Null Emissionen, null Unfälle, null Besitz

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi Q3: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,2 – 4,2; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 168 – 109;
Audi A6 allroad quattro: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,5 – 5,6; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 172 – 149;
Audi R8 Spyder: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,5 – 11,7; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 292 – 277.
Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Die Zukunft der Mobilität

Volker Kaese, Leiter Innovationsmanagement Produkt bei Audi, diskutiert mit Buchautor und Mobilitätsexperte Lukas Neckermann über die Zukunft des Automobils. Neckermanns These in „The Mobility Revolution“: null Emissionen, null Unfälle, null Besitz.

Im Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro durch die europäische Entscheidungszentrale Brüssel: Volker Kaese, Leiter Innovationsmanagement Produkt bei Audi, Buchautor Lukas Neckermann im Gespräch über die mobile Zukunft.

Herr Neckermann, Ihr Buch liest sich so, als ob es für die großen Automobilhersteller schon Fünf vor Zwölf wäre. Es ist vor zwei Jahren erschienen – ist es jetzt Fünf nach Zwölf?

Neckermann: Ich würde die Frage lieber so formulieren, ob wir den Tipping Point, den Punkt des Umkippens, schon erreicht haben. An der Zahl der verkauften Elektrofahrzeuge alleine können wir das nicht erkennen. Aber wir können es an Kriterien bemessen wie an den Menschen, die auf eigene Fahrzeuge und sogar auf den Führerschein verzichten, und da sehen wir eine stetige Zunahme, eine rollende Lawine.

Herr Kaese, wann wird der wirtschaftliche Tipping Point zwischen Elektroauto und Auto mit Verbrennungsmotor erreicht sein?

Kaese: Die heutigen Batteriesysteme reichen für 300 bis 500 Kilometer Reichweite aus. Mit jedem weiteren Schritt wird das Angebot somit noch attraktiver und damit gesamtwirtschaftlich interessanter.

 

Und wie sieht die Audi-Roadmap bei der Elektrifizierung bis 2025 aus?

Kaese: Wir haben den Plan, 2025 bis zu ein Viertel der Fahrzeuge elektrifiziert anzubieten, wobei das ein rein batterieelektrisches Fahrzeug, ein Plug-in-Hybrid, ein Brennstoffzellenauto oder auch ein Mild Hybrid sein kann. Bei allen Fortschritten müssen wir aber auch bedenken, dass Elektroautos einer entsprechenden Ladeinfrastruktur bedürfen. Hier geht es nicht nur um die Säulen und Stecker, sondern auch um dazugehörige Lade-Apps, an denen wir arbeiten. Wir wollen in ganz Europa ein einheitliches, für den Kunden komfortables Abrechnungssystem schaffen. So muss sich der Kunde nirgends mehr einloggen und registrieren – er kann einfach laden, losfahren und am Monatsende die Kosten auf dem Kontoauszug ablesen.

 

Die Elektrifizierung hat auch den Audi-Motorsport erreicht: Warum ist die Formel E spannender als das 24-Stunden-Rennen in Le Mans?

Kaese: Le Mans war ein fantastisches rollendes Versuchslabor für unsere Vorentwicklung. Wir haben dort sehr viel gelernt, ob beim Leichtbau oder bei diversen Effizienztechnologien. Es war für Audi eine super Erfolgsstory mit 13 Gesamtsiegen. Jetzt aber geht es darum, in ein neues Lernfeld vorzustoßen. Dank der neuen Regularien kann man in der Formel E freier arbeiten als bisher und für die Entwicklung sehr viel Potenzial herausholen.

Ab der Saison 2016/2017 verstärkt Audi sein Engagement beim Formel-E-Team ABT Schaeffler Audi Sport. Darüber hinaus ist geplant, die Formel E zur Saison 2017/2018 zu einem werksseitigen Motorsport-Programm auszuweiten.

