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Großreinemachen mit staubsaugenden Robotern

Schweißen, nieten, kleben – Roboter sind aus dem Karosseriebau nicht mehr wegzudenken. Inmitten der orangen „Arbeiter“ stehen bei Audi aber weiße „Kollegen“: Sie sind die Reinigungskräfte im Team. Weitere grüne Putzkonzepte sind in Planung.

 Maximilian-Josef Wittmann brachte zweien seiner Roboter das Staubsaugen bei
Maximilian-Josef Wittmann brachte zweien seiner Roboter das Staubsaugen bei
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„Jede Woche sammeln die Roboter mehrere Kilo Staub“, erklärt Maximilian-Josef Wittmann aus dem A4-Karosseriebau in Ingolstadt. Feinster Staub, der sich an den Skids genannten Schlitten ansammelt, welche die Rohkarosserien im Audi Werk durch die Anlagen fahren. Bisher mussten die Monteure diese selbst säubern – während der laufenden Produktion. Ziel war daher eine automatische Lösung.

Die passenden Maschinen fand Wittmann an ungewöhnlicher Stelle: Ende 2010 zauberten weiße Roboter in einer von Audi unterstützten Kunstaktion beim London Design Festival Lichtnachrichten in den Himmel. Wittmann übernahm zwei der Roboter und ließ sie an ihre neuen Arbeitsbedingungen anpassen. Dort, wo andere Roboter ihre Werkzeuge halten, sind sie nun mit Bürsten und Staubsauger ausgestattet. Durch ihren Einsatz wird unter anderem die Staubbelastung in der Luft reduziert.

Kokos-Sauger

Kehrmaschine mit Kokosbürsten: Reinigung ganz ohne Chemie

Sauberkeit im Produktionsbereich ist nicht nur für die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig, sondern entscheidend für die Qualität der Produkte. Schmutz entsteht aber nicht in den Hallen, er wird meist von außen hereingebracht. Was also machen mit den einfahrenden Zugmaschinen und ihren Anhängern?

Hier hatte Maximilian-Josef Wittmann eine weitere Idee: metergroße Fußabstreifer für die Gummiräder. Reifenreinigungsfelder heißen sie korrekt. Sie bestehen aus bis zu sechs mal acht Meter großen Edelstahlwannen, in denen sich Kunststoffborsten wie bei einer Zahnbürste bewegen. Energieverbrauch: null. Haltbarkeit: viele Jahre. Inzwischen sind die Reifenreinigungsfelder an mehreren Stellen in Ingolstadt im Einsatz, weitere Standorte aus dem Konzern haben sich schon nach den Details erkundigt.

Clean Green

Gigantische Fußabstreifer säubern Fahrzeugräder vom Schmutz

Großreinemachen ist auch in der Produktionshalle N 60, dem Karosseriebau für die neue Generation des Audi A3 angesagt. Allein hier müssen täglich rund vier Kilometer Fahrstraßen und Wege penibel geputzt werden – denn Sauberkeit ist für die Arbeitspräzision absolute Pflicht. Doch auch die Umweltfreundlichkeit ist entscheidend: So besitzen die neuen Kehrmaschinen ein innovatives System aus Kokosbürsten, das auch ohne den Einsatz von Reinigungsmitteln und chemische Zusätzen gründlich arbeitet.

An weiteren Ideen für energieeffiziente Sauberkeit fehlt es nicht: Derzeit werden erste Zugmaschinen mit Magneten an der Unterseite erprobt, die metallische Partikel und Teile automatisch einsammeln. Angedacht sind zudem Roboter, die sich nach getaner Produktionsarbeit gegenseitig putzen.

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