, Spa, Nardo und das Testgelände von Michelin sowie zahlreiche europäische Städte.

Audi R8 Frontansicht
Mit dem Audi R8 über die Straßen Europas: Erik Dietz kann diesen Punkt auf seiner Bucketlist abhaken.

Die Bilanz: 120 Trackdays und 180.000 Kilometer in drei Jahren

„Die Tour ist das Abarbeiten meiner Bucket-List, der absolute Traum, und dann noch mit dem eigenen Auto“, sagt er und grinst. „Ich liebe Roadtrips, bin gerne unterwegs, kann dabei telefonieren, Musik hören oder einfach nur still das Fahren genießen. Wenn hinter mir der V8 säuselt, fühle ich mich einfach rundum wohl.“

Nummernschild NARDO R8
Erik Dietz verewigt die Nordschleife auf seinem Audi R8.

Sein R8 ist nicht irgendein R8. Es ist der letzte gebaute R8 mit manuellem Sechsgang-Getriebe. Doch Erik schont seinen Sportwagen nicht, fährt ihn täglich. Wenn es sein muss, bis zu 20 Stunden. 117.000 Meilen, rund 180.000 Kilometer, spulte der Zweisitzer in den vergangenen drei Jahren bislang ab, bekam dafür nur regelmäßige Inspektionen, frisches Öl und ein paar neue Reifen – geschuldet etwa 120 Trackdays. Nur wenige Details modifizierte der Amerikaner an seinem Sportwagen, darunter Renn-Bremsen, verstellbare Dämpfer mit separaten Behältern, Liftsystem, Räder und ein Sicherheitskäfig. Eine Klarsichtfolie schützt den Lack vor Steinschlägen. Der Rest bleibt im Serienzustand. „Motor und Getriebe arbeiten großartig, da gibt es nichts zu verbessern“, sagt er.

Eine Million Kilometer auf dem Tacho

Der Grund für seine Touren liegt sicherlich in seiner Liebe zum Auto. „Ich will aber auch zeigen, dass der Audi nicht nur auf Rennstrecken schnell, sondern absolut zuverlässig ist und als Alltagsauto funktioniert. Das ist auch der Grund, warum ich die eine Million auf dem Tacho mit ihm voll machen will“, sagt Erik. Und das meint er völlig ernst.

Für lange Touren packt er dann ein selbstentwickeltes Rack auf die Heckscheibe, schnallt eine Dachbox oben drauf und lädt sein Gepäck ein. „Wenn ich alleine bin, reicht mir der Platz im Auto. Aber wenn meine Freundin mitkommt und es ein paar Tage auf Tour geht, wird es sonst zu eng“, sagt er.

Nächstes Ziel: Alle Bundesstaaten der USA durchqueren

Nach dem Europa-Trip will Erik den Sportwagen nach New York verschiffen und dann quer durch die USA wieder zurück nach Kalifornien fahren. Nächstes Jahr stehen Touren nach Alaska und Hawaii auf dem Programm. „Dann habe ich alle 50 Bundesstaaten mit meinem Auto bereist. Ist das nicht cool?“, fragt er und gibt sich die Antwort mit einem breiten Grinsen selbst. „Audi-Fahrzeuge können einfach überall schnell sein. Mit meinem R8 fahre ich auch auf Schotter, bin schon quer durch das Death Valley mit ihm gefahren. Das hat gut funktioniert“, sagt er. Nur für ganz hartes Gelände setzt er seinen Pick-up-Truck ein.

Audi R8 während der Fahrt

Für Erik Dietz ist sein Audi R8 die perfekte Mischung aus Sportlichkeit, Design, Mittelmotor, Alltagstauglichkeit und ganz viel Seele.

Der Mittelmotor knistert nach ein paar Runden auf dem Nürburgring wie heimeliges Kaminfeuer, als Erik den Audi parkt. Über den Bremsen flimmert die Luft. „Wow, die Nordschleife ist besser als alle gesagt haben, die absolute Traumstrecke. So lang, so unterschiedlich“, sagt er. „Da brauche ich wohl ein Leben, um sie perfekt zu fahren.“ Bis zum millionsten Kilometer hat er ja noch ein paar Jahre 😉

Faszination Audi

Erik Dietz hat sich seinen großen Traum von einem eigenen Audi R8 erfüllt. In den ersten drei Jahren fuhr er stolze 180.000 Kilometer auf den Sportwagen. Sein ambitioniertes Ziel? Eine Million Kilometer knacken.

Eine Million auf dem Tacho: Das will Erik Dietz mit dem Audi R8 erreichen.

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Erik Dietz und sein Audi R8 in Action bei einer Fahrt im Audi driving experience center in Neuburg an der Donau.

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Nach seinem Europa-Trip hat Erik Dietz bereits sein nächstes großes Ziel vor Augen: alle Bundesstaaten der USA zu durchqueren.

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Audi R8 V10
Aus dem Audi MediaCenter

Audi R8

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Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 13,4 – 12,6; CO2-Emission kombiniert in g/km: 306 – 287. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

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