Herr Neckermann, neben „null Emissionen“ prognostizieren Sie „null Unfälle“: Sie erwarten vom autonomen Fahren ein neues Maß an Sicherheit im Straßenverkehr. Wird es auf dem Weg zu diesem Ziel Unfälle geben?

Neckermann: Aus meiner Sicht: ja, leider. Aber wir müssen uns vergegenwärtigen, dass Menschen am Steuer heute jeden Tag sehr viele Unfälle verursachen. Die Menschlichkeit gebietet es uns doch, hiergegen etwas zu unternehmen! Vor allem, wenn wir das große Ziel sehen, dass das vollautonome Fahren Unfälle potenziell in Richtung Null verringern kann.

 

Herr Kaese, neben der höheren Sicherheit sehen viele den Zeitgewinn im Auto als Vorteil des pilotierten Fahrens. Wie würden Sie Ihre Zeit nutzen?

Kaese: Für Quality Time, also lebenswerte Zeit. Ich fände es toll, mit den Kindern im Auto zu sitzen und mich in Ruhe mit Ihnen unterhalten zu können. Genauso attraktiv ist das Thema Dekompression: Ich bin allein im Auto, bin fokussiert und kann mal loslassen. Wie beim Tauchen befinde ich mich zwischen unten und oben. Diese Freiheit, die wir bei Audi die 25. Stunde nennen, wird für unsere Kunden ganz wichtig sein.

Audi A7 piloted driving concept

Der Audi A7 piloted driving concept greift beim Pilotierten Fahren auf eine Vielzahl von Sensoren, Kameras und Scannern zurück.

Sie haben ja schon multimodale Konzepte für den Verkehr in Ballungsräumen skizziert. Finden die großen Automobilhersteller dort überhaupt noch statt?

Neckermann: Das hängt von den Herstellern selbst ab. Der öffentliche Nahverkehr sieht ja mittlerweile große Chancen auf diesem Feld. Viele Anbieter entwickeln Mobilitäts-Apps, steigen in Carsharing und Bikesharing ein, ermöglichen Last-Mile-Transporte. Damit verdrängen sie die Automobilhersteller durchaus ein Stück weit aus dem öffentlichen Raum.

Kaese: Auf der Auto China in Peking haben wir 2016 ein Showcar für die Last Mile gezeigt – einen Audi Q3 mit einem elektrischen Skateboard im Heck, natürlich mit quattro-Antrieb. Sie können mit dem Board weiterfahren, nachdem Sie das Auto geparkt haben, oder Ihre Einkäufe draufstellen – und das Board folgt Ihnen mithilfe seiner Kamera selbständig. Oder Sie können es beauftragen, einen schweren Karton eigenständig abzuholen und zum Auto zu bringen. Das Gleiche wird künftig mit pilotiert fahrenden Autos möglich sein. Audi wird ein digitales Ökosystem entwickeln, das die Kunden intelligent begleitet, ihnen Transportaufgaben abnimmt und ihnen das optimale Verkehrsmittel bereitstellt. Damit werden wir ganz vorne dabei sein.

In der Stadt ergeben sich aber auch noch ganz andere Möglichkeiten, wie unser Projekt in Somerville bei Boston zeigt. Wo neue Wohnviertel entstehen, wollen wir den Parkraum stark verdichten – denn in Parkhäusern, die speziell für pilotiert fahrende Autos konzipiert sind, kommen wir mit 60 Prozent des Parkraums aus. Wenn wir all diese Konzepte mit dem pilotierten Fahren verbinden, sind noch ganz andere Geschäftsmodelle denkbar.

 

Aber Audi hat kein Angebot für Jedermann-Carsharing. Verpasst man da gerade einen wichtigen Zug?

