Fahrszene des Audi A5 Sportback g-tron.

Klimafreundlich und kostengünstig: das Audi e-gas-Modell

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi A4 Avant g-tron: CNG-Verbrauch kg/100 km: 4,4 – 3,8; Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,5 – 5,5; CO2-Emission kombiniert in g/km (CNG): 117 – 102; CO2-Emission kombiniert in g/km: 147 – 126;

Audi A5 Sportback g-tron: CNG-Verbrauch in kg/100 Kilometer: 4,2 – 3,8; Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,3 – 5,6; CO2-Emission kombiniert in g/km (CNG): 114 – 102; CO2-Emission kombiniert in g/km (Benzin): 143 – 126.

Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Der neue Audi A5 Sportback g-tron

Ab August steht der Audi A5 Sportback g-tron zum Verkauf. Das dritte Mitglied der Audi g-tron-Flotte gehört nicht nur zu den klimafreundlichsten Modellen in seinem Segment. Mit ihm sparen Kunden auch noch Geld.

Eine Frage beschäftigt die ganze Autobranche: Wie lassen sich die CO2-Emissionen unserer Autos reduzieren? Und fast alle Hersteller liefern die gleichen Antworten: mit Hybriden, batterie-elektrischen Antrieben oder Brennstoffzellen. Doch Audi hat noch eine weitere Antwort parat: g-tron.
Das Besondere daran ist nicht der Antrieb der g-tron-Flotte, die im Juli mit dem Audi A4 Avant und dem Audi A5 Sportback auf drei Modelle erweitert wird. Erdgas-Autos haben auch andere Automobil-Hersteller im Angebot. Das Einzigartige ist das Konzept dahinter. „Mit g-tron sprengen wir die übliche Betrachtungsweise“, sagt Tobias Block, der bei Audi für die nachhaltige Produktentwicklung zuständig ist. „Wir schauen nicht nur darauf, was aus dem Auspuff rauskommt, wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz.“

Tankmodul des Audi g-tron
Das Tankmodul: Bestehend aus vier Gasflaschen mit einem Fassungsvermögen von 19 Kilogramm sowie einem 25-Liter-Benzintank, ermöglicht es eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern im reinen CNG-Betrieb. Die Gesamtreichweite: 950 Kilometer.

Das CO2-freie Auto?

Dieser Audi-Ansatz betrachtet die CO2-Emissionen „well-to-wheel“, wörtlich von der Quelle bis zum Rad. Die Betrachtungsweise setzt schon bei der Kraftstoffherstellung an. Der Energieträger, auf dem das ganze Konzept basiert, heißt Audi e-gas. Audi produziert es zum Beispiel selbst, in der Power-to-Gas-Anlage in Werlte. Mit Hilfe von Strom aus einer Windkraftanlage, Wasser und CO2 aus einer Biogas-Anlage entsteht dort synthetisches Erdgas.
Verbrennt das e-gas im Motor, wird lediglich die Menge an CO2 ausgestoßen, die beim Herstellungsprozess zuvor gebunden wurde. Das macht die Fahrt im Audi g-tron nahezu CO2-neutral. Also das CO2-freie Auto? Nicht ganz: Vorher entstehen Emissionen beispielsweise durch den Energieaufwand für den Aufbau der e-gas-Anlagen oder für die Kompression des Gases auf einen Druck von 200 bar an der Tankstelle.

Premiere auf der Genfer Autoshow - hier werden die neuen g-tron Modelle vorgestellt.

Vorgestellt wurden die neusten g-tron Modelle auf dem Genfer Autosalon.

Um Gas zu erzeugen gibt es verschiedene Wege

Dennoch reduziert sich der CO2-Ausstoß eines mit e-gas angetriebenen Autos gegenüber eines vergleichbaren Benziners um 80 Prozent. Diese Methode der e-gas-Gewinnung hat noch einen positiven Nebeneffekt: So kann überschüssiger Windstrom in synthetisches Gas umgewandelt und dann ins Erdgasnetz eingespeist werden. Ansonsten ginge dieser Überschussstrom verloren, weil man ihn in Norddeutschland schlecht speichern kann.
Die Anlage im norddeutschen Werlte ist die größte ihrer Art. Doch trotzdem reicht die dort produzierte Menge e-gas nicht aus, um den Bedarf der wachsenden g-tron-Flotte zu decken. Deshalb ist Audi bereits im vergangenen Jahr eine Partnerschaft mit dem Heiztechnik-Unternehmen Viessmann eingegangen, das im hessischen Allendorf eine weitere Power-to-Gas-Anlage betreibt. Zudem lässt Audi das e-gas künftig auch in sogenannten Reststoffbiomethan-Anlagen herstellen, in denen ausschließlich Reststoffe vergären und dabei Biomethan entsteht.

