Aus unserem Archiv:

Auf der Welle der Begeisterung

Beim Audi ultra Cup gingen am Mittwoch Sportler und Prominente bei der Kieler Woche an den Start - unter ihnen Le Mans-Rekordsieger Tom Kristensen und die Eishockey-Champions vom ERC Ingolstadt. Autor Marlon Matthäus war mit an Bord.

 Mit Rückenwind: Kurz vor dem Start des Audi ultra Cup wird es eng an der Startlinie
Mit Rückenwind: Kurz vor dem Start des Audi ultra Cup wird es eng an der Startlinie
Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Keine Angaben

Herzlich Willkommen zur 120. Kieler Woche, dem größten und bekanntesten Segelsportevent der Welt. Mehr als 4.000 Segler aus über 50 Nationen machen die Kieler Förde zum Mekka für Segelbegeisterte. Neun Tage lang messen sich Athleten in den verschiedensten Klassen und bieten dem Publikum Segelsport auf höchstem Niveau. Als Premiumpartner hat Audi auch in diesem Jahr seine Lounge mitten im Olympiazentrum Kiel Schilksee aufgeschlagen.

Heute stand ein ganz besonderes Rennen auf dem Programm: der Audi ultra Cup. Zwölf Prominente und Sportler kämpfen auf dem Wasser um den Sieg. Unter ihnen auch Tom Kristensen, der neunfache Champion des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, sowie die deutschen Eishockeymeister Patrick Köppchen und Björn Barta vom ERC Ingolstadt. Letztere sind mit einer besonderen Motivation nach Schleswig-Holstein gereist: „Nachdem wir mit unserem Eishockey-Team im vergangenen Jahr den letzten Platz beim Audi Sailing Cup gemacht haben, wollen wir heute auf jeden Fall auf dem Siegertreppchen stehen.“ Tom Kristensen kann da nur müde lächeln: „Für mein Team habe ich meinen Windkanal-Ingenieur mitgebracht. Wenn hier einer was von Wind versteht, dann sind das wir.“ Klare Kampfansage an die ERC-Profis.

Bevor die Regatta beginnt, weisen olympiaerprobte Skipper die Amateure in die Kunst des Segelns ein. Für Trockenübungen bleibt allerdings keine Zeit. Aufgeteilt auf fünf B/one-Sportboote geht es direkt raus aufs offene Gewässer, hinaus in die Kieler Förde. Das Wetter: stahlblauer Himmel, mit kräftigem Wind aus Südwest. Die Stimmung: ausgelassen fröhlich.

Audi ultra Cup

Team Ingolstadt: Björn Barta und Patrick Köppchen (ERC Ingolstadt) sowie Ralph Gunesch vom FC Ingolstadt mit Skipperin Ulrike Schümann

Nach wenigen Proberunden, in denen Halsen, Wenden und das Setzen der verschiedenen Segel erklärt werden, ertönt ein Startsignal. Jetzt haben die Teams und ihre Skipper noch drei Minuten Zeit, sich mit ihren pfeilschnellen B/one-Booten an der Startlinie zwischen zwei roten Bojen zu sammeln. Unruhig schaukeln sie in der Dünung und zählen die Sekunden runter. Dann drehen sie die großen Hauptsegel in den Wind. Der Audi ultra Cup ist eröffnet, die Regatta hat begonnen.

Das Team um Tom Kristensen liegt an der ersten Wendeboje in Führung, durch ein geschicktes Manöver haben sie gleich mehrere Schiffslängen zwischen sich und dem restlichen Feld heraussegeln können. Als die Böen stärker werden, setzen sie den Gennaker, das dreieckige Vorsegel, und gewinnen dadurch noch weiter an Fahrt.

Doch die anderen Teams holen auf. Anweisungen der Skipper schallen über das Wasser: „Jetzt an der roten Leine ziehen und das Segel langsam kommen lassen,“ ruft Skipperin Ulrike Schümann ihrer Mannschaft zu. Die Wende klappt vorbildlich. Björn Barta und Patrick Köppchen stemmen sich in den Wind und zurren das Segel fest. Langsam holt ihr Boot mit der Nummer fünf auf.

Audi ultra Cup

Platz eins ging an das Team um Le Mans Champion Tom Kristensen

Die folgende Stunde ist aufregend, die fünf Teams schenken sich nichts. Nach zwölf Runden in den Kieler Förden ist die Entscheidung gefallen: Das Motorsport-Team um Tom Kristensen und Skipper Malte Kamrath segelt verdient auf den ersten Platz. Barta und Köppchen landen auf Platz drei. Glücklich sind sie alle, mit strahlenden Gesichtern verlassen die Hobby-Kapitäne im Hafen ihre Boote.

„Malte hat es einfach hervorragend verstanden, unsere Stärken und Schwächen zu analysieren und uns auf dem Boot perfekt einzusetzen“, sagt Kristensen und klopft seinem Skipper auf die Schulter. Auch die Spieler des ERC Ingolstadt sind sich einig: „Wir haben ja gesagt, dass wir dieses Jahr auf dem Treppchen landen werden,“ fasst Barta das Ergebnis zusammen. „Und nächstes Jahr, da fahren wir dann auf Gold. Auf gefrorenem Wasser hat es schließlich auch geklappt“, fügt Köppchen an und lacht.

Audi ist zum fünften Mal Premiumpartner der Kieler Woche und bietet ein umfangreiches Programm für Gäste und Fans. Treffpunkt Nummer eins im Olympiazentrum Kiel-Schilksee ist die Audi und SAP Sailing Arena als Public Viewing-Bereich. Neben der Übertragung der einzelnen Regatten durch Kieler Woche TV powered by Audi, gibt es tägliche Interviewrunden mit prominenten Gästen und Stars der deutschen Segel-Nationalmannschaft , dem Audi Sailing Team Germany. Aktuelle Fotos der Kieler Woche finden Sie auf Flickr.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.