Kaese: Für Audi liegt der Fokus auf „Vehicle on demand“-Konzepten mit einer flexiblen Buchung unserer Premium-Fahrzeuge. Wir sind bereits mit Mobilitätsprojekten in einzelnen Städten in Deutschland, den USA und Schweden präsent und planen den weltweiten Rollout. Dabei sind verschiedene flexible Nutzungskonzepte möglich, z.B. am Wochenende mal mit einem Audi A6 allroad quattro an den Strand oder mit einem R8 Spyder in die Berge fahren. Mit diesen Lösungen gehen wir weg vom traditionellen Besitz. Audi on demand beispielsweise bietet eine Premiummiete mit Concierge und Auslieferung.

 

Wird Audi zu den Gewinnern der Mobilitätsrevolution gehören?

Neckermann: Es ist ja eigentlich eine großartige Zeit für ein Unternehmen, das sich Vorsprung auf die Fahne geschrieben hat. Die Frage ist nur: Ist es Vorsprung durch Technik? Oder ist es Vorsprung durch Innovation, Vorsprung durch andere Formen der Mobilität, Vorsprung durch Freiheit im Kopf?

Kaese: Das sind gute Stichworte. Wir haben in den letzten Jahren den Start-up-Gedanken ins Unternehmen geholt. Wir bieten Pitches von Mitarbeitern mit Vorständen, wir haben interne Start-ups, in denen sich Audi Mitarbeiter mit einer selbst gestellten, radikalen Aufgabe frei entfalten. Wir wollen, dass sie ihre Ideen ausprobieren, und wenn’s nicht immer klappt, ist keiner böse. Wie unser Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler mal gesagt hat: Nicht immer erst nach Erlaubnis fragen – einfach machen! Wir agieren heute wesentlich schneller und agiler als früher und gehen neue Wege. Nicht nur bei der Technik kommen Neuerungen auf uns zu, auf die ich mich schon sehr freue.

 

Mehr über die nachhaltige Zukunft der Mobilität bei Audi unter www.audi.de/nachhaltigkeit

Das Cockpit im Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro zeigt dem Fahrer alle Informationen zum Antrieb und Verbrauch an.

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Das Projekt der Audi Urban Future Initiative in Somerville, USA, zeigt, wie Pilotiertes Parken in der Großstadt Platz spart.

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Dank der neuen mehrphasigen Ladetechnologie dauert das Vollladen eines Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro an einer Industrie-steckdose mit 7,2 kW Leistung nur etwa zweieinhalb Stunden.

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Der Audi A7 piloted driving concept greift beim Pilotierten Fahren auf eine Vielzahl von Sensoren, Kameras und Scannern zurück.

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Audi A7 piloted driving concept
Aus dem Audi MediaCenter

Audi AI

Hochvernetzt, automatisiert und elektrifiziert – diese Eigenschaften zeichnen den Audi der Zukunft aus. Audi AI ist künftig die Chiffre für eine Vielzahl innovativer Systeme, die den Fahrer entlasten und ihm zugleich neue Möglichkeiten für die Zeit bieten, die er im Auto verbringt. Audi AI nutzt dafür auch Strategien und Technologien aus dem Bereich künstlicher Intelligenz sowie des maschinellen Lernens. Damit setzt sich die Marke an die Spitze im Wettbewerb.

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Victorfoxi

30. January 2017 um 21:04
Das vergessen Sie aber lieber ganz schnell wieder.
Mein Auto steht in meiner Garage auf meinem Grundstück oder vor meiner Firma auch auf meinem Grundstück und ist ganz sicher nicht gemietet. Ich möchte mein Auto pflegen und besitzen und damit fahren wo wann und wie ich gerne möchte.
Ich hätte sogar ein Spaßauto aus französischer Produktion gekauft wenn man mir nicht die Batterie zu mieten hätte abnötigen wollen. Entweder kaufe ich ganz oder garnicht!
Für das Board würde ich ohne mit der Wimper zu zucken 2000 € ausgeben, ich bin trotz meiner 46 Lenze noch ab und an mit dem Longboard unterwegs ;-)