Die Audi g-tron- Modelle
Sportlich sparsam: Besonders ökologisch fahren die neuen g-tron Modelle mit Audi e‑gas. Audi sichert hierbei die entsprechende CO-Reduktion, indem das Unternehmen die getankte Gas-Menge in Form von Audi e-gas wieder ins Erdgasnetz einspeist.

Damit erweitert Audi die Definition von e-gas. Doch egal woher es stammt, für e-gas gilt immer ein Kriterium: Gegenüber einem vergleichbaren Benziner muss es die CO2-Emissionen in einer well-to-wheel-Betrachtung um 80 Prozent reduzieren. „Damit sind unsere g-tron-Modelle die klimafreundlichsten Automobile in ihrem Segment“, sagt Torben Baier, Projektleiter des Audi A4/A5 g-tron.

Und wie kommt das e-gas nun in die Tanks der Kunden? Der Kunde tankt an einer beliebigen CNG-Tankstelle, von denen es in Deutschland etwa 900, in Europa mehr als 3.600 gibt. CNG steht für compressed natural gas, also komprimiertes Erdgas. Audi speist dann die entsprechende Menge e-gas an anderer Stelle wieder ins Erdgasnetz ein.

Bisher musste der Kunde dafür beim Tanken die sogenannte e-gas-Tankkarte vorlegen. Auf ihr wurde die verbrauchte Gasmenge registriert. Inzwischen läuft die Bilanzierung nun vom Kunden unbemerkt im Hintergrund ab. Die eingespeiste Menge an e-gas basiert dann auf dem Normverbrauch (NEFZ) und einer hochgerechneten Laufleistung, die Audi über die Serviceintervalle festlegt. Das ist für die g-tron-Kunden bequemer und günstiger. Denn sie sparen sich die 14,95 Euro, die die e-gas-Tankkarte monatlich gekostet hat.

Skizze Weg CNG Audi g-tron

Der Weg des CNG: Von der Energieerzeugung durch Windkraft, über die Elektrolyse und Methanisierung bis in den Fahrzeugtank, durchläuft CNG verschiedene Schritte. Schließlich steht es als umweltfreundlicher Kraftstoff für Audi g-tron Fahrer bereit.

Der g-tron ist sparsam – auch für das Portemonnaie

Doch so oder so fahren g-tron-Kunden mit einem Lächeln an die Tanksäule. Zurzeit bezahlt der Fahrer eines A4 2.0 TFSI (190 PS) pro 100 Kilometer in Deutschland mehr als 8 Euro für Sprit, der eines A4 2.0 TDI (190 PS) knapp 5 Euro. Für den A4 g-tron (170 PS) sind hingegen nur knapp 4 Euro fällig. „Unsere g-tron-Modelle sind günstiger als Fahrzeuge mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren“, sagt Baier.
Je nach individueller Fahrweise und entsprechendem Verbrauch sind die Mehrkosten für einen Audi A5 Sportback g-tron (ab 40.800 Euro) gegenüber einem TFSI (ab 37.800 Euro) in Deutschland schon bei wenig mehr als 30.000 Kilometern wieder reingefahren. Auch in Sachen Alltagstauglichkeit punktet die g-tron-Technologie.
Dank der vier Gastanks, die zusammen 19 Kilo fassen, fahren der Audi A4 Avant g-tron und der Audi A5 Sportback g-tron im Gasbetrieb rund 500 Kilometer weit. Sollte dann keine Erdgastankstelle in der Nähe sein, kein Problem: Die g-tron-Modelle schalten automatisch auf Benzinbetrieb und kommen mit dem Sprit im 25-Liter-Tank noch einmal rund 450 Kilometer weit.

Skizze des CNG Tanks.

In diesen Tanks wird CNG (compressed natural gas) gespeichert. Eine Matrix aus gasdichtem Polyamid bildet die innere Lage, eine zweite Schicht aus einer Mischwicklung aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) und glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) sorgt für höchste Festigkeit. Die dritte Schicht aus Glasfaser dient der Visualisierung eventueller äußerer Einflüsse. Als Bindemittel für die Faserwerkstoffe dient Epoxidharz.

Unterm Strich bleiben 80 Prozent weniger CO2

Klimafreundlich, preiswert und alltagstauglich – vieles spricht für den g-tron. Einen Wehrmutstropfen gibt es noch – zumindest für Audi als Hersteller: Das eingesparte CO2 wird für das Erreichen der internationalen Flottengrenzwerte nicht angerechnet.  In naher Zukunft könnte sich das jedoch ändern – zumindest in der Schweiz.
Dort hat der Nationalrat einer Gesetzesänderung zugestimmt, wonach synthetische Kraftstoffe bei der CO2-Flottenemission berücksichtigt werden sollen. Bis das Gesetz in Kraft tritt, kann es aber noch bis zu zwei Jahre dauern. Doch egal was die Politik macht: 80 Prozent wenigerCO2 bleiben – mit oder ohne Flottenanrechnung.

