Regisseur Tom Tykwer im Interview

„Ich bin ein großer Fan von Autos im Kino“

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi A8: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,8 – 5,6;CO2-Emission kombiniert in g/km: 178 – 145;
Audi A8 L: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,8 – 7,5; CO2-Emission kombiniert in g/km: 178 – 171. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Regisseur Tom Tykwer im Interview

Regisseur Tom Tykwer spricht im Interview über besondere Herausforderungen von Autoszenen im Film und seine Zusammenarbeit mit Tom Hanks. Außerdem verrät er, welche Audi-Modelