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Frauen in Kultur und Unternehmen

Wie beeinflusst ein neues weibliches Rollenverständnis unsere Gesellschaft? Bei einer Paneldiskussion im Rahmen der Audi Art Experience tauschten sich dazu am Mittwochabend Experten in der Münchner Pinakothek der Moderne aus.

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Wie beeinflusst ein sich wandelndes Rollenverständnis der Frau unsere Gesellschaft? Wir reagieren Unternehmen auf diese Veränderungen? Und welche Herausforderungen ergeben sich für die Zukunft in Ausbildung und Arbeitswelt? Diese und weitere Fragen standen am Mittwochabend im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde in der Münchner Pinakothek der Moderne.

Trendforscher Peter Wippermann, Soziologin Paula Irene Villa, die Kuratorin der Ausstellung, Carla Schulz-Hoffmann, und die Audi Fahrzeug-Projektleiterin Martina Weidinger diskutierten unter dem Motto „Schönes Wirtschaften“ über veränderte Rollenbilder in Kultur und Unternehmen. Die von Philipp Schwenke moderierte Veranstaltung von Audi Art Experience ist Teil des Rahmenprogramms der aktuellen Ausstellung „Frauen. Picasso, Beckmann, de Kooning“.

Trendforscher Wippermann vertrat die These, dass sich Frauen heute ihre Rolle verstärkt selbst aussuchen könnten. Dies bestätigte Audi-Frau Martina Weidinger. Ihr starkes Interesse habe sie dazu gebracht, diesen sehr technikaffinen Beruf zu wählen. Verstellen würde sie sich dabei aber nie: „Ich will meine Stärken in mein Arbeitsumfeld einbringen. Je authentischer ich dabei bin, desto besser gelingt mir das.“

Peter Wippermann und Martina Weidinger während der Podiumsdiskussion

Der Begriff der Freiheit, des freien Wählens, ist also verstärkt von Bedeutung. Gesellschaftliche Zwänge, die sich zuvor durch die klassische Rollenverteilung etablieren konnten, sind aufgebrochen und stereotypisierte Frauenbilder nicht mehr gültig. Soziologin Paula Irene Villa bestätigte: „Es ist nicht so, dass Frauen empfindsamer sind und besser kommunizieren als Männer. Das sind deutsche Klischees. Global betrachtet aber sieht das Rollenbild der Frau anders aus: Amerikanische Managerinnen beispielsweise können unsere Denkweise über die Rollenverteilung nicht nachvollziehen.“

Darin zeigt sich, dass das klassische Bild der Frau im Umbruch ist und dieser Wandel auch das Bild des Mannes verändert. Klar sei, dass die Abschaffung dieser konservativen Rollen auch eine Veränderung der Kultur und der Unternehmensstrukturen bedingen wird. „Schönes Wirtschaften“ könnte also schon bald Realität sein.

Die Münchner Pinakothek der Moderne zeigt noch bis zum 15. Juli ihre bislang größte Ausstellung mit rund 95 Frauendarstellungen von drei der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts: Pablo Picasso, Max Beckmann und Willem de Kooning.

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