Audi RS 4 und Audi RS 4 B5 auf der Straße

Vier packen das

Audi RS 4: erste trifft vierte Generation

Wer die Zukunft gestalten will, muss seine Vergangenheit kennen. Deshalb hat sich Blog-Autor Maximilian Kranl den neuen Audi RS 4 geschnappt und im Altmühltal den Besitzer seines Urahnen getroffen. Eine unvergessliche Ausfahrt, bei der es zwei Sieger gibt - aber nur ein Auto, das an Ort und Stelle hätte verkauft werden können.

Audi RS 4 vor Restaurant
Treffen zwischen Jung und Alt: Für Audi Blog-Autor Maximilian Kranl ging es zur Ausfahrt mit dem neuen Audi RS 4 mit Fast-Namensvetter Maximilian Karl und dessen Audi RS 4 der ersten Generation.

Endlich verstehe ich, was die Toten Hosen meinten, als sie „an Tagen wie diesen“ sangen. Tatsächlich muss ich mich kurz kneifen, als ich mich früh morgens in der Tiefgarage bei Audi umsehe. Was ich dort abhole? Einen brandneuen Audi RS 4. Misanorot. Keramikbremse. Vollausstattung. Gesucht, gefunden. Das dumpfe Bellen beim Start des Motors holt mich flugs aus dem Traum mitten in einen Traum. Ein solcher jedenfalls verspricht dieser Tag zu werden: Frühsommerliche 21 Grad, praller Sonnenschein. Ab ins Altmühltal. Ich fahre übrigens nicht allein, sondern treffe jemanden, der fast genauso heißt wie ich: Maximilian Karl – Wirtschaftsingenieur bei Audi, Schrauber und: Besitzer des ersten Audi RS 4 B5. Ein Schmuckstück in Avussilber, wurde mir gesagt. Ein Enthusiast, wurde mir gesagt.

Ausfahrt mit dem neuen Audi RS 4

Nun bedarf es keines Grundes, um 450 PS (331kW) auf die wohl schönsten Straßen diesseits der Alpen loszulassen. Dennoch steckt in diesem Treffen zweier Auto-Generationen mehr als das Zirkeln durch Kurve links, Kurve rechts. Es ist auch eine Ode an die gute alte Zeit, als man Gänge noch mit der Hand wechselte und Autos eine Seele attestierte. Mein ortskundiger Begleiter wird uns nicht nur durchs Altmühltal lotsen. Als einer der ersten Privatleute wird er den neuen Audi RS 4 fahren und sein Urteil abgeben. Was wird er wohl sagen? Und welchen würde er am Ende lieber mit nach Hause nehmen? Zum Glück fängt der Tag gerade erst an. Ich widerstehe der Versuchung, den Drive Select-Schalter direkt auf Dynamic zu stellen. Lieber bummle ich in Comfort dahin, 13 Kilometer sind es bis zu unserem Treffpunkt in Eitensheim. Kennst Du nicht? Ich auch nicht. Dafür kennen mich dort jetzt alle. Ob es die Farbe oder die Tatsache ist, dass der RS 4 erst kürzlich vorgestellt wurde – ein Blickfang ist er allemal. Mühelos pfeile ich mit dem schnellen Avant übers Land, wie auf Schienen bahnt er sich seinen Weg, einen Traktor überhole ich mit einem kleinen Zucken des rechten Fußes. Überlegenheit – das trifft es in diesem Moment am besten.

Welchen der RS 4 hätten die beiden Maximilians wohl lieber in der Garage?

Obwohl ich heute im schnelleren Auto sitze, komme ich als Letzter am Treffpunkt an. Auf dem Supermarkt-Parkplatz warten schon der Fotograf und Max mit seinem RS 4. Vollbart, Seitenscheitel, schwarze Sonnenbrille. Dazu Jeans und grauer Pulli –  und schon jetzt ein verschmitztes Grinsen im Gesicht. Da weiß einer, was auf ihn zukommt. „Das ist ein wunderschönes Auto geworden. Man findet beim Design immer noch viele Elemente von meinem wieder: Die breite Spur, die ausgestellten Radhäuser, das knackige Heck“, sagt Max als er mit musternden Blick den Avant umrundet. Wir besprechen nochmal die Route: Sie wird uns über kleine und noch kleinere Orte, durch Wälder und über Hügel bis nach Greding bringen. Immer wieder werden wir dabei die Altmühl kreuzen und uns über die verkehrsarmen Straßen freuen.

