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Aus dem Alltag eines Azubis

Marco und Christian sind Auszubildende bei Audi. Sie lernen einen Beruf, der neugierig macht: Was tun eigentlich Fertigungsmechaniker oder Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker?

 Christian und Marco sind Auszubildende bei Audi. Rund 750 Jugendliche wird der Autobauer dieses Jahr einstellen
Christian und Marco sind Auszubildende bei Audi. Rund 750 Jugendliche wird der Autobauer dieses Jahr einstellen
Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

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Im September beginnen allein an den beiden deutschen Audi-Standorten in Ingolstadt und Neckarsulm rund 750 Jugendliche eine Ausbildung. Sie verteilen sich auf über 20 verschiedene Ausbildungen. Das Spektrum ist groß, die Berufe sind vielfältig. Sogar Ausbildungen, die man zunächst nicht mit einem Automobilhersteller in Verbindung bringen würde, sind darunter: Werkfeuerwehrman etwa oder Fachmann für Systemgastronomie sind zwei davon.

Andere Berufsbilder wiederum klingen so deutlich nach Automobilindustrie, dass man sie nirgendwo anders verorten würde. Doch was genau verbirgt sich hinter so abstrakten Begriffen wie Fertigungsmechaniker oder Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker?

Wir haben zwei Personen getroffen, die das ganz genau wissen. Christian Zeisler ist in seinem ersten Ausbildungsjahr als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Marco Auernhammer lernt bereits im zweiten Jahr den Beruf des Fertigungsmechanikers. Auch sie haben zuerst recherchiert, was die Inhalte ihres künftigen Berufs sind, bevor sie sich beworben haben. Ihre Entscheidung haben sie seither aber nicht bereut.

„Ich interessiere mich schon seit meiner Kindheit für Autos. Da war klar, dass ich mich über Ausbildungswege in dieser Branche informieren will, um dort Fuß zu fassen“, sagt Christian, der gebürtig aus Zwickau kommt. Als Fan der Marke Audi hat er sich natürlich in Ingolstadt beworben – 300 Kilometer entfernt von zu Hause. „Nach dem Vorstellungsgespräch habe ich noch ein zweitägiges Kennenlernpraktikum gemacht, um sicher zu gehen, dass es wirklich das ist, was ich mir vorstelle. Das war es aber definitiv!“

Aus dem Alltag eines Azubis

Christian Zeisler ist in seinem ersten Ausbildungsjahr als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und ist hier beim Bearbeiten einer Karosserie zu sehen

Das, was er sich vorgestellt hat, beinhaltet das Herstellen, Instandsetzen und Behandeln der Oberflächen von Karosserien, die Behebung und Beurteilung von Schäden am Auto, das Bearbeiten von Metallen oder das Herstellen von Formteilen aus Feinblechen. Christian kümmert sich um die Karosserie eines Autos und um die verschiedenen Verbindungstechniken zwischen den Bauteilen. Eine feste Station seiner Ausbildung ist der Karosseriebau. Dort lernt er, die Roboteranlagen zu steuern, zu justieren und zu warten. Er übernimmt auch Tätigkeiten, die die Maschine nicht erledigen kann, so wie das Einstellen der Spaltmaße. Nach dem Ende seiner Ausbildung kann er im Karosseriebau, der Technischen Entwicklung oder auch in der Kundendienstwerkstatt arbeiten.

Mit 24 anderen Jugendlichen hat er vor einem Jahr seine Ausbildung bei Audi begonnen. „Wir sind elf Mädchen und dreizehn Jungs, das passt super zusammen. Wir verstehen uns gut“, sagt Christian. Im ersten Jahr arbeiten sie im Audi Bildungswesen an so genannten realen Arbeitsaufgaben gemeinsam mit ihren Trainern. Das können sogar Aufträge aus der Kundendienstwerkstatt sein. „Wir richten die Ausbildung sehr praxisbezogen aus, damit unsere Azubis die Arbeitsanforderungen im Werk schon früh kennen lernen. Dadurch sind sie gut auf diese Arbeit vorbereitet“, erzählt Ausbildungskoordinator Xaver Mayer.

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr arbeiten sie in Lernstationen. Hier werden die Auszubildenden in bestehende Teams in der Produktion integriert und können einige Aufgaben selbständig erledigen. Christian hat Glück: Im Frühjahr wird er für sechs Monate Audi Sport unterstützen. „Die Kollegen dort arbeiten viel mit neuen Fahrzeugwerkstoffen wie zum Beispiel Carbon. Das vor der Serienreife kennen zu lernen, wird sicher spannend“, sagt er.

Aus dem Alltag eines Azubis

Marco Auernhammer erlernt den Beruf des Fertigungsmechanikers und kann nach Ende seiner Ausbildung in der Fahrzeugfertigung, im Rohbau und in der Montage arbeiten

Zwischen den einzelnen Lernstationen folgen immer wieder Unterrichtsblöcke an der Berufsschule. Das kennt auch Marco, der bereits ein Jahr weiter in seiner Ausbildung ist. Er lernt den Beruf des Fertigungsmechanikers und musste selbst auch erst einmal herausfinden, was sich genau dahinter verbirgt. „Meine erste Erfahrung bei Audi habe ich als Schüler im Rahmen eines Schülerpraktikums gemacht. Zuerst habe ich überlegt, Lackierer zu werden, habe mich dann aber doch anders entschieden und eine Ausbildung als Fertigungsmechaniker begonnen.“ Marco lernt manuelles und maschinelles Spanen und Fügen sowie das Montieren und Prüfen von Bauteilen und Baugruppen. Nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hat, wird er sowohl in der Fahrzeugfertigung arbeiten können, als auch im Rohbau und in der Montage. Wo genau sein Einsatzort sein wird, soll im Laufe der Ausbildung gemeinsam mit ihm und seinem Trainer herausgefunden werden. Wichtig ist nicht nur das Können, sondern auch Neigung und Talent.

„Mein erstes Ausbildungsjahr habe ich komplett im Audi Bildungswesen verbracht. Dort haben wir gelernt, die einzelnen Maschinen zu bedienen“, sagt Marco. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr wurden auch sie in Lernstationen eingesetzt. Gemeinsam mit Marco haben rund 100 Auszubildende vor zwei Jahren ihre Ausbildung als Fertigungsmechaniker begonnen. Darunter waren auch viele Mädchen: Der Anteil der weiblichen Auszubildenden liegt bei den gewerblich-technischen Berufen schon bei rund 25 Prozent.

Genauere Informationen zu den Ausbildungsberufen bei Audi gibt es unter www.audi.de/berufsausbildung. Neben Berufsbeschreibungen finden Sie dort Links zum Audi Karriere-Portal für Bewerbungen. Der Bewerbungszeitraum für den Einstellungsjahrgang 2015 läuft noch bis 26. September 2014.

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