Anna Niemann tested die Mixed Reality experinence mit der HoloLens.

Willkommen in der Mixed Reality

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi A7 Sportback 55 TFSI quattro S tronic: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,2 – 6,8; CO2-Emission kombiniert in g/km: 163 – 154;  Audi A8: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,8 – 5,6; CO2-Emission kombiniert in g/km: 178 – 145.

Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Die Funktionen des neuen Audi A8 mit der HoloLens erleben

Für große Exponate, wie Antriebsstränge, sind Reisen um die Welt zeitlich oft nicht machbar. Doch die Presse- und Technologiekommunikation von Audi macht es möglich - mit virtuellen Exponaten. Audi Blog-Autorin Anna Niemann hat diese Innovation getestet.

Blog-Autorin Anna Niemann blickt durch die HoloLens in eine virtuelle Welt.
Hier wird die virtuelle Realität in die Wirklichkeit geholt – ein Moderator erklärt Audi Blog-Autorin Anna Niemann die Funktionalitäten und Möglichkeiten der HoloLens.

Ein großer, dunkler und leerer Raum, in der Mitte steht eine weiße geschlossene Box auf Rollen. „Ist das alles?“, frage ich mich. Auf den ersten Blick wirkt das Setting unspektakulär. Befinde ich mich doch im Kinosaal des Museum Mobile von Audi – ein mir bekannter Ort. Als ich die Brillen entdecke, die wie aus einem Science-Fiction-Film aussehen, steigt die Spannung in mir. Was ich dadurch wohl sehen werde? Schließlich soll mir damit heute die Technik des neuen Audi A8 präsentiert werden – so wurde das Flaggschiff unserer Marke auch den Journalisten bei einem TechDay in Mühlheim und der Fahrveranstaltung in Valencia vorgestellt. Eine echte Revolution.

So funktioniert die HoloLens

Exponate sind schon sehr lange ein probates Mittel, um im Rahmen von Veranstaltungen Technologie erlebbar zu machen. Damit können technische Sachverhalte direkt an Antriebs-, Fahrwerks- oder Karosserie-Komponenten vermittelt werden. Mit dem sogenannten virtuellen Exponat, das durch die HoloLens von Microsoft möglich wird, ist Audi der erste Automobilhersteller, der die neue Datenbrille in dieser Art und Weise einsetzt.

Um die Bilder zu erzeugen, benötigt die HoloLens keinen PC und ist daher auch kabellos. Im Brillengestell sitzt ein Mini-Computer, der die Inhalte an zwei kleine Displays weiterleitet. Diese übertragen das Bild an vier Linsen, die es dann auf beide Augen projizieren. Hologramme, Multimedia-Inhalte oder Informationen sind so im Blickfeld des Nutzers sichtbar. Dafür müssen zunächst sogenannte CAD-Daten, das sind spezielle technische 3D-Animiationen, die auf Konstruktionsdaten basieren, für die Brille aufbereitet werden.

Kurz nach dem Aufsetzen der HoloLens erscheint der Audi Technikvorstand Peter Mertens als Hologramm vor mir und begrüßt mich. Er sieht so echt aus, als würde er direkt vor mir stehen. Das gibt mir das Gefühl hautnah dabei zu sein. Der Moderator, der heute die Funktionen und Möglichkeiten der HoloLens erklärt, weist auf die erste Station hin, zum eigentlichen Highlight, dem neuen A8. Plötzlich steht er vor mir, in seiner gesamten Größe, also im Maßstab 1:1. Ich bin wirklich beeindruckt. Die virtuelle Welt in die Wirklichkeit holen, das kann die HoloLens wahrhaftig.

Augmented Reality gleich Mixed Reality?

Im Gegensatz zur Virtual Reality (VR) taucht der Träger der HoloLens nämlich nicht komplett in eine optisch und akustisch virtuelle Computerwelt ab. Stattdessen nimmt er weiterhin seine Umgebung wahr und erlebt eine erweiterte Realität, die Augmented Reality. Diese Erweiterung der Realität wird auch als Mixed Reality bezeichnet, da es sich um eine Verschmelzung von realer und virtueller Welt handelt.

Anhand des virtuellen Exponats erklärt mir der Moderator die unterschiedlichen Funktionen und Sensoren, unter anderem das zentrale Fahrerassistenzsystem zFAS. Ich bewege mich ein paar Meter weiter weg vom Auto. Nun kann ich sehen, in welchem Bereich der Laserscanner aktiv ist. Eigentlich ist der Laserstrahl nämlich für den Menschen unsichtbar, denn er liegt im Infrarotbereich. Durch die Animationen in der Brille wird dieses wichtige technische Detail des A8 für mich sichtbar.

Die Technik hinter der HoloLens.

Der Laserscanner des A8 ist aktiv. Dieser kann vom menschlichen Auge selbst nicht gesehen werden und wird durch das Aufsetzen der HoloLens sichtbar.

