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Auf höchstem technischen Niveau

15 Minuten lang sind die Augen der automobilen Welt auf Audi gerichtet. Bei der IAA-Pressekonferenz in Frankfurt muss alles auf den Punkt sitzen. Audi Blog-Autorin Agnes Happich hat dem Eventteam bei den Proben über die Schulter geschaut.

 Bei ihr laufen alle Fäden zusammen: Martina Häberle ist Eventmanagerin bei den Vier Ringen.
Bei ihr laufen alle Fäden zusammen: Martina Häberle ist Eventmanagerin bei den Vier Ringen.
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Noch knapp 20 Stunden bis zur Show in Frankfurt. Am Audi-Stand ist gedämpftes Gemurmel zu hören, die Anspannung ist greifbar. Zum ersten Mal gehen die Audi-Vorstände über den Stand, um die Pressekonferenz zu proben. Eventmanagerin Martina Häberle spricht leise durch ihr Headset mit der Regie. Sie wirkt aufmerksam aber ruhig, hochkonzentriert.

Bei ihr und dem Eventteam laufen alle Fäden zusammen, sie koordinieren die Lichtplaner, Architekten, die Regie, die Visualisierung der Reden in Videos und Grafiken, die Musik, die Ausstellungsautos, den Werkschutz, die Hostessen. Eine Vielzahl an Kreativen und Planern, Technikern und Helfern sind an der Show beteiligt.

IAA steht seit einem Jahr

Seit einem Jahr steht das Standkonzept. Vor neun Monaten begann das Eventteam damit, die Pressekonferenz zu planen. Eine Pressekonferenz auf diesem Stand zu inszenieren, ist eine enorme Herausforderung. Es gilt, knapp 100 laufende Meter Leinwand mit einer Auflösung von 40.000 Pixeln in der Breite mit Videos, Animationen und Grafiken zu bespielen. „Das ist die Grenze des technisch Machbaren“, sagt die Eventmanagerin. 70 bis 80 Terabyte Daten wurden nur für die Show verarbeitet. Um diese Medien zu produzieren, war die Rechenleistung von etwa 500 Computerkernen nötig.

„Was ist das Schlimmste, was uns jetzt passieren kann?“, Martina Häberle überlegt. „Das wäre wohl eine Änderung an den Filmen. Das lässt sich jetzt nicht mehr machen. Es würde einfach zu lange dauern, bis die Computer so eine Änderung gerechnet haben.“ Sie blickt zu den Vorständen, die sich auf den vorderen Sitzreihen vor der Bühne für ihren Einsatz bei der Generalprobe bereit machen.

Die Probe für die IAA kann starten

Dann startet die Probe. Die Filme laufen reibungslos auf den riesigen Bildschirmen. Die Medienplaner inszenieren nicht nur die Bühne, der gesamte Stand mit allen vier LED-Leinwänden wird zur technischen Kulisse für die Audi-Neuheiten. Musik, Videos, Autos und Animationen sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. Aus der Animation an den LEDs lösen sich 624 leuchtende Kugeln, die an Fäden von der Decke hängen. Sie tanzen dynamische Formen, aus denen nach einigen Momenten die Silhouette des  Audi e-tron quattro concept entsteht, des Highlights der Pressekonferenz. Nach 15 Minuten ist der erste von mehreren Durchläufen geschafft.

Noch 18 Stunden bis zur Show. Martina Häberle lächelt. „Keine Änderungen, von den Vorständen kamen sehr positive Rückmeldungen“, sagt sie leise ins Headset.

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