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Auf leisen Sohlen durch den Großstadtdschungel

Brennstoffzellenautos in Großserie – das ist Zukunftsmusik. Noch gibt es dafür nicht die nötige Infrastruktur. Die Technik funktioniert aber einwandfrei wie der Audi A7 Sportback h-tron quattro beweist. Doch wie fährt es sich eigentlich mit einer Brennstoffzelle? Schnell wird klar: Der Audi-Technikträger ist auffällig unauffällig.

 Autor Julian hat eine sehr leise Testfahrt unternommen.
Autor Julian hat eine sehr leise Testfahrt unternommen.
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Der Audi A7 Sportback h-tron quattro setzt sich sanft in Bewegung. Auf den ersten Metern fällt dem Fahrer sofort eine besondere Eigenschaft auf – das Auto bewegt sich fast geräuschlos. Lediglich ein leichtes Abrollgeräusch der Reifen und das Säuseln des Fahrtwindes ist zu hören, das gewohnte dezente Brummen eines Verbrennungsmotors fehlt gänzlich. „Das Auto zieht kräftig an, aber es lärmt nicht“, sagt Immanuel Kutschera, Leiter der Brennstoffzellenentwicklung bei Audi. „Ich habe das immer als angenehm beruhigend empfunden. Selbst wenn man beschleunigt, vermeidet das jegliche Aufgeregtheit. Man bekommt nichts auf die Ohren und dadurch kommt es zu keiner Nervosität.“ Kutschera sitzt auf dem Beifahrersitz und erklärt detailliert, wie das Auto funktioniert. Auf dem Rücksitz hat sein Mitarbeiter Friedrich Wilhelm einen genauen Blick auf das Fahrgeschehen, schließlich handelt es sich beim Audi A7 Sportback h-tron quattro um einen Technikträger.

Was kann der Audi A7 Sportback h-tron quattro?

Gerade auch wegen der auffälligen Geräuschlosigkeit macht das Brennstoffzellenauto jede Menge Spaß. Beim Test im Rahmen der Audi future performance days in Madrid zeigt der Audi A7 Sportback h-tron quattro seine Stärken. Aus dem Stand beschleunigt das Auto auf den spanischen Landstraßen mühelos in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Aufgrund des Elektromotors geht das auch für den Fahrer spielend leicht. „Sie müssen nichts machen, außer Gas geben. Es gibt nur einen Gang“, erklärt Kutschera. „So einfach fährt sich ein Brennstoffzellenauto.“

Auf leisen Sohlen durch den Großstadtdschungel

Der Aufbau des A7 h-tron.

 

Bei einem Tempolimit von 120 km/h fällt schnell auf, dass der Brennstoffzellen-Audi trotz seiner 170 kW-Leistung und einem Drehmoment von 540 Nm ganz auf Effizienz getrimmt ist. „Gehen Sie vom Gas, geht das Auto in den Segelmodus. Bremsen Sie einmal kurz, rekuperiert das Auto sofort“, sagt Wilhelm, Entwickler für Brennstoffzellen bei Audi. „Wenn Sie voll auf die Bremse treten, geht das Auto in den vollen Charge-Modus. Durch Rekuperation gewinnen wir viel Energie zurück und sind sehr effizient unterwegs.“

Von all dem merkt man während der Fahrt nichts. Einzig der Blick auf das Kombiinstrument zeigt, wie das Auto arbeitet. „Die linke Messanzeige ist das Powermeter. Wir sehen wie die Leistung an die Räder abgegeben oder zurückgewonnen wird“, erklärt Wilhelm. Besonders deutlich wird das Multitasking-Talent des Hybrid-Autos aber beim Blick auf den Multimediabildschirm. Eindrucksvoll wird hier vor Augen geführt, dass im Audi A7 Sportback h-tron quattro zwei Herzen schlagen.

Auf leisen Sohlen durch den Großstadtjungle

Ein Blick auf das Powermeter lässt erkennen in welchem Modus gerade gefahren wird.

 

Werden blaue Energieflüsse angezeigt, ist nur die Brennstoffzelle in Betrieb. Grüne Energieflüssen zeigen, dass die Batterie die Power liefert. Blaue und grüne Ströme symbolisieren die gemischte Fahrweise. „Wenn Sie auf die Bremse gehen, drehen sich die Pfeile der Energieflüsse um. Dann sind wir im Rekuperationsmodus, die Energie fließt in die Batterie zurück“, erläutert Kutschera. Dadurch schafft es der Audi A7 Sportback h-tron auf einen Reichweite von mehr als 500 Kilometern bei einer Tankfüllung – und aus dem Auspuff kommt nur ein bisschen Wasserdampf.

Fazit: Fahrspaß schon nach wenigen Kilometern

Bei so viel moderner Technik stellt sich schnell das Gefühl ein, in einem futuristischen Gefährt unterwegs zu sein. Auch dank der leisen Fortbewegung bei bis zu 200 km/h Höchstgeschwindigkeit – ein Spitzenwert im Wettbewerbsumfeld – fühlt man sich ein bisschen wie ein Astronaut in einem Raumschiff. Dieser Besonderheitsfaktor kombiniert mit der intuitiven, alltagstauglichen Bedienung führt dazu, dass sich beim Audi A7 Sportback h-tron quattro schon nach wenigen Kilometern entspannter Fahrspaß einstellt.

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Prof.Dr.Ekkehard Fritsch

2. December 2015 um 21:44
Möchte so ein Auto vorbestellen!
Klasse Beitrag!