Audi Smart Factory Hackathon

Hacken ausdrücklich erwünscht!

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi A3: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,3 – 3,9; CO2-Emission kombiniert in g/km: 144 – 102.

Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Audi Smart Factory Hackathon 2017

Modular, vernetzt, intelligent: Die Vision von der Audi Smart Factory steht. Daten sind der Weg zum Ziel, doch wie kann Audi diese nutzen? Beim Audi Smart Factory Hackathon erarbeiten Teams aus aller Welt innovative Lösungen für die Fabrik der Zukunft. Welche Idee am Ende überzeugte hat Audi Blog-Autorin Sonja Schuster recherchiert.

19 Teams aus aller Welt nahmen am Smart Factory Hackathon 2017 teil.
19 Teams aus aller Welt nahmen am Smart Factory Hackathon 2017 teil.

Mittwoch, 12 Uhr – Eine ausgewählte, internationale Hackerszene trifft sich in Ingolstadt zum zweiten Audi Smart Factory Hackathon. Die Stimmung ist entspannt, es geht um Codes, Algorithmen und um die Audi-Produktion. „Der Audi Smart Factory Hackathon ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, innerhalb kürzester Zeit Softwarelösungen für konkrete Anwendungsfälle aus der Produktion zu entwickeln und entsprechende Prototypen zu programmieren“, erklärt Organisatorin Kathrin Schwinghammer. Dafür lädt Audi Teams aus der ganzen Welt nach Ingolstadt ein.  Bei der Werkführung am Nachmittag erhalten die 82 Teilnehmer einen exklusiven Einblick, wie A3 und Co. heute hergestellt werden.

Bereits hier im Fokus: Wie kann die Nutzung von Daten die Arbeit optimieren. Schneller, besser, kostengünstiger. Nicht umsonst will Audi seine Fahrzeuge in Zukunft im effizientesten Produktionsnetzwerk der Welt herstellen. Dabei helfen soll ein Blick von außen, ohne Regeln, ohne Hierarchie, ohne „ja, aber“.

Nerds von heute sind die CDOs von morgen

Donnerstag, 9 Uhr – Der Countdown läuft. Ganz unspektakulär beginnt die Uhr auf den Bildschirmen zu laufen. 25 Stunden ticken nach unten, ganz im Sinne von „The extra hour“ – die symbolische 25. Stunde steht bei Audi für den Zeitgewinn durch autonomes Fahren. Große Aufregung ist nicht zu spüren, die Teilnehmer wirken konzentriert. Am Abend zuvor haben sie aus insgesamt elf unterschiedlichen Use-Cases ihr Thema ausgewählt. Jetzt geht es darum, die Daten zu sichten und zu bewerten, sich nochmal mit den Experten von Audi zu beraten und dann im Team einen Lösungsansatz zu entwickeln. Brainstorming wohin man sieht. Schließlich geht es darum, der Jury und dem Publikum schon am nächsten Tag eine programmierte Lösung vorzustellen. „No pressure – die Erwartungen sind hoch!“, so das inoffizielle Motto des Tages.

Svenja Seip nutzt ein Bobbycar, um komplexe Zusammenhänge einfach zu erklären.

Mit einem Bobbycar erklärt Svenja Seip vom Team „Tricycle“ komplexe Zusammenhänge anschaulich und humorvoll.

Lösungsansätze mit Zukunftspotenzial

Von den im letzten Jahr entwickelten Software-Prototypen wurden 90 Prozent als Projekte bei Audi weiterverfolgt. Drei Teams konnten mit ihren Ideen sogar ein eigenes Start-up gründen. Es lockt als Preis also nicht nur eine Audi driving experience, sondern vielmehr eine Karriere bei Audi. „Die Veranstaltung bietet uns die Möglichkeit, mit jungen IT-Talenten in Kontakt zu kommen“, bestätigt Kristina Hoffer. Die Personalreferentin ist als Teil des Organisationsteams für das Bewerbermanagement der Teilnehmer zuständig.

Donnerstag, 22 Uhr – An ihre zukünftige Karriere denken die Chief Digital Officers (CDOs) von morgen nicht. Es gilt erst einmal, die nächsten Stunden zu bewältigen. Inzwischen sind alle Teams tief in ihr jeweiliges Thema eingestiegen, es wird diskutiert, analysiert und programmiert, wie zum Beispiel bei „Susita AI“. Die fünf Israelis sind aus Tel Aviv angereist und genießen die entspannte Atmosphäre des Wettbewerbs. Vor allem die Werksführung war für die Jungs „crazy cool“. Jetzt geht es darum, eine Möglichkeit zu finden, wie Highspeed-Aufnahmen, die beim Laserstrahl-Löten im Karosseriebau gemacht werden, analysiert und automatisiert ausgewertet werden können. Ob das Ingolstädter Team „Flying Codemen“ im Raum nebenan einen Heimvorteil hat, lässt sich bislang nicht sagen.

