Mehr Rechenpower als ein Eurofighter

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi A7 Sportback: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,3 – 5,2; CO2-Emission kombiniert in g/km: 167 – 138.
Audi A8: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,8 – 5,6; CO2-Emission kombiniert in g/km: 178 – 145. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Die automobile Zukunft mit Audi AI

Das Auto soll zukünftig zum Begleiter werden, der unsere individuellen Wünsche kennt und auf sie eingeht. Die Technologien dahinter subsumiert Audi unter dem Begriff Audi AI. Wie viel Audi AI im neuen A8 steckt, hat Blogger Benjamin Brodbeck recherchiert.

Das Automobil wird zur rollenden Technologiezentrale. Wie schnell diese Entwicklung voranschreitet, zeigt der neue Audi A8. Denn das Audi-Flaggschiff ist weltweit das erste Fahrzeug das hochautomatisiertes Fahren auf Level 3 ermöglicht. Konkret heißt das, dass der neue A8 in bestimmten Situationen die Fahraufgabe übernehmen kann und so den Fahrer pilotiert durch Staus auf der Autobahn bringt.

Damit die Technik funktioniert ist das zentrale Fahrerassistenzsystem (zFAS) notwendig. Denn der kompakte Zentralrechner kalkuliert aus den Signalen des Scanners, der Kameras und der Sensoren am Auto ein vollständiges Bild von der Fahrzeugumgebung.  Das zFAS verfügt über mehr Rechenleistung als die Steuereinheit des Eurofighter. Schon beeindruckend – aber wozu das Ganze?

Audi AI
Audi-Experte Miklos Kiss (l.) spricht mit Benjamin Brodbeck über die Zukunftsvision von Audi AI.

Steuereinheit im Audi mehr Rechenleistung als Steuereinheit im Eurofighter

Im täglichen Stau auf der Autobahn einfach die Hände vom Lenkrad nehmen und sich voll und ganz auf die Kinder konzentrieren, die auf der Rückbank mit einer Spider-Man-Figur spielen und dabei die Mama per Videotelefonie dazu schalten? Geht. Denn bei Level 3 muss der Fahrer das Fahrzeug nicht permanent überwachen.

Er muss aber in der Lage sein, das Lenkrad wieder zu übernehmen, wenn ihn das System dazu auffordert. Das passiert zum Beispiel, wenn die kleine Kamera im Cockpit erkennt, dass der Fahrer dauerhaft die Augen geschlossen hat oder das Sichtfeld der Kamera verlässt beziehungsweise dieses verdeckt ist. Dann warnt das System den Fahrer in mehreren Schritten. Das ist auch der Fall, wenn das Tempo die 60 km/h übersteigt, weil sich etwa der Stau wieder auflöst.

Das zentrale Fahrerassistenzsystem (zFAS) errechnet aus den Signalen aller Sensoren permanent ein detailliertes Abbild der Umgebung.

Audi AI fühlt, denkt und handelt

Der Audi AI Staupilot ist beeindruckend. Aber wenn die Autos immer intelligenter werden, ist autonomes Fahren das eine, aber noch lange nicht alles. Was kann ein Automobil bewerkstelligen, dessen Recheneinheit deutlich mehr Leistung zur Verfügung hat, als die eines hochmodernen Eurofighters, den nur seine Software präzise in der Luft hält?
Einen Eindruck gewinnt man, wenn man sich mit dem Konzept Audi AI beschäftigt. Das Kürzel „AI“ verbinde ich nicht durch Zufall sofort mit „Artificial Intelligence“. Denn Audi AI steht für intelligente und empathisch fungierende Technologien, die ab dem neuen Audi A8 in Serie kommen.

Mit Audi AI wird das Auto zum empathischen Begleiter.

Die Vision dahinter: Das Fahrzeug wird zum empathischen Begleiter, antizipiert Bedürfnisse und bietet von sich aus hilfreiche Funktionen und Services an. Und macht damit nicht nur das Leben leichter, sondern auch die Fahrt sicherer.
Voraussetzung dieser Idee ist natürlich das uneingeschränkte Vertrauen des Menschen in die Technik. „Audi AI findet in jedem Fall einen sicheren Weg“, verspricht Miklos Kiss, Leiter der Vorentwicklung für automatisiertes Fahren bei Audi.
Denn dank hochmoderner Sensorik, die im Millisekundentakt auf Daten von Kameras, Laser-, Ultraschall- und Radarmessungen zurückgreift und im zentralen Steuergerät zFAS zusammenführt und abgleicht, verhält sich das Auto individuell mitdenkend und kann so stets auf redundante Systemdaten anderer Sensorik zurückgreifen.

