Aus unserem Archiv:

Einblicke hinter die Kulissen

Wer die Vielfalt der Automobilproduktion aus nächster Nähe erleben möchte, erhält bei den Erlebnisführungen durch das Audi-Werk in Ingolstadt Einblicke hinter die Kulissen. Wir haben eine Werkführerin begleitet.

 In der Montagehalle erklärt Sabine Mayer den Besuchern den Ablauf beim Bau eines Autos
In der Montagehalle erklärt Sabine Mayer den Besuchern den Ablauf beim Bau eines Autos
Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Keine Angaben

Sabine Mayer arbeitet seit fast zehn Jahren im Team der Werkführer in Ingolstadt. Heute leitet sie die Überblicksführung „Produktion kompakt“: In zwei Stunden werden die Teilnehmer erfahren, wie ein Audi A3 hergestellt wird. Unter den rund 30 Gästen sind Familien mit Kindern, eine Gruppe Senioren und einige junge Leute.

Bevor es zur eigentlichen Führung durchs Werk los geht, gibt es in einem Filmsaal eine kurze Einführung: Luftaufnahmen der Audi-Werke, Stationen der Führung und Sicherheitshinweise. Nachdem dann noch alle Teilnehmer mit Kopfhörern ausgestattet sind, kann die Tour starten.

Mit einem Bus werden die Gäste in die Nordhälfte des Werks gefahren – zum A3-Karosseriebau, einem der modernsten weltweit. Im Vorraum hängen zwei Motorhauben und Sabine Mayer lädt zum Raten ein: „Die Motorhaube des aktuellen Audi A3 besteht aus Aluminium. Im Vergleich zum Vorgänger konnte dadurch deutlich Gewicht eingespart werden. Wer errät, wie viel?“ Fünf Teilnehmer schätzen mit, der Jüngste liegt am nächsten dran: Es sind sieben Kilogramm.

Werkführung

Mayer führt die Gruppe durch die Montagehalle des Audi A3

Dann geht es in den Karosseriebau, wo Mayer die Arbeitsschritte der Roboter erklärt. 429 Schweißroboter, 335 Handlingroboter und 86 Kleberoboter arbeiten hier zusammen. Viele Roboter, die Einzelteile wie den Radhauskasten zusammenschweißen, sind in Gruppen zusammengefasst. In einigen Bereichen erfolgt das Kleben und Schweißen in einem Arbeitsgang: Das so genannte Punktschweißkleben spart Zeit, Kosten und Gewicht.

Für Mayer sind die Touren auch nach zehn Jahren noch abwechslungsreich: „Bei manchen Fragen von Fachleuten muss ich selbst überlegen, das ist herausfordernd. Neuwagenabholer oder Besucher wollen vor allem verstehen, wie die Herstellung funktioniert“, sagt sie. Die außergewöhnlichste Frage, die man ihr bisher gestellt hat, hatte jedoch nichts mit Autos zu tun: „Ein Teilnehmer wollte wissen, wie groß und wie alt ich bin“, schmunzelt die Werkführerin. Das habe sie aber nicht verraten.

Die nächste Station dieser Führung ist die Endmontage des Audi A3. Hier wird alles gemacht, was nach der Lackierung der Karosserie noch aussteht. Dabei werden zunächst die Türen wieder abmontiert. „Um einen einheitlichen Lack zu garantieren, muss alles im gleichen Arbeitsschritt lackiert werden. Profis erkennen den Unterschied“, erklärt Mayer.

Werkführung

Mit Bussen werden die Besucher zu den einzelnen Stationen der Führung gefahren

Das Audi Forum Ingolstadt hat 21 verschiedenen Führungen im Angebot – von Kinder- und Museumsführungen bis zu solchen Touren durch die Produktion. Die haben oft einen besonderen Schwerpunkt: Ob Lackiererei, Logistik oder die sechs Stunden dauernde „Hightech hoch drei“-Führung, bei der Besucher den Werdegang eines Audi von der Anlieferung des Stahlblechs bis ins Auslieferungszentrum verfolgen.

„Während wir die Kompaktführungen mehrmals täglich anbieten, richten wir uns bei den Themenführungen nach den individuellen Anfragen unserer Besuchergruppen“, erklärt Sabine Mayer. Und die gibt es regelmäßig von Fachleuten und Audi-Fans aus dem In- und Ausland.

Sie möchten auch bei einer Werkführung hinter die Kulissen schauen? Alle Informationen finden Sie online unter www.audi.de.

 

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.