Audi A5 Sportback g-tron und Audi A4 Avant g-tron
Aus dem Audi MediaCenter

Alternativen für die Mittelklasse: Audi A4 und A5 ab sofort als g-tron bestellbar

Audi bietet seinen Kunden zwei nachhaltige Alternativen in der Mittelklasse: den neuen A4 Avant g-tron und den neuen A5 Sportback g-tron. Beide Modelle treibt je ein bivalenter 2.0-TFSI-Motor mit 170 PS an. Sie fahren – wie schon der A3 Sportback g-tron – wahlweise mit dem klimafreundlichen Kraftstoff Audi e-gas, normalem CNG (compressed natural gas bzw. Erdgas) oder Benzin. Kunden können beide Modelle ab sofort beim Händler ordern.nnA4 Avant g-tron: CNG-Verbrauch in kg/100 km: 4,4 - 3,8*; Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100km: 6,5 - 5,5*; CO2-Emission kombiniert in g/km (CNG): 117 - 102*; CO2-Emission kombiniert...

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Martyn Hornjak

22. October 2017 um 10:53
Hallo Frau Huber,
das Konzept hört sich sehr gut an und würde mich zu 100% überzeugen, wenn ich wüsste wie wartungsintensiv der Antrieb im Endeffekt ist. Ich kann leider nirgends nachlesen wie lange der Hersteller seine Garantie auf die Erdgas Tanks gibt, oder nach wie vielen Kilometern oder Jahren diese gewechselt werden müssen. Das die Tanks nicht mehr rosten können finde ich schon mal super, leider weiß ich von Berufs wegen wie spröde und brüchig Kunststoff unter Temperatur und Krafteinwirkung werden kann, immerhin müssen 200 bar sicher gelagert werden.
Wenn Sie mir Informationen diesbezüglich zusenden könnten würde es mir meine Entscheidung in Bezug auf meinen Kauf erleichtern.

Stephanie Huber

24. October 2017 um 20:22
Hallo Herr Hornjak,

wir freuen uns sehr über Ihr Interesse am Audi g-tron. Eine Matrix aus gasdichtem Polyamid bildet die innere Lage des Tanks für den Gasbetrieb, eine zweite Schicht aus einer Mischwicklung kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) und glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) sorgt für höchste Festigkeit. Die dritte Schicht aus Glasfaser dient der Visualisierung eventueller äußerer Einflüsse. Als Bindemittel für die Faserwerkstoffe dient Epoxidharz. Ein Wechselintervall ist hierfür nicht vorgesehen. Die Gewährleistung für die Tanks beträgt zwei Jahren ohne Kilometerbegrenzung. Unter http://bit.ly/2yLH1Cy finden Sie weitere Informationen zu diesem zukunftsträchtigen Thema. Viel Spaß beim Stöbern und viele Grüße aus Ingolstadt,

Ihr Social Media-Team

Roland Gärtner

6. October 2017 um 10:23
Dieses Antriebskonzept ist einfach faszinierend gut, überzeugend und ehrlich.
Dass Audi sich damit beschäftigt hat und ein so gutes Auto dabei herausgekommen ist, ist wirklich "Vorschritt durch Technik".
Ich verstehe nicht warum man so auch Elektromobilität setzt, die ja im Vergleich zu Gas weder umweltfreundlich ist- berücksichtigt man die Batterie-Produktion, noch zukunftsträchtig, wenn nicht ganz neue Battereien erfunden werden. Lithium ist begrenz auch andere seltene Metalle die benötigt werden.
Audi müßte viel mehr Reklame machen und politischen Druck. Frau Merkel darf nicht nur von Elektromobilität sprechen son muss auch überzeugt werden von der Gas-Mobilität.
Bitte, unserer Umwelt zuliebe: baut mehr Gas-Motoren

Dirk Sielmann

19. July 2017 um 10:58
Guten Tag Frau Huber,

ab wann kann der A4 g-tron bestellt werden?

Gruß

Dirk Sielmann

Stephanie Huber

20. July 2017 um 8:29
Hallo Herr Sielmann,

in wenigen Wochen wird der Audi A4 g-tron zu bestellen sein. Etwas Geduld brauchen Sie also noch :)

Herzliche Grüße aus der Online-Redaktion,

Stephanie Huber