Vier Ringe – das perfekte Logo

Das neue Audi Logo

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Vier Ringe – das perfekte Logo

Für die einen sind es einfach nur vier schwarze Ringe auf weißem Grund, für die anderen ein kleines Meisterstück der Designkunst. Seit 2016 erscheint das Audi-Logo in neuem Stil. Aber was macht ein perfektes Logo eigentlich aus?

 

„Ein Logo ist dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann.“ Dieser Ausspruch des berühmten Grafikdesigners und Logogestalters Kurt Weidemann prangt in großen Lettern inmitten der aktuellen Ausstellung im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt. Das Zitat bildet die Quintessenz der Ausstellung „Logo. Die Kunst mit dem Zeichen.“ Sie zeigt gelungene Logos und ihre Entwicklungsgeschichte. Darunter: das Audi Logo.

Die Ursprünge von Logos gehen auf das Mittelalter zurück

Theres Rohde, die Kuratorin der Ausstellung, zeigt auf ein Wappen und erklärt: „Ursprünglich kommen Logos aus dem Mittelalter. Sie wurden beispielsweise auf Kreuzzügen oder während der Ritterspiele zur Abgrenzung vom Gegner und als Erkennungszeichen eingesetzt.“

Moderne Logos, wie wir sie heute kennen, gibt es seit etwa 1900. Kaum ein Logo ist aber seit seiner Entstehung gleich geblieben. Rohde führt dafür mehrere Ursachen auf: „Viele Logos haben sich aus technischen Gründen verändert, aber auch Mode spielt in vielen Fällen eine Rolle. Das Logo muss heute auch nicht mehr nur auf einem Briefkopf gut aussehen, sondern ebenso auf einem Smartphone. Um variationsfähig zu sein, geht der Trend ganz klar zur Vereinfachung.“

Vier Ringe – das perfekte Logo
Vier Ringe – das perfekte Logo
Vier Ringe – das perfekte Logo

Was macht ein gutes Logo noch aus? Unverwechselbar soll es sein, zeitlos, einprägsam und auf den Punkt gebracht. Außerdem leicht verständlich und überall einsetzbar, erklärt Rohde. „Logos, die zu kleinteilig sind und aus vielen Elementen bestehen, sind nicht geeignet, weil sie sich nicht gut reproduzieren lassen,“ meint sie – also schwieriger in den Sand zu malen.

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„Der Trend geht ganz klar zur Vereinfachung. Logos, die zu kleinteilig sind,
lassen sich nicht gut reproduzieren.“
Theres Rohde

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Das Logo von AEG etwa hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1894 von einem allegorischen Gemälde hin zu einfachen drei Buchstaben in Rot auf weißem Grund komplett verändert. „Die meisten Logos ändern sich aber nur um Nuancen“, erklärt Rohde. Hierunter fällt auch das Logo der Deutschen Bahn, das immer schlichter und einfacher wurde. Serifen fielen 1994 weg, die Farben änderten sich von Weiß auf rotem Grund hin zu Rot auf weißem Grund. „Es konnte sogar Geld eingespart werden, da durch die Umkehrung weniger Farbe benötigt wird,“ begründet Rohde die Entscheidung der Deutschen Bahn.

Flat Design: Warum das neue Audi-Logo zweidimensional ist

2016 hat sich auch das Audi Logo gewandelt und kommt nun im Flat Design daher. „Das ist ein übergreifender Trend, der aktuell von verschiedenen Firmen aufgegriffen wird. Das Logo wirkt im Flat Design möglichst reduziert und zweidimensional,“ sagt Rohde.

Vier Ringe – das perfekte Logo
Vier Ringe – das perfekte Logo
Vier Ringe – das perfekte Logo

Zwischen großen schwarzen Tafeln, welche die Veränderungen der Corporate Identity darstellen, sitzt Simone Labonte, Leiterin der Abteilung Corporate Identity und User Interface bei Audi. Ihre Abteilung war federführend bei der Weiterentwicklung des Logos.

„Die Digitalisierung erfordert einen anderen Umgang mit unserem Logo“, erklärt Labonte. „Für uns steht digital first. Das heißt, wir denken immer aus der kleinsten Anwendung heraus. Was digital funktioniert, funktioniert auch meistens in Print“, begründet sie die Entscheidung zu einer vereinfachten Darstellung.

Das Motto auch beim neuen Logo: „don’t play with the rings“

Eine zweidimensionale Ausführung in schwarz oder weiß – im Flat Design – löst deshalb seit 2016 die bisherigen dreidimensionalen Chromringe zum Teil ab. „Die bekannten Chromringe am Fahrzeug bleiben aber gleich, das gilt nur für die zweidimensionale Umgebung des Logos“, sagt Labonte. Früher wurden die vier Ringe gemeinsam mit der Wortmarke Audi und dem Claim „Vorsprung durch Technik“ gezeigt, heute stehen die Ringe alleine. „Wir sind selbstbewusster geworden, wir glauben, das Logo allein ist stark genug.“

Veränderungen seien notwendig, um die visuelle Darstellung der Marke lebendig zu halten, sagt Labonte. Trotzdem müsse der Kern des Logos gleich und wiedererkennbar bleiben. „Ein gutes Logo lebt von der Konsistenz“, erklärt sie. Deshalb folgt jede CI-Entwicklung bei Audi dem Grundsatz „Don’t play with the rings“. Die vier Ringe stehen für die Gründungsgeschichte von Audi und symbolisieren die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer, die 1932 in der Auto Union zusammengefasst wurden.

Vier Ringe – das perfekte Logo

Theres Rohde erklärt, warum die Vier Ringe von Audi die Anforderungen an ein perfektes Logo erfüllen.

 

Was aber macht die vier Ringe nun zu einem perfekten Logo? Zumindest der Selbstversuch zeigt: Vier ineinander verschlungene Ringe in den Sand zu malen, funktioniert. Auch für Theres Rohde vom Museum für Konkrete Kunst liegt die Antwort auf der Hand: „Audi hat es mit den vier Ringen geschafft, eine unglaublich komplizierte Geschichte in ein einfaches Zeichen zu verwandeln. Das macht das Logo perfekt.“

Warum besteht das Audi Logo aus vier Ringen? Zur Gründungsgeschichte des Automobil-Konzerns:

Die Ausstellung „LOGO. Die Kunst mit dem Zeichen“ ist noch bis zum 19. März 2017 im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt zu sehen. Infos zu weiteren Logos der Ausstellung können Sie auch in einem Podcast des Bayerischen Rundfunks nachhören.

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Verbrauchsangaben Audi A5 Coupé: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,4 – 4; CO2-Emission kombiniert in g/km: 170 – 105. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

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