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Ein Tag mit der Audi race experience

Die Audi race experience bereitet Kunden auf den Renneinsatz vor - unter anderem den Extremsportler Felix Baumgartner. Blogger Oliver Walther war einen Tag lang zu Gast am Nürburgring und bestritt selbst einige Runden im Audi R8 V10 plus.

 Felix Baumgartner und Oliver Walther vor dem Audi R8 LMS ultra
Felix Baumgartner und Oliver Walther vor dem Audi R8 LMS ultra
Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Keine Angaben

Was für ein aufregender Tag! Audi hatte einige Blogger und Journalisten an den Nürburgring eingeladen, um in der neuen Wahlheimat des Extremsportlers Felix Baumgartner einen Einblick in dessen Projekt „From Heaven to Green Hell“ zu bekommen. Felix, der übrigens ein extrem entspannter Typ ist, hat sich vorgenommen, am Steuer eines Audi R8 LMS ultra das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring zu bestreiten. Auf dem Weg dorthin wird er von der Audi race experience begleitet und ausgebildet. Was dort mit dem sympathischen Österreicher in Sachen Fahrzeugtraining gemacht wird, konnte ich am eigenen Leib erleben.

Nach mehreren kurzen Videos über die bisherigen Fortschritte von Felix Baumgartner und Erklärungen zur Philosophie rund um die Audi race experience ging es für die Teilnehmer ans Werk. Übungsgeräte waren mehrere aktuelle Audi R8 V10 plus, die von uns um die Grand-Prix Strecke bewegt werden sollten, nein durften.

Ausgestattet mit schneeweißen Helmen, kletterten die Teilnehmer in die Fahrzeuge, über Funk gab der Instruktor seine Anweisungen durch. Die ganze Gruppe war heiß wie Frittenfett auf die Sportwagen und den GP-Kurs. Im zügigen Tempo ging es zunächst in eine Einführungsrunde. Der Instruktor wies mit seinem Audi R8 GT die Ideallinie auf. Alle relevanten Punkte wie Einlenk- und Scheitelpunkte sowie der Kurvenausgang waren mit Pylonen markiert, eine willkommene Unterstützung. Wir Teilnehmer fuhren als Kolonne hinterher.

Race experience

Der Instruktor gibt die Linie auf der Rennstrecke vor

Mit Passieren des Start-/Zielbereiches ging es dann in die erste schnelle Runde: Der Instruktor legte eine Schippe drauf, wir hinterher. Immer mit den Hinweisen und Instruktionen unseres Raceguides auf dem Ohr. Das Tempo steigerte sich von Kurve zu Kurve und die Bremspunkte wanderten immer mehr in Richtung Einlenkpunkt. Wahnsinn, eigentlich nicht in Worte zu fassen.

Hinter mir brüllte der V10 und stemmte seine 550 PS in den Asphalt der Rennstrecke. Die aus den VLN-Läufen und Fernsehübertragungen bekannten Kurvenkombinationen flogen nur so heran. Das Yokohama-S erweist sich als Schlüsselstelle, schreckt doch der Höhenversatz in der Kurve erst einmal ab. Der R8 findet fast von alleine die richtige Linie.

„Der Advanbogen geht voll im fünften“, sagt der Instruktor über Funk – stimmt. Aber nur, wenn man die Linie sauber trifft. Ich war einen halben Meter zu weit links und bin am Ende laut rappelnd über die Curbs gefahren. Der R8 zieht mit stoischer Ruhe mit. „Hier gehört der Wagen hin“, waren meine Gedanken, als es nach der Bergauf-Schikane und der Coca-Cola-Kurve wieder auf die Start-/Zielgerade geht. So ging es weiter, Runde um Runde! Viel zu schnell war die Stunde Fahrzeit vorbei und mit schweren Armen aber bis in die Haarspitzen glücklich ging es nach einer Cool-Down-Lap Richtung Boxengasse.

Race experience

Oliver Walther nach der aufregenden Taxifahrt im Audi R8 LMS ultra

Mehr Automobiles Glück geht nicht! Denkste – Hot-Lap-Time. Hatte mich der Vormittag schon mehr als begeistert, krönten die Runden mit dem Renntaxi den Nachmittag. Rennfahrer-Ass und Le-Mans-Sieger Marco Werner und seine Schweizer Kollegin Rahel Frey gaben sich Ehre und zeigten uns, wo der Hammer hängt. Wir stiegen in die feuerfesten Rennanzüge und kletterten auf den Beifahrersitz der Audi R8 LMS ultra. Los ging es per Speed Limiter mit 60 Kilometer pro Stunde durch die Boxengasse.

Das, was dann passierte, werde ich in meinem Leben niemals vergessen. Marco Werner beschleunigte den Renneinsatzwagen derart brutal, ich brauchte bis zum Yokohama-S, um meinen Helm wieder von der Kopfstütze zu lösen. Kaum war dies gelungen, hing ich wie ein wehrloses Männchen im Fünf-Punkt-Renngurt. Marco hatte den Boliden heftig runtergebremst. Altobelli, was für ein Ritt.

Für den Rest der Runde konnte ich mich dann soweit im Sitz sortieren, dass ich die Runde genießen konnte. Was mir in diesen wenigen Minuten geboten wurde! Höchste Präzision an allen Punkten der Rennstrecke. Meine Bremspunkte flogen nur so vorbei und auch die erlernten Einlenkpunkte waren Geschichte. Wo ich eben noch von Traktion sprach, schießt nun der Audi R8 LMS ultra leicht übersteuernd aus den Kurven. Immer am Maximum!

Mehr von Oliver Walther lesen Sie in seinem Blog. Weitere Berichte über die Audi race experience und den Einsatz von Felix Baumgartner finden Sie unter anderem bei Thomas Majchrzak, auf GTspirit.com und bei Motortalk.

 

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R8 V10 plus

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,3**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 287**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.

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