Dem Marder auf der Spur

Qualitätssicherung

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi A3 Cabriolet: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,3 – 4,2; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 144 – 110.
Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Dem Marder auf der Spur

Zerbissene Kabel, kaputte Leitungen, zerfetzte Isoliermatten – Marder machen Autofahrern das Leben schwer. Ein Team von Audi-Mitarbeitern will dem mit ungewöhnlichen Mitteln Herr werden und hat dazu Marderdame Kyra engagiert. Ein außergewöhnliches Experiment.

Autobesitzer fürchten diesen Moment: Der Wagen springt nicht an, man öffnet die Motorhaube und erblickt ein Chaos aus zernagten Kabeln und Leitungen – und einen Marder, der natürlich sofort die Flucht ergreift. Um solche Schrecksekunden bei Audi-Kunden zu vermeiden, hatten Dieter Neumann von der Audi-Qualitätssicherung und sein Team eine ungewöhnliche Idee: „Wir wollten wissen, welche Wege der Marder im Auto nimmt. Denn vielleicht gibt es Möglichkeiten, ihm diese zu blockieren“, erklärt Neumann. Auch in welche Materialien der Nager am liebsten beißt, wollten die Audi-Mitarbeiter erfahren. Wieso also nicht einen Marder mit einem Audi gezielt zusammenbringen und ihn dabei filmen, wie er das Auto erkundet?

Dem Marder auf der Spur
Walter Simbeck, Bernd Hafner und zwei weitere Kollegen beim Versuchsaufbau.

Der Marder vor der Kamera

Unterstützung fanden die Qualitätssicherer südöstlich von München auf dem Filmtierhof Simbeck. Papageien, Wölfe, Schweine und sogar ein Panther sind dort zu Hause. „Jedes Tier ist so dressiert und an den Menschen gewöhnt, dass es problemlos vor die Kamera kann“, erzählt Hausherr Walter Simbeck. Auch eine Marderdame wohnt auf dem Hof: Kyra, drei Jahre alt, Steinmarder, mit einer Vorliebe für rohes Hühnchenfleisch.

Kyra ist die Hauptdarstellerin im Experiment. Um sich an das Auto zu gewöhnen, wohnte sie zuerst drei Wochen mit dem Testfahrzeug, einem Audi A3 Cabriolet, in einer Garage.

Dann wurden kleine Spezialkameras im Auto platziert und Kyra konnte loslegen: Sie hatte mehrere Stunden, um sich überwacht auszutoben und vor den Kameras zu posieren. Schon die Videoanalyse ist spannend: Obwohl Kyra nie in freier Wildbahn lebte und somit nie mit Autos in Berührung kam, ist der Audi schnell ihr Ein und Alles. Sogar ihren Käfig in der Ecke der Garage ignoriert sie – das Auto ist ihr neues Zuhause.

Dem Marder auf der Spur

Kyra erkundet ihr neues Revier.

Wie können Marderschäden verhindert werden?

Eine Eingangstür in ihr Heim findet sie schnell: die Geräuschkapsel unter dem Motor. Mit ihrem wendigen Körper drückt sie sich durch die kleinsten Gänge, die sie findet. Ihr erstes Ziel ist die Batterieabdeckung: Sie ist für den Marder offensichtlich weich und gemütlich – der perfekte Ort für ein Nickerchen. Auch die Geräuschdämmung unten am Auto ist dank des Glasfaserdämmmaterials schön flauschig und wird Kyras neuer Lieblingsplatz.

„Auf der gesamten Abdeckung fanden wir Stroh und Futterreste. Sie hatte sogar eine Toilettenecke“, resümiert Bernd Hafner aus der Qualitätssicherung am Ende des Experiments.

Dem Marder auf der Spur
Marderdame Kyra findet es im Motorraum sichtbar spannend.

Kyra hatte sich also eine richtige kleine Wohnung eingerichtet – aus der sie natürlich wieder ausziehen musste, denn ihre Arbeit war getan. Für die Qualitätssicherer hingegen geht diese jetzt erst richtig los: Den Mitarbeitern der Qualitätssicherung liegen etwa 60 Stunden Filmmaterial vor, das sie sichten und auswerten müssen. Können sie mit diesen Erkenntnissen künftig Maderschäden verhindern? „Funktionsbedingt lässt sich der Motorraum kaum gegen das Eindringen eines Marders schützen“, sagt Hafner. „Wir können aber durch verschiedene Maßnahmen das Schadensrisiko durch Bisse verringern.“ So etwa eine Ummantelung der Kabel mit Glasfasergewebe.

Kyra erkundet ihr neues Revier.

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Das Audi A3 Cabriolet wird für den Versuch hergerichtet.

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Im Autos werden verschiedene Kameras montiert, um jeden Schritt des Marders verfolgen zu können.

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Walter Simbeck, Bernd Hafner und zwei weitere Kollegen beim Versuchsaufbau.

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Frank Zuber

6. October 2017 um 11:26
Es ist schon verrückt, wie ein solch kleines und posierliches Tierchen, so einen Schaden anrichten kann. Auf die Idee muss man aber auch erstmal kommen, dies alles zu filmen.