Erste gegen vierte Generation: Audi RS 4 Avant

RS 4. Zwei Buchstaben, eine Ziffer – der Inbegriff des Sportwagens in Kombi-Form. 18 Jahre liegen zwischen der ersten und der aktuellen Generation. Klar, der neue ist größer, breiter, schneller, wandlungsfähiger.

Audi RS 4 Lenkrad
Der neue Audi RS 4 vereint High-Performance mit Alltagstauglichkeit. Der 2.9 TFSI-Motor mit einer Leistung 331 kW (450 PS) macht ihn zur sportlichen Speerspitze der A4-Familie.

Trotzdem teilen sie sich eine DNA – das ist unübersehbar. Tatsächlich sind sie sich mit der aktuellen Generation sogar wieder ähnlicher geworden. Lagen dazwischen zwei Modelle mit Hochdrehzahl-V8, vertraut der neue wieder auf das Konzept des B5: Sechszylinder in V-Anordnung, knapp drei Liter Hubraum, zwei Turbolader und Allradantrieb quattro. Das ist das Rezept für High-Performance im Alltag. Wobei: Mit Alltag hat das gerade wenig zu tun. Denn schneller als erhofft, finde ich mich in Max‘ Audi RS 4 wieder. Ein Traum wird wahr. Über 200.000 Kilometer ist der B5 gelaufen. Probleme hatte Max mit dem in der Schweiz ausgelieferten Schmuckstück nie.

Auch wenn 18 Jahre zwischen den beiden RS 4 Brüdern liegen, gibt es bestimmte Ähnlichkeiten: Die breite Spur, die ausgestellten Radhäuser und das kantige Heck.

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Maximilian Karl hat gut lachen: Bei der Vergleichsfahrt lässt er seinen Namensvetter schnell hinter sich.

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Volle Fahrt voraus: Mit den beiden Audi RS 4 ging es durch's kurvige und verkehrsarme Altmühltal.

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Die Vergleichsfahrt beginnt

Während ich beim Blick auf das alte Navi kurz an meinen ersten Gameboy denken muss, gibt Max mir noch zwei – sagen wir: Informationen mit auf den Weg. „Er hat eine Leistungssteigerung auf etwa 440 PS. Und die Kupplung geht recht stramm“, ruft er mir aus dem Neuen zu. Ich bedanke mich nochmal für das Vertrauen und rolle los. Das klappt überraschend problemlos und nach ein paar Kilometern versinke ich in einer Welt aus Ladedruck und Patina. Während Max vor mir souverän Route und Tempo vorgibt und wir ein paar Serpentinen angehen, versuche ich einen Rhythmus zu finden. Die Sitzposition wirkt im direkten Vergleich irgendwie falsch, die Bremse braucht einen festen Tritt, das Fahrwerk ist bretthart und bis 4.000 Umdrehungen klafft ein Turboloch. Doch einmal drin, macht alles Sinn. Bremsen. Runterschalten. Einlenken. Rausbeschleunigen. Kurve um Kurve bis zur Ekstase. Hier muss man noch arbeiten, um schnell zu sein. Umso größer ist die Freude, vom neuen RS 4 zumindest noch die Rücklichter erkennen zu können.

Heckansicht Audi RS 4 und Audi RS 4 B5

Youngtimer-Besitzer Maximilian zieht vorbei am Audi Blog-Autor im Audi RS 4 B5. Im Vergleich mit seinem direkten Vorgänger, einem freisaugenden Hochdrehzahl-V8-Aggregat, erreicht der neu entwickelte V6-Biturbo bei Durchzugskraft und Effizienz eine völlig neue Dimension. Der neue Motor beschleunigt den RS 4 in 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h.

Und Max? Der ist mir trotz meiner Mühen enteilt, hat das Auto knisternd am Marktplatz in Greding abgestellt und sich eine Zigarette angesteckt. Durchatmen. „Geiles Teil“, sagt er sichtlich erleichtert, sein Auto wohlbehalten wiederzusehen. „Es ist wirklich erstaunlich, wie viel sich in knapp 20 Jahren getan hat. Der Motor vom neuen ist eine Wucht. Das Drehmoment unten raus ist irre und das Getriebe schaltet perfekt. Er lässt sich sehr schön fahren“, bilanziert er. Um das Klischee komplett zu machen, holen wir uns eine Leberkassemmel und setzen uns an den Brunnen vor die Autos. Ein guter Moment, um ihm das zumindest theoretische Angebot zu machen, sich einen von beiden aussuchen zu können. „So toll der neue ist – ich bleibe bei meinem. Alte Autos faszinieren mich einfach, die Handschaltung würde mir wahrscheinlich fehlen“, sagt Max in einem bedauernden Ton.

Eine innige Verbindung zwischen Mensch und Maschine

Dabei kann ich ihn gut verstehen: Der Charme des Alten hat auch mich beeindruckt: Er hat einfach etwas Hemdsärmeliges, die Verbindung zwischen Mensch und Maschine ist inniger, die Fahrt noch mehr ein Erlebnis. Wir sitzen also noch eine Weile, philosophieren über die Technik und einigen uns schließlich darauf, dass man beide in der Garage haben müsste. Als wir zurück in die Autos steigen wollen, hält ein schwarzer BMW neben Max‘ altem RS 4. Der Fahrer fährt die Fensterscheibe runter, beugt sich raus und ruft Max zu, ob sein Auto zum Verkauf stehe. Man kann Max einen gewissen Stolz jetzt förmlich vom Gesicht ablesen. Schnell schüttelt er den Kopf und erwidert: „Sorry, den geb‘ ich nicht her.“ Es scheint, als gingen heute doch nicht alle Träume in Erfüllung.

Audi RS 4 und Audi RS 4 B5 auf einer Brücke
Ein stimmiges Bild: Die beiden RS 4 Familienmitglieder während der Ausfahrt.

Ausflug ins Altmühltal mit dem Audi RS 4 der ersten und vierten Generation

Bei der Vergleichsfahrt zwischen dem neuen Audi RS 4 Avant und dem Audi RS 4 der ersten Generation im Altmühltal ging es über kurvige Landstraßen und verkehrsruhige Straßen. Am Ende lässt der Jüngere den RS 4 der ersten Generation zurück. Die beiden Familienmitglieder im Vergleich:

Eine zweifarbige Audi Sport Einstiegsbeleuchtung und die beleuchteten Einstiegsleisten mit RS 4-Schriftzug empfangen den Fahrer beim Einstieg.

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Das schwarz gestaltete Exterieur betont den sportlichen Charakter des neuen RS 4. Die Sportsitze sind beheizbar, mit einer Kombination aus Leder und Alcantara überzogen und sorgen für Komfort mit einer Lendenwirbelstütze.

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Neben serienmäßigen Scheinwerfen mit LED-Technologie, gibt es optionale Matrix LED-Scheinwerfer, die abgedunkelte Blenden enthalten. Neben ihnen befinden sich zusätzliche seitliche vertikale Lufteinlässe, die den High-Performance-Avant noch breiter wirken lassen. quattro-Blister unterstreichen die Wölbungen an beiden Seiten um jeweils 30 Millimeter.

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So sieht es beim Senior aus: Der Scheinwerfer beim RS 4 der ersten Generation ist noch deutlich kleiner.

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Das RS-Multifunktions-Sortlederlenkrad bietet Multifunktionstasten für ein komfortable Steuerung des Infotainmentsystems. Der Lenkradkranz ist mit dem typischen RS-Emblem versehen.

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Das Lenkrad des Audi RS 4 – auch vor 18 Jahren bereits mit RS-Emblem.

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Der Singleframe-Kühlergrill mit dreidimensionaler Wabenstruktur ist deutlich breiter und flacher. Auf ihm befinden sich der quattro-Schriftzug und das RS 4-Emblem.

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Der Kühlergrill der ersten RS 4-Reihe ist kleiner und mit anderen Lufteinlässen ausgestattet. Elemente wie die breite Spur, die Radhäuser und das Heck sind ähnlich geblieben.

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Audi RS 4 Avant
Aus dem Audi MediaCenter

Audi RS 4 Avant

Die Audi Sport GmbH feiert auf der IAA 2017 die Weltpremiere des neuen Audi RS 4 Avant (Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,8; CO2-Emission kombiniert in g/km: 200-199). Er vereint High-Performance mit enormer Alltagstauglichkeit. Sein 2.9 TFSI-Motor mit 331 kW (450 PS) und 600 Nm Drehmoment macht ihn zur sportlichen Speerspitze der A4-Familie. Der serienmäßige quattro-Antrieb verteilt die Kraft des V6-Biturbo auf alle vier Räder. Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,8 CO2-Emission kombiniert in g/km: 200-199* *Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit ...

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Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi RS4 Avant: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,8 ; CO2-Emission kombiniert in g/km: 200 – 199. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

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