Audi Polizeiauto

Mit Blaulicht und Sirene

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi A4: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,7 – 3,7; CO2-Emission kombiniert in g/km: 153 – 95. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Der neue Audi A4 im Dienst der Polizei

Ende vergangenen Jahres hat Audi mehr als 100 Audi A4 an die rheinland-pfälzische Polizei ausgeliefert. Höchste Zeit, sich den Audi A4 im Polizeigewand näher anzuschauen. Blogautor Alexander Stiehle hatte die Möglichkeit dazu während einer Testfahrt.

„Darf ich mal das Blaulicht und die Sirene anschalten?“, frage ich mit spitzbübischer Freude, als ich im Audi A4 mit 80 Stundenkilometern über das Testgelände fliege. „Natürlich“, antwortet Audi-Ingenieur Klaus Mittag, „dafür sind wir ja schließlich hier.“ Ein kurzer Handgriff in Richtung Mittelkonsole und schon brause ich grinsend mit Sirenengeheul und Blaulicht über den Asphalt. Seit 2015 ist Audi wieder zurück im Polizeigeschäft. Erst im Oktober 2016 hat die rheinland-pfälzische Polizei mehr als 100 neue Audi A4 bekommen. Damit diese Autos den Anforderungen der Polizei entsprechen, kümmert sich eine kleine Abteilung um die Entwicklung der speziellen Sonderfahrzeuge. Von außen sehen sie aus  wie normale Serienfahrzeuge (mal abgesehen von Blaulicht und Folierung), doch im Inneren steckt jede Menge Extratechnik und einiges an Entwicklungsaufwand.

Audi Polizeiauto
Das Infotainment System in einem Audi Polizei Einsatzfahrzeug. Dem Fahrer stehen weitere Auswahloptionen zur Verfügung als im Serienmodell.

Jedes Bundesland hat seine eigenen Ansprüche

Klaus Mittag ist einer der Ingenieure, die tagtäglich Audi-Fahrzeuge auf ihren Polizeidienst vorbereiten. „Es gibt circa 30 verschiedene Arten von Polizeiwagen in Deutschland, weil jedes Bundesland andere Ansprüche hat“, sagt Mittag. Die Anforderungen kommen in erster Linie über Ausschreibungskataloge von den Polizeistellen, aber auch im Gespräch auf speziellen Fachmessen (RETTmobil, Interschutz) oder Workshops werden Anforderungen diskutiert und für die Projekte übernommen.

Es folgt ein aufwendiger Entwicklungsprozess, bei dem die Ingenieure im ersten Schritt ermitteln, wie viel des Bauraums des Serienfahrzeugs zur Verfügung steht. „Aufgrund der Terrorgefahr hat sich die Menge an Schutzausrüstung und Bewaffnung merklich erhöht. Und damit auch der Bedarf an Laderaum, sodass das Thema Raumnutzung ein zentrales Thema bei uns ist“, sagt Mittag.

Audi Polizeiauto

Erkennungsmerkmal jedes Einsatzfahrzeugs: Das Blaulicht. Bei Crashtests wird untersucht, wie es sich bei Unfällen verhält.

Vom Serienfahrzeug zum Polizeiwagen

Daraufhin erarbeitet das Team ein Grobkonzept, das die Verbauorte der jeweiligen Sonderausstattungen festlegt. Nach den Detailentwicklungen starten der Aufbau und die ersten Erprobungen. Auf sogenannten HIL-Prüfständen (Hardware in the loop) testen die Ingenieure elektronische Geräte wie zum Beispiel Funkgerät oder Blaulicht. „Wir schließen das Gerät an einen Computer an, der dann die Fahrzeugumgebung simuliert“, erklärt Mittag. „So können wir relativ schnell und einfach überprüfen, ob sich die Hardware gut in die restliche Umgebung integriert.“
Bei Crashtests versuchen die Ingenieure, Synergien mit anderen Abteilungen zu nutzen. Wenn eine Abteilung einen Crashtest für den Motor durchführt, dann setzen die Ingenieure der Sonderfahrzeuge ein Blaulicht auf das Dach. So können die Ingenieure feststellen, wie sich das Blaulicht im Falle eines Unfalls verhält. Sobald die Tests alle erfolgreich abgeschlossen sind, prüfen die Ingenieure das Fahrzeug auf einem abgesperrten Testgelände. „Wir sind mit Blaulicht und Horn unterwegs, daher dürfen wir nicht im normalen Straßenverkehr testen“, erklärt Mittag.

Bei Einsatzfahrzeugen gelten besondere gesetzliche Vorschriften

Audi Polizeiauto
Nicht nur Polizeifahrzeuge: Audi produziert weitere Einsatz- und Sonderfahrzeuge, so z.B. für Notärzte oder die Feuerwehr.

Mittlerweile haben wir einige Runden auf dem Testgelände gedreht. Die verschiedenen Funktionen sind gut erreichbar in der Mittelkonsole platziert. Mit einem Knopfdruck schalte ich Blaulicht, Sirene oder den Scheinwerfer im Dachbalken an. Dann bemerke ich, dass ich das rote Blitzlicht nicht aktivieren kann. „Es gibt eine Kaskade bei manchen Funktionen, wie Blaulicht und Horn oder Blitzlicht und Schriftzug im Dachbalken“, sagt Mittag, während er im Beifahrersitz neben mir auf die Mittelkonsole zeigt.
„Das bedeutet, dass manche Funktionen nur nacheinander aktiviert werden können. Zum Beispiel kann man das rote Blitzlicht erst anschalten, wenn man davor den Schriftzug im Dachbalken aktiviert hat.“

Wenn also zum Beispiel bei einer Kontrolle der Vorausfahrende nicht gemerkt hat, dass die Polizei ihn durch Einblenden eines Schriftzuges zum Anhalten auffordert, können die Beamten durch das Blitzlicht zusätzlich auf sich aufmerksam machen.

"Es gibt circa 30 verschiedene Arten von Polizeiwagen in Deutschland, weil jedes Bundesland andere Ansprüche hat."

Klaus Mittag, Audi-Ingenieur

Nach dem Diensteinsatz werden die Fahrzeuge wieder umgerüstet

Diese Kaskaden sind gesetzlich vorgeschrieben. Außerdem besitzt die Polizeiversion noch eine zweite Batterie, ein Videosystem und manche Fahrzeuge haben auch ein Heckauszugsystem für die Ausrüstung. Optional gibt es im Türbereich oder Kofferraum auch Stauraum für Waffen.
Nach der Testfahrt frage ich Mittag, was mit den Fahrzeugen geschieht, wenn sie aus dem Dienst „entlassen“ werden. „Oft werden die Fahrzeuge vier Jahre geleast. Wenn die Polizei sie kauft, sind sie meist länger im Einsatz. In der Regel werden die Fahrzeuge danach zurück gerüstet und als Gebrauchtwagen verkauft.

Audi A4 2.0 TFSI quattro
Aus dem Audi MediaCenter

Audi A4, A4 Avant, A4 Avant g-tron und A4 allroad quattro

Die neue Generation des Audi A4 fasziniert mit der zukunftsweisenden Synthese aus Technologie und Ästhetik. Die Bestseller-Familie von Audi ist auf sämtlichen Technikfeldern neu entwickelt; sie definiert die Maßstäbe im Segment neu. Das Reduzieren der CO2-Emissionen hatte bei der Entwicklung einen hohen Stellenwert. So haben die Ingenieure alle Technologien darauf ausgerichtet, die Fahrwiderstände zu senken.

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