Die Audi-Mitarbeiter und die Teams im regen Austausch.
Audi‑Experten aus Produktion und IT unterstützten als Mentoren bei der Bearbeitung der Wettbewerbsbeiträge.

Die Studenten der Technischen Hochschule sind das erste Mal bei einem Hackathon dabei und wollen „vor allem austesten, wie gut wir sind“. Sie haben am Vortag ihr Wunschthema erhalten: „Predictive Maintenance für Kleber-Dosierer“. Die große Frage: Wie genau lässt sich der Verschleißzustand vorhersagen, wenn man die Verlaufsdaten über den Klebeauftrag analysiert? Mit diesem Problem beschäftigen sich auch „exe-v0.1“.

Mehr als 40 Audi-Experten aus Produktion und IT sind rund um die Uhr vor Ort, um den Talenten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mittendrin Stefanie Augustine vom Audi P-Lab. Sie bereitet die Teams auf die Abschlusspräsentationen vor. Denn sind die 25 Stunden abgelaufen, hat jedes Team nur drei Minuten auf der Bühne, um die Jury und das Publikum von sich zu überzeugen. „Die große Kunst beim Pitch ist es, die Fragestellung sowie die Ergebnisse in der kurzen Zeit möglichst einfach und verständlich darzustellen, und gleichzeitig den Nutzen für Audi hervorzuheben“, erklärt sie.

Die Teilnehmer sind sich bei der Präsentation bewusst - der Pitch muss sitzen.

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Kreative Pausen müssen sein.

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Die sechsköpfige Jury von Audi lauscht gespannt dem Vortragenden.

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Frauenpower – auch beim Programmieren.

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Der Pitch muss sitzen

Freitag, 7 Uhr – Geschlafen wurde letzte Nacht wenig. Der Ehrgeiz ist groß, inzwischen wird an der Abschlusspräsentation gefeilt. Nur noch drei Stunden, dann ist der Countdown abgelaufen und alle Daten müssen abgegeben sein. Bis 10 Uhr steigt die Anspannung merklich, jetzt wird es ernst.

Freitag, 12:30 Uhr – Los geht‘s. Drei Minuten pitchen vor Jury und Publikum sind eine echte Herausforderung für die Hackathon-Teams. Für die meisten von ihnen ist eine Präsentation auf einer solch großen Bühne Neuland. Besonders sticht das Team „Tricycle“ heraus. Maximilian Backenstos, Svenja Seip und Niel Wagensommer hatten sich für das Thema „Fehlerzuordnung im Karosseriebau“ entschieden. Während die beiden Jungs präsentieren, fährt Svenja mit einem Bobbycar als Sinnbild für die Abläufe im Karosseriebau über die Bühne. So können Jury und Publikum die Problemstellung und den Lösungsansatz ganz einfach nachvollziehen. Die drei Studenten haben ein Modell entwickelt, mit dem sich schon frühzeitig potenzielle Fehler der Karosseriemaße voraussagen lassen. Anhand dieses Systems ist bereits an kleineren Werteabweichungen feststellbar, wo später Fehler entstehen könnten und wie sich diese vermeiden lassen. Mit diesem Ergebnis und der kreativen Präsentation machen „Tricycle“ den ersten Platz beim diesjährigen Audi Smart Factory Hackathon. Den zweiten Platz belegen „DataSquat“ aus Österreich, Dritter werden „Flibbittygibbitts“ aus Mainz. Alle drei Teams dürfen sich auf je eine Audi driving experience in Finnland, Österreich und Deutschland freuen.

Team Tricycle won the Audi Smart Factory Hackathon

Schirmherren Tarek Mashhour (l.) und Jürgen Holderried (r.) mit dem Gewinnerteam „Tricycle“.

Kreative Köpfe bei der Enwicklung innovativer Ideen

Die Idee und Umsetzung – Schwarz auf Weiß präsentiert.

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Handschriftliche Notizen sind immer noch goldwert.

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Teamwork wird beim Hackathon groß geschrieben. Die Gruppen bestanden aus drei bis fünf Personen.

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Zahlreiche Zuseher interessierten sich für die Schlusspräsentationen der Hackathon-Teams im Audi Forum Ingolstadt.

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Smart Factory Hackathon
Aus dem Audi MediaCenter

Smart Factory Hackathon von Audi: In 25 Stunden zu neuen Software-Ideen

Start‑up‑Spirit beim Smart Factory Hackathon von Audi: Vom 4. bis 6. Oktober hat sich im Audi Forum Ingolstadt zum zweiten Mal alles rund um Big Data, Machine Learning, Algorithmen und Datenvisualisierung gedreht. Rund 80 Data‑Science‑Talente aus aller Welt entwickelten anhand echter Datensätze aus der Audi‑Produktion Softwarelösungen für die Fabrik der Zukunft. Das Team „Tricycle“ gewann den Programmierwettbewerb. Die Studenten aus Karlsruhe und München überzeugten die Jury mit ihrer Idee zum Thema „Fehlerzuordnung im Karosseriebau“.​

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