Teams fassen Ergebnisse zusammen

Keine Angst vor Kollege KI – er ist ein Teamplayer

Die beyond Initiative von Audi diskutiert mit der Generation Y auf dem Z2X-Festival

Künstliche Intelligenz (KI) wird unsere Arbeitswelt grundlegend verändern. Aber was können wir heute tun, damit Kollege KI ein Teamplayer im Sinne unserer Gesellschaft wird? Um darüber zu diskutieren, hat die beyond Initiative von Audi beim Z2X-Festival in Berlin junge Visionäre an einen Tisch geholt – Blog-Autorin Olivia Faulbacher war vor Ort dabei.

Gelände des Z2X-Festival in Berlin
© Z2X || Beim Z2X-Festival in Berlin kommen junge Visionäre zusammen, um über Zukunftsthemen zu diskutieren.

Es ist ein sonniger Samstagmorgen auf dem Gelände des Radialsystems V in Berlin-Friedrichshain. Aber alles andere als ein gewöhnlicher. Die großflächige Terrasse direkt an der Spree füllt sich nach und nach mit jungen Menschen. Der Duft von Croissants und Kaffee liegt in der Luft – Gehirnnahrung für die über 1.300 visionären Köpfe, die hier an diesem Wochenende beim Z2X-Festival Ideen für eine bessere Zukunft voranbringen. Mit Visionen für Mobilität, Wirtschaft, Politik und das gesellschaftliche Zusammenleben im Gepäck warten die 2X (20- bis 29-)-jährigen Teilnehmer auf den Startschuss für das Festival von Zeit Online.

Audi spricht mit jungen Visionären über die Arbeitswelt der Zukunft

Der fällt um 10 Uhr. Zunächst stehen Blitzvorträge auf dem Programm. Eine der großen Zukunftsfragen dabei ist auch, wie wir im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz das Arbeitsleben gestalten möchten. Was müssen wir jetzt tun, um den technologischen Fortschritt so zu nutzen, dass er uns als Mensch und als Gesellschaft voranbringt? Das fragen Melanie Goldmann und Barbara Wege von Audi ins Plenum von 1.300 Querdenkern. Der Automobilkonzern ist mit seiner beyond Initiative vor Ort, um hier im anschließenden Workshop zusammen mit der Generation Y Ideen für die Arbeitswelt von morgen zu schmieden.

Vortrag Z2X

© Z2X
Melanie Goldmann und Barbara Wege von Audi sprechen über das Zeitalter von Künstlicher Intelligenz.

So denkt die beyond Initiative über Künstliche Intelligenz als Technologie hinaus

Die beyond Initiative ist ein Netzwerk, das verschiedene gesellschaftliche Player zum Thema Künstliche Intelligenz an einen Tisch holt. „Wir sprechen mit internationalen Ingenieuren, Juristen, Start-Ups, Psychologen und  Philosophen und fördern so einen interdisziplinären Austausch“, erklärt Projektleiterin Barbara Wege am Anfang des Workshops.

Mit über 40 anderen Z2X-Teilnehmern sitze ich in einem hellen Raum mit Blick auf die Spree. Wir gehen zunächst ein wenig in uns. Auch ich frage mich jetzt, wie ich mir ein gutes Arbeitsleben im Jahr 2035 vorstelle.
Wenn KI beispielsweise meine Mails beantwortet, könnte mir mehr Zeit für kreative Projekte bleiben. Auch die Worte „flexibler“ und „weniger Arbeit“ stehen nun auf unserem Plakat zur Zukunftsvision. Aber wie kommen wir dorthin? Welche Kompetenzen brauchen wir in dieser Arbeitswelt? Und wie können wir es schaffen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft von der Transformation profitieren? Darum geht es jetzt im nächsten Schritt.

Teilnehmer beim Workshop
© Z2X || Die Teilnehmer des Workshops gehen der Frage nach, wie sie sich die zukünftige Arbeitswelt vorstellen.

Welche Auswirkungen KI auf den ökonomischen Erfolg haben könnte

Wir schauen zunächst genauer auf die Ziele, die wir erreichen wollen, und bilden dazu vier Gruppen: Individuelle Freiheit und Sicherheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt, eine gute Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine sowie und wirtschaftlichen Erfolg. In unserem Team zum wirtschaftlichen Erfolg sind wir schnell einig: Die Technologie kann unser Arbeiten zukünftig effizienter machen. „Aber bestimmte Tätigkeiten wird in Zukunft die KI übernehmen“, heißt es aus der Gruppe: „Und wir müssen dafür andere Dinge können.“

Gruppenarbeit beim Workshop

© Z2X
In Gruppen entwickeln die Teilnehmer Ideen und Lösungsansätze, wie Künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt künftig beeinflussen wird.

Dafür entwickeln wir jetzt Maßnahmen. Wir schlagen Programmierkurse in Schulen sowie im Kontext beruflicher Weiterbildung vor. Darüber hinaus könnten Unternehmen Entrepreneurship intensiver fördern, um Talente handlungsfähiger und den Wirtschaftsstandort Europa somit attraktiver zu machen. Diese Visionen fließen nach unserem Ideen-Pitch in unseren gemeinsamen Masterplan für die Zukunft der Arbeitswelt ein.

Mehr Zeit für kreative Entfaltung?

Mehr Freiräume „beyond“ Lohnarbeit – das fordert anschließend das Team zur „individuellen Freiheit und Sicherheit“ für die Arbeitswelt von morgen. In ihrer konkreten Vision heißt das: Jeder darf sich alle 15 Jahre für ein Jahr lang Weiterbildungsmöglichkeiten, einer Start-Up-Gründung oder sozialem Engagement widmen und wird dabei unterstützt. Gute Idee, denn damit könnten wir mehr kreative Freiräume schaffen, wenn Kollege KI künftig beispielsweise unsere administrativen Tätigkeiten übernimmt.

Ergebnis-Wand des Workshops

Die Teams haben ganze Arbeit geleistet: Das Board zeigt die kreativen und innovativen Lösungsansätze, die die Teilnehmer während des Workshops entwickelt haben.

Aber wie sorgen wir dafür, dass die KI in unserem Sinne handelt? Wir staunen nicht schlecht – alle Teams haben hierzu einen ähnlichen Lösungsansatz entwickelt: Eine Art unabhängigen „Ethik-TÜV“. „Ich bin begeistert, mit wie viel Sinn für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit die Z2Xler unterwegs sind“, sagt Barbara Wege: „Für uns war zum Beispiel spannend zu sehen, dass viele von ihnen unseren Ansatz teilen, dass die Soziale Marktwirtschaft ein Vorbild für die Zukunft der Arbeitswelt sein kann“.

Den „Spirit und Drive“ von Z2X nehme sie mit, erzählt sie mir, als sich der Raum langsam wieder leert. Ganz ähnlich geht es mir als Teilnehmerin. Auch in weiteren Diskussionen zu politischen Themen, Feminismus oder den Kompetenzen eines Change-Makers wird mir immer wieder bewusst: Wir können alle „beyond“ denken. Mit frischen Visionen Gesellschaft und Arbeit von morgen gestalten. Und dabei Kollege KI gemeinsam zu einem Teamplayer entwickeln.

Plattform für Visionen und Ideen

Die Audi Initiative beyond ist dieses Jahr das erste Mal beim Z2X-Festival mit dabei. Zusammen mit den jungen Visionären entstehen hier kreative Ideen für die Zukunft.

© Z2X || Die Teilnehmer des Workshops erarbeiten die Themen: individuelle Freiheit und Sicherheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt, eine gute Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine sowie wirtschaftlicher Erfolg.

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© Z2X || Ziel des Workshops ist neben der Diskussion auch konkrete Ergebnisse zu formulieren.

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© Z2X || Die Teilnehmer können ihre Ideen miteinbringen und nehmen Impulse mit in ihren Alltag.

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beyond-Initiative
Aus dem Audi MediaCenter

beyond-Initiative

Künstliche Intelligenz (KI) wird unsere Mobilität, unsere Arbeitswelt und unser Leben substanziell verändern. Das Ziel der beyond Initiative ist es, dass KI zum Wohl der Gesellschaft eingesetzt wird. Im Fokus stehen das Vertrauen ins autonome Fahren und die Zukunft der Arbeit im KI-Zeitalter. Im ersten Schritt hat die beyond initiative ein interdisziplinäres Netzwerk aus internationalen KI-Experten aufgebaut. Philosophen und Psychologen treffen auf Software-Ingenieure, Start-Up-Unternehmer und Rechtsexperten. Denn beyond ist überzeugt: Um die KI-Transformation zu gestalten, müssen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik un...

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Reimann Vanessa

19. September 2018 um 8:10
Sehr interessanter Artikel!
1.9.0