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Harrison Ford fährt Audi

Im Science-Fiction-Epos „Ender’s Game“ fährt Harrison Ford einen ganz besonderen Audi: Es ist das erste Filmauto mit Vier Ringen, das nur virtuell existiert. Wir zeigen Ihnen, wo das Audi Fleet Shuttle quattro entstanden ist.

 Den Audi und die Landschaft in dieser Szene von
Den Audi und die Landschaft in dieser Szene von "Ender's Game" gibt es nicht in echt, sie entstanden am PC
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Ein Auto fährt einen einsamen Strand entlang. Ein Audi, sehr flach, sehr sportlich, mit Glasdach und Schmetterlingstüren. Der Strand liegt an einem riesigen See, umrahmt von Berggipfeln. Was für eine Landschaft und was für ein Auto! Zu schön, um wahr zu sein? Ja. Denn weder die Szenerie noch den Wagen gibt es in Wirklichkeit. Sie existieren nur in der virtuellen Welt des Science-Fiction-Films „Ender’s Game“, der heute in die Kinos kommt.

Die Kulisse haben die Filmemacher am Computer zusammengesetzt, aus dem See Pontchartrain bei New Orleans und der Berglandschaft um Vancouver. Das Auto entstand am Rechner von Audi-Designern – als erstes Filmauto mit Vier Ringen, das ausschließlich digital erschaffen wurde. „Ein Filmauto zu entwickeln, ist für jeden Autodesigner ein absoluter Traum“, sagt Björn Wehrli, der das Projekt als Designer betreute. Bei einem Serienauto müssen sich Designer an technische Vorgaben halten und sich an der Optik der Modellreihe orientieren. Hingegen ist die künstlerische Freiheit viel größer, wenn der Wagen nicht auf der Straße fahren soll, sondern nur auf der Leinwand.

Ender's Game

Zukunftsvision: Designer Björn Wehrli hat den futuristischen Audi entwickelt.

Natürlich gab es auch beim Zukunftsauto für „Ender’s Game“ Vorgaben. Bei den Dreharbeiten fuhr Harrison Ford einen A7. Die Special-Effects-Experten aus Hollywood legten im Nachhinein die 3-D-Animation des Science-Fiction-Wagens über den Serien-Audi. Also durfte die Silhouette des Filmautos nicht kleiner oder flacher sein als die des A7. Doch wie entwickelt man ein Auto für einen Film, der 75 Jahre in der Zukunft spielt?

„Man schaut sich zunächst die Stimmung der Filmbilder an“, beschreibt der 31-jährige Björn Wehrli seine Herangehensweise. In „Ender’s Game“ bereitet sich die Menschheit auf eine Invasion von Außerirdischen vor. Der Junge Ender Wiggin (Asa Butterfield) wird von Colonel Graff (Harrison Ford) in einem Militärcamp im Weltraum für die große Schlacht ausgebildet. „Die wenigen Szenen auf der Erde zeigen eine hoch entwickelte Hightechwelt“, erklärt Wehrli. Dazu sollte der Audi passen, der in drei Einstellungen zu sehen ist.

Auch wenn das futuristische Filmauto nie gebaut wird, sollen es die Kinozuschauer sofort als Audi erkennen. „Die markanten Leuchten in Verbindung mit dem dreidimensionalen Singleframe entsprechen dem typischen, künftigen Audi-Gesicht.“ Besonders wichtig waren Wehrli zudem die Schmetterlingstüren. In ihnen stecken für den Designer auch Audi-Gene: Denn es gab schon mal ein Science-Fiction-Auto von Audi mit Schmetterlingstüren – den RSQ, mit dem Will Smith 2004 durch den Film „I, Robot“ raste. Der RSQ war der erste Audi, der ausschließlich für einen Film entwickelt wurde. Er basierte auf einem Konzeptauto, konnte aber fahren – im Unterschied zum rein virtuellen Audi in „Ender’s Game“.

Ender's Game

Das Audi Fleet Shuttle quattro

Aber was hat Audi davon, in einem Film ein Auto zu präsentieren, das es nie zu kaufen geben wird? „Audi steht für Vorsprung durch Technik, Progressivität und außergewöhnliches Design“, sagt Kai Mensing vom Audi-Marketing. „Und ein Auftritt in solch einem futuristischen Film zahlt genau auf diese Attribute ein.“ Der Zukunfts-Audi dient Colonel Graff alias Harrison Ford als Dienstwagen. Auf den Türen des „Audi Fleet Shuttle quattro“ prangt ein Emblem mit den Buchstaben „IF“. Das steht für International Fleet (Internationale Flotte), zu der sich die Menschheit im Kampf gegen die Aliens vereint hat. Die Botschaft an Millionen Kinozuschauer: Nicht nur Ford, sondern die Weltregierung fährt in Zukunft Audi.

Zusammen mit dem Audi Design-Team hat Björn Wehrli mehr als ein Jahr lang am „Audi Fleet Shuttle“ gearbeitet und unzählige Skizzen gezeichnet. Der Aufwand hat sich gelohnt. „Unser Auto zum ersten Mal in der Animation fahren zu sehen, war total faszinierend“, schwärmt der junge Designer. Nun freut er sich darauf, sein „Baby“ auf der großen Kinoleinwand zu bewundern.

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