Sehr interessanter Artikel und das Video war auch sehr aufschlussreich.

Vanesa

26. August 2017 um 17:41
Motorraum abschotten hat bei mir bestens geholfen. Mein damals neues Auto (118d) stand genau einen Tag auf meinem Hof und sofort war der Marder an der Dämmung.

Der Wagen hatte eh ordentliche Bodenplatten, kombiniert mit Karnickeldraht bis alles dicht war, war Schluss mit den Unsinn.

Anton

20. March 2017 um 22:17
Ich musste mich schon so oft mit Marderschäden abplagen. Zum Glück habe ich ab diesem Jahr eine Garage, aber letztes Jahr war es einfach nur schrecklich mit den Tieren. Nichtsdestotrotz, sehr informativer und gelungener Beitrag! Ich finde es gut, dass dem mal jemand nachgeht.

henrikke

24. January 2017 um 9:40
Danke für den tollen Beitrag aber eine Frage liegt mir noch am Herzen! Wie habt ihr denn das Foto mit dem Marder in der Motorhaube gemacht :-) LG Henrikke

Stephanie Huber

24. January 2017 um 16:22
Hallo Henrikke,

schön zu hören, dass dir der Beitrag rund um die Marderdame Kyra und unsere Audi Qualitätssicherer gefallen hat. Das Foto war natürlich schon ein glücklicher Zufall, aber wir hatten unseren Versuchs-Audi auch mit acht Kameras ausgestattet. Da konnte sie unserer Linse fast nicht entkommen und dieses wirklich süße Foto ist entstanden.

Liebe Grüße aus der Social Media-Redaktion

Werner

5. October 2016 um 13:56
sehr schicke Seite die ihr da habt, die Info waren ehr hilfreich für mich. DAnke

Britta Meyer

22. April 2015 um 9:02
Hallo Herr Lehmann,
Hallo Herr Stork,

im zweiten Quartal bringt Audi Original Zubehör mit der Marderabwehr ein neues Produkt auf den deutschen Markt, das für die Audi-Modelle A1, A3, A4, A5 und Q3 bestellbar sein wird. Bitten Sie doch Ihren Audi-Händler schon jetzt um einen Termin zum Einbau.

Herzliche Grüße aus Ingolstadt
Britta Meyer

Christian

26. August 2015 um 6:06
Hallo,

gibt es schon Neuigkeiten zum Marderabwehrsystem? Ist es schon bestellbar? Leider konnte mir mein Händler noch nichts zum neuen System sagen...

Vielen Dank & schöne Grüße aus dem Sauerland!
Chriss

Blümling

6. April 2015 um 13:16
Ich finde es super, dass in diese Richtung etwas getan wird. Gerade wenn man viel unterwegs ist und das Auto auf öffentlichen Plätzen abstellt, hat man schnell mal einen Marder der sich im Motorraum austobt.
Ich habe erst gestern bemerkt, dass sich ein Marder in meinem neuen Q3 aufgehalten hat; Spuren auf der Motor- und Batterieabdeckung. Den Haarspuren nach ist er über die Achse auf der Fahrerseite hineingelangt.
Im Web habe ich einen Anbeiter gefunden, der mit Lochblechen und Bürsten (um bewegliche Teile) den Motorraum verbarrikadiert.
Wann ist absehbar, dass Audi solche Nachrüstlösungen anbietet?

Britta Meyer

7. April 2015 um 7:25
Hallo Herr Blümling,

noch in diesem Quartal werden wir ein Audi Original Zubehör auf den Markt bringen, das der Marderabwehr dient. Es wird auch für den Audi Q3 erhältlich sein. Ihr Audi Partner bestellt und verbaut es Ihnen sicher gerne.

Herzliche Grüße
Britta Meyer

Christian

14. March 2015 um 20:05
Hallo, ich finde es sehr gut, dass Audi einen Marder genau bei seinem Werk beobachtet. Häufig wird so etwas ja gar nicht entdeckt.
Ich bin gespannt auf die zukünftigen Nachrüstlösungen, mit welchen man den Marder aussperren kann.
Gruß

Felice

10. January 2015 um 18:50
Hallo, mich würde das Ergebnis ihrer Arbeit interessieren.
Wie kann ich meinen Audi A3 Sportback Bj 2009 1,4 tfsi vor Madern schützen?
Gibt es Einbauteile von Audi, die dem Marder den Zugang in den Motor verhindern?

Britta Meyer

12. January 2015 um 14:03
Aktuell befindet sich das Team der Qualitätssicherung noch in der Entwicklungsphase und kann daher noch keine Nachrüstlösungen anbieten.

Andrea Sondermann

31. October 2014 um 11:47
Was sich auch hervorragend eignet ist ein Netz mit frisch geschnittenem Pferde Langhaar unter die Motor Haube zu legen. Marder werden von dem Geruch abgeschreckt.

Peter Matysik

31. October 2014 um 10:47
Oleoresin Capsicum (Pfefferspray) funktioniert hervorragend und ist für die Tiere unschädlich (fürs Material und Menschen auch, wenn sie sich nicht nach Kontakt durch die Augen wischen). Nach einiger Zeit verflüchtigt sich die ölige Substanz.