Sollten also beispielsweise die Kameras die gelben Fahrbahnmarkierungen im Baustellenbereich nicht richtig erkennen können, arbeitet das Fahrzeug zusätzlich mit den Daten von Laser und Radar. Dabei analysiert es das Verhalten der vorausfahrenden Fahrzeuge und stellt so nicht nur ein aktuelles Bild der aktuellen Fahrzeugumgebungssituation dar, sondern prognostiziert auch Möglichkeiten der entstehenden Verkehrssituationen.

Blogger Benjamin Brodbeck (r.) im Gespräch mit Audi-Experte Miklos Kiss.

Das Auto als persönlicher Assistent

Zukünftig soll Audi AI durch die Selbstständigkeit des Autos nicht nur Zeitvorteile und damit mehr Lebensqualität generieren, sondern auch aktiv für das Wohlbefinden des Fahrers und der Insassen verantwortlich sein. So soll „die 25. Stunde“ – so nennt es Audi – die durchschnittliche Stunde Mehrzeit pro Tag nicht nur durch autonome Mobilität, sondern auch durch die Gestaltung der Zeit im Auto schaffen.
Durch die volle Vernetzung mit der Infrastruktur und den anderen Verkehrsteilnehmern, durch wachsende Speicherkapazitäten und sich selbst erstellende und pflegende Datenbanken sowie durch Messinstrumente direkt am Körper des Fahrers – beispielsweise durch eine Smartwatch – lernt das Auto künftig die Bedürfnisse seiner Insassen einzuschätzen und konkrete Aktionen durchzuführen – oder zumindest Vorschläge zu unterbreiten.

Der Audi passt sich den Bedürfnissen seines Fahrers an

Seien es Wünsche zu besonderen Zielen zu bestimmten Tageszeiten, beruhigende oder aktivierende Farben in den Dekorleisten, eine bestimmte Klimaregelung, musikalische Vorlieben oder individuelle Sitzmassagen zum richtigen Zeitpunkt – all das wird bald möglich sein.

Das Video zeigt, welche Visionen Audi im Hinblick auf Künstliche Intelligenz hat.

Doch nicht nur die Zeit im Auto wird künftig besser und angenehmer genutzt werden können, sondern auch die Zeit im Großstadtdschungel. Durch speziell eingerichtete und sogenannte „Audi AI Zonen“ soll das Auto vor Parkhäusern abgestellt werden, um dann eigenständig einen Parkplatz finden zu können. Auf dem Weg dorthin kann es tanken oder laden, Pakete abholen oder in eine Waschstraße fahren.

Fährt das Auto künftig autonom, kann der Fahrer die Zeit im Auto nutzen, wofür er möchte. Damit gewinnt er im Durchschnitt knapp eine Stunde Zeit am Tag - die 25. Stunde.

Das ist nicht Science-Fiction, sondern befindet sich bereits in der Detailentwicklung. „Die größte Aufgabe für uns liegt derzeit in der Prozessoptimierung zur fortlaufenden Verbesserung der technischen Umsetzung der autonomen Mobilität“, erklärt Kiss.
Die Technik ist vorhanden, die Idee und die zukünftige strategische Umsetzung weit entwickelt. Doch der Aufwand, autonome Systeme in die jeweiligen Märkte einzuführen und marktspezifisch fortlaufend zu verbessern, ist eine enorme Herausforderung. Schließlich sind die Anforderungen in den Märkten sehr unterschiedlich.

Fest steht: Die Zukunft wird einiges schneller bringen als erwartet. In den kommenden Generationen Audi AI, wird das Auto immer stärker zum treuen und hilfreichen, individuellen Begleiter, der einem unsere Wünsche und so manchen Gedanken von den Lippen – beziehungsweise vom Handgelenk – ablesen kann. David Hasselhoff hat nur darauf gewartet.

CES Las Vegas 2017
Aus dem Audi MediaCenter

Pilotiertes Fahren mit künstlicher Intelligenz: Audi kooperiert mit Top-Unternehmen der Elektronikindustrie

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Schlüsseltechnologie für das pilotierte Fahren – Audi baut sich gemeinsam mit starken Partnern aus der Elektronikbranche entscheidendes Knowhow im Bereich Machine Learning auf. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, zeigt die Marke ein pilotiert fahrendes Konzeptauto, das in Zusammenarbeit mit NVIDIA entstanden ist.

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