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Die Details im Blick

Ein kleines Team von Audi-Mitarbeitern sorgt auf dem Genfer Automobilsalon dafür, dass die Autos richtig in Szene gesetzt werden. Unsere Autorin hat hinter die Kulissen geschaut und erfahren, worauf es beim perfekten Auftritt ankommt.

 Teamarbeit: Bevor es nach Genf geht, bereiten Norbert Pöchmann und sein Team die Autos in Ingolstadt vor
Teamarbeit: Bevor es nach Genf geht, bereiten Norbert Pöchmann und sein Team die Autos in Ingolstadt vor
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Es geht ums Feintuning. Sind die Vier Ringe in den Felgen exakt waagrecht? Zeigen alle Reifenventile akkurat nach unten? Kurz vor dem Start des Genfer Automobilsalons kümmern sich Norbert Pöchmann, Leiter der Abteilung VIP-, Presse-, Messe- und Sonderfahrzeuge, und sein Team darum, dass sich die Autos auf dem Audi-Messestand von ihrer besten Seite zeigen. Mechaniker, Elektriker, Lack- und Karosseriebauspezialisten – insgesamt sechs Mitarbeiter geben alles, damit das Arablau des Audi Q7 leuchtet, in allen Autos die Bordelektronik einwandfrei funktioniert und der neue Audi R8 ins richtige Licht gerückt wird.

Hier sind höchste Präzision und viel Liebe fürs Detail gefragt. „Das Wichtigste ist die Trimmlage“, erklärt Pöchmann. Mit der optimalen Luftfederung erreicht er den perfekten Abstand zwischen Reifen und Karosserie. Das betone die Sportlichkeit. Doch Pöchmanns Job beginnt nicht erst in Genf. Ein perfekter Auftritt braucht eine perfekte Vorbereitung.

Ingolstadt, zwei Wochen vor Beginn der Messe: Bevor es nach Genf geht, erfolgt in der abteilungseigenen Werkstatt der letzte Feinschliff. Gut 40 Autos finden hier Platz. Es gibt eine eigene Waschstraße und einen eigenen Prüfstand, damit die häufig noch geheimen Messeautos geschützt vor neugierigen Blicken aufbereitet werden können.

Die Details im Blick

Für alle Fälle: Ersatzringe und Schriftzüge dürfen auf keiner Messe fehlen

Nachdem den Autos ein spezieller Lack verpasst, sie gründlich poliert und die schönsten Felgen aufgezogen wurden, kommen sie auf einen geschlossenen Transporter und machen sich auf den Weg in die Schweiz. Auch für das Team heißt es jetzt: Koffer packen. Nicht nur der Messekoffer mit allerlei nützlichem Werkzeug kommt mit. Auch besondere Innenraumleuchten, die das Interieur der Autos besser zur Geltung bringen, werden eingepackt. Kfz-Mechaniker Bernhard Schwedtka fügt dem Gepäck noch eine ganz besondere Kiste hinzu. Sie ist randvoll mit Modellschriftzügen und Audi-Ringen. „Die sind ein schönes Souvenir und kommen während einer Messe gerne mal abhanden“, erklärt er. „Deshalb haben wir immer Ersatz dabei.“

Norbert Pöchmann weiß, dass er seinem Team während einer Messe Spitzenleistungen abverlangt. Anders als an der Produktionslinie muss hier jeder Mitarbeiter alle Modelle vom Audi A1 bis zum Audi R8 in- und auswendig kennen. Auch unter Zeitdruck kurz vor Messebeginn darf sein Team die Ruhe nicht verlieren und muss auf jedes Detail achten.

Pro Jahr betreut die Abteilung rund 140 Veranstaltungen weltweit. Für Pöchmann sind die vielen Reisen schon lange Routine. Seit 42 Jahren ist er bei Audi, seit 30 Jahren in der Abteilung für Messefahrzeuge. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, gesteht er. „Es gibt immer was Neues zu entdecken. Wir reisen in die exotischsten Länder der Welt und jede Messe ist eine neue Herausforderung.“

Die Details im Blick

Ausrichtung: Auf die richtige Position der Vier Ringe kommt es an

Der bisher knappste Coup seiner Mannschaft: die Auto Shanghai 2010. „Wegen der Staubwolke des Vulkans Eyjafjallajökull konnten wir nicht rechtzeitig fliegen“, erinnert sich Pöchmann. Anstatt fünf Tage kam das Team gerade einmal eineinhalb Tage vor Beginn der Messe an. Mit Hochdruck arbeiteten alle an der perfekten Aufstellung der Autos, polierten, justierten. Auch in solchen Stresssituationen gilt: Wer Großes leisten will, muss auch das Kleine im Blick haben. „Das hat Herr Winterkorn einmal in einem Interview gesagt“, erklärt Pöchmann. Das Interview hat er sich ausgeschnitten. Es prangt als Motto der Abteilung über seinem Schreibtisch in Ingolstadt. In Shanghai hat am Ende doch noch alles geklappt. „Geht nicht, gibt’s bei uns eben nicht“, sagt Pöchmann.

Verfolgen Sie die Audi-Pressekonferenz vom Genfer Automobilsalon am 3. März ab 10.50 Uhr (MEZ) im Livestream auf der Facebook-Seite der AUDI AG oder unter www.audimedia.tv.

 

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Q7 3.0 TDI quattro:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,3**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 287**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.

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Arme

2. March 2015 um 18:13
"Ein kleines Team von Audi-Mitarbeitern sorgt auf dem Genfer Automobilsalon dafür, dass die Autos richtig in Szene gesetzt werden." sehr gut!