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Experiment erfolgreich beendet

Ende Juli ist die Amerikanerin Lindsay Rule im Aufrag von Audi völlig ohne Geld zu einer zweiwöchigen Tour durch die USA gestartet. Mittlerweile ist sie an der Westküste angekommen – und berichtet von ihren Erlebnissen.

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Ohne Geld, dafür mit Rucksack und Handy im Gepäck ist Lindsay Rule Ende Juli in Boston zu einer zweiwöchigen Tour durch die USA gestartet. Für das Audi Blog hatten wir im Artikel „Unterwegs durch die USA“ den Start an der Westküste begleitet. Die 24-jährige Studentin hat in einem Experiment für Audi verschiedene Formen von Mobilität getestet – und ist mittlerweile erfolgreich an der Westküste angekommen.

Es ist vorbei! Meine fantastische Reise ist zu Ende. Kaum zu glauben, dass ich es in nur 14 Tagen geschafft habe – ohne ernsthafte Probleme. Einen Großteil meiner Zeit in San Francisco habe ich damit verbracht, darüber nachzudenken, ob ich einfach nur Glück hatte oder ob sich das Chaos der spontanen, ungeplanten Reise wirklich organisieren lässt. Vielleicht ein wenig von beidem. Ohne die Unterstützung der Audi Urban Future Initiative und natürlich all meiner Freunde von Rideshare, Craigslist und CouchSurfing hätte ich das nicht geschafft.

Als ich vor zwei Wochen aus den Büros von Höweler & Yoon in Boston kam, ging ich mit der Vorstellung auf die Reise, soziale Mobilität bestünde hauptsächlich darin, sich bei Facebook einzuloggen. Ich merkte allerdings bald, dass es nicht genügt, bei verschiedenen sozialen Plattformen angemeldet zu sein. Wenn ich meine Aufgabe erfolgreich meistern wollte, musste ich die verschiedenen Medien effektiv miteinander kombinieren.

Plattformen wie Craigslist, Ridejoy oder CouchSurfing sind dafür gedacht, Menschen in Kontakt zu bringen, die direkt etwas voneinander brauchen. Diese Vorstellung finden viele beängstigend, weil sie sich von ihren Smartphones, Laptops, ja sogar ihrer Kreditkarte lösen und sich stattdessen auf den guten Willen und die Vertrauenswürdigkeit Fremder verlassen müssen. Man muss daran glauben, dass hinter der Craigslist-Mitfahrgelegenheit ein anständiger Mensch steht, der wirklich nur behilflich sein will. Den meisten Menschen missfällt der Gedanke, die Kontrolle über ihr Leben derart zu lockern oder gar aufzugeben.

Das Gefühl von Vertrauen und Beherrschbarkeit, das die sozialen Medien beiden Seiten vermitteln, erleichterte meine Reise quer durch die USA und ermöglichte mir den problemlosen Wechsel von einem – insgesamt waren es sieben! – Transportmittel zum anderen – von Bus, U-Bahn, Straßenbahn zu Schiffen, Autos und Motorrädern.

Soziale Mobilität hat mich noch etwas gelehrt: Kreativ zu sein. In allen großen und kleinen Städten gibt es Menschen, die ihr Wissen teilen möchten, mit denen man etwas gemeinsam hat. Wenn man diesen Menschen zur richtigen Zeit die richtige Frage stellt, können sie einem helfen, dorthin zu gelangen, wo man hin möchte. In Minneapolis wusste ich nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen sollte – bis ich Allen Christian, einen örtlichen Künstler fand, der mir die Stadt in seinem exzentrischen Ford Pick-up zeigte.

Hätte ich mich einfach von Siri zu den Sehenswürdigkeiten von Minneapolis führen lassen, hätte ich die Stadt nicht aus der Sichtweise eines Einheimischen kennengelernt – ein Erlebnis, das viel bereichernder ist, als eine Liste mit Dingen, die man gesehen haben muss, abzuarbeiten.

Diese ganze Reise hat meine Wahrnehmung unserer Nutzung der sozialen Mobilität und der Möglichkeiten, die sie uns eröffnet, verändert. In Sturgis – einer Stadt abseits der großen Ballungsgebiete – traf ich Biker, die es sich leisten können, wochenlang am Stück unterwegs zu sein, weil sie für ihre Arbeit nur ein Laptop und kein richtiges Büro brauchen.

Und dann gab es den Fotografen Cameron, meinen neuen Freund, der mich von New York nach Chicago mitnahm. Er lebt in Portland, ist aber oft lange nur mit seiner persönlichen Ausrüstung, seinem Laptop und seinem Smartphone unterwegs, mit dem er seine neuesten Arbeiten postet, Inhalte einstellt und nach Rideshare-Mitfahrern sucht.

So kann soziale Mobilität den Weg zu neuen Lebensweisen, einem neuen amerikanischen Traum erschließen – einem, bei dem es nicht um die antiquierte Vorstellung von Haus, Auto und 2,3 Kindern geht, sondern um die Freiheit, die die Informationsinfrastruktur uns verschafft.

Sie möchten mehr über das Experiment erfahren? Lindsay Rule hat in ihrem Blog von ihren Erlebnissen berichtet. Mehr über die Audi Urban Future Initiative und die nominierten Projekte finden Sie unter www.audi-urban-future-initiative.com.

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