Virtuelles Exponat erklärt komplexe Sachverhalte verständlich

Besonders interessant finde ich die Darstellung des zFAS, das Herzstück für das pilotierte Fahren. Dieses Steuergerät errechnet aus den Sensordaten permanent ein umfassendes Abbild der Umgebung. Mit einer Animation aus roten Markierungen, die durch das virtuelle Innere des Autos flitzen, kann ich nachvollziehen, wie der Datenfluss funktioniert, wenn das zFAS aktiv ist. Mein erstes Fazit: Dieses virtuelle Exponat ermöglicht es, viel komplexere Sachverhalte zu erklären, die bei einem physischen Exponat nicht in dieser Tiefe gezeigt werden könnten.

Die HoloLens macht Technik auf einer ganz neuen Ebene erlebbar. Denn die technischen Sachverhalte können durch 3D-Animationen direkt am Fahrzeug gezeigt und erklärt werden. Rechts neben der A8-Animation sehe ich nun ein großes virtuelles Cockpit vor mir. Hier lerne ich was dem Autofahrer angezeigt wird, wenn der Staupilot verfügbar ist und wie es sich verändert, wenn er aktiviert wurde. Da es sich bei diesem System um eine absolute technische Neuheit und um einen wichtigen Schritt in Richtung automatisiertes Fahren handelt, ist eine detaillierte Erklärung essentiell.

HoloLens macht Audi AI Staupilot erlebbar

Jetzt endlich kommt der weiße Tisch ins Spiel. Durch meine Brille erkenne ich eine dreidimensionale Stadt, der Maßstab ist 1:200. Es sieht aus wie eine Spielzeugwelt, allerdings eine echt schicke Welt. Sie zeigt eine realistische Stausituation. Da kann der neue A8 zeigen, was er kann. Denn in der Realität ist es so: Hat der Fahrer den Staupilot mit der AI-Taste aktiviert, kann er den Fuß vom Gaspedal und die Hände dauerhaft vom Lenkrad nehmen. Fährt der A8 im Kolonnenverkehr mit maximal 60 km/h, übernimmt der Staupilot auf Autobahnen und mehrspurigen Kraftfahrstraßen mit baulicher Trennung zur Gegenfahrbahn die Fahraufgabe.

Während einer hochautomatisierten Fahrt überprüft eine Kamera, ob der Fahrer bereit ist, das Steuer wieder zu übernehmen. Sind beispielsweise die Augen des Fahrers längere Zeit geschlossen, fordert das System ihn auf, die Fahraufgabe wieder auszuführen. Es erfolgt eine Übernahmeaufforderung in drei Phasen – von optischen und akustischen Warnungen bis hin zur Notbremsung. Wie sich diese anhören, zeigt eine weitere Animation. Ein lautes Piepen ertönt – die Aufforderung wieder das Steuer zu übernehmen. Die Töne hört nur der, der die Brille aufhat. Den Klang überträgt die HoloLens über Lautsprecher, die in den Bügeln über den Ohren sitzen und so die Umgebungsgeräusche nicht abschirmen. Ich kann mich also parallel dazu auch mit anderen unterhalten.

Bloggerin Anna Niemann testet den A8 durch die HoloLens.
Nur eine Brille trennt die virtuelle Welt von der Realität. Künftig werden virtuelle Exponate durch innovative Technologien auf Abruf verfügbar sein können.

Neue Möglichkeiten für die Kommunikation

Mixed Reality ist die mediale Form, mit der sich in Zukunft die größte Vielfalt für eine Digitalisierung der Audi Kommunikation ergibt. Sie ermöglicht ganz neue Möglichkeiten für die Vorstellung von neuen Modellen, Exponaten oder anderen technischen Prozessen.

Durch die geringe Größe und Gewicht kann die Brille flexibel zu beliebigen Anlässen zum Einsatz kommen – ein entscheidender Vorteil gegenüber einem physischen Exponat, das nicht von einem Tag auf den anderen ans andere Ende der Welt gebracht werden kann. Es können sogar mehrere Anwendungen auf der Brille gespeichert werden, sodass wir heute in Ingolstadt den neuen A8 präsentieren können, morgen in Valencia mit derselben Brille einen Antriebsstrang erklären und übermorgen Journalisten in Shanghai zu einer geheimen Sneakpreview zum Design des neuen Audi A7 einladen könnten. Damit ist die Audi Kommunikation Pionier im Bereich des virtuellen Exponats.

Das hat auch die Jury des Annual Multimedia Awards erkannt und das Projekt „Virtuelles Exponat“ mit Silber im Bereich Digitale Sonderformate ausgezeichnet.

Mehr Schein als Sein: mit der HoloLens-Technologie wird Virtualität zur Realität

Täuschend echt sieht er aus: Der A8 im virtuellen Blick durch die HoloLens.

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Zum Greifen nah: Durch die Mixed-Reality-Brille erscheint für Audi Blog-Autorin Anna Niemann der Audi A8 als virtuelles Exponat.

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Ohne HoloLens nicht mehr als eine weiße Box, mit HoloLens eine Darstellung des Staupiloten des A8.

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