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Ein „Puppchen“ aus Down Under

Vier Jahrzehnte schlummerte das Wanderer „Puppchen“ friedlich in einer Kiste in einem Hafen von Australien. Weshalb der Käufer das Auto nie abholte, gibt bis heute Rätsel auf.

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Von Deutschland nach Australien und wieder zurück. Dieser Wanderer 5/15 PS Typ W8 hat eine lange Reise hinter sich. Mehr als 40 Jahre lang lagerte er in einer Kiste in einer Lagerhalle eines australischen Hafens. Ein Kunde aus „Down Under“ hatte sich 1923 das erste Automobil der Marke Wanderer aus Deutschland per Schiff in die Heimat bestellt. Doch er holte den Wagen niemals abholte. Weshalb nicht, ist bis heute ungeklärt.

Wanderer Puppchen

In den 1960er Jahren fand die Reederei die Kiste bei einer Inventur. Die Überraschung war groß, als bei ihrer Öffnung ein Wanderer zum Vorschein kam. Die Reederei verkaufte den Wagen an einen australischen Oldtimerliebhaber, der damit begann, das zerlegte Automobil zusammenzubauen. Es blieb bei einem Versuch. Viele Jahre später kontaktierte er dann die Audi Tradition und so fand das Wanderer „Puppchen“ 1996 seinen Weg zurück nach Ingolstadt zu Audi ins Museum Mobile.
Seinen Spitznamen erhielt der 15 PS starke Dreisitzer durch einige findige Marketingidee. Die in Chemnitz ansässigen Wanderer-Werke, die bisher Fahrräder und Motorräder hergestellt hatten, wurden 1913 vom Stadttheater Chemnitz gebeten, einen ihrer ersten Kleinwagen für die Operette „Die keusche Susanne“ zur Verfügung zu stellen. Während der Aufführung fuhr der Sänger in dem kleinen Zweisitzer auf die Bühne und sang dabei das Lied „Puppchen, du bist mein Augenstern“. Das Publikum bezog den Titel auf den kleinen Wagen und so wurde das Wanderer-Automobil seitdem im Volksmund „Puppchen“ genannt.

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joan sanmartin

13. December 2015 um 10:11
q bonitos son los coches antiguos
Übersetzung: Wie schön doch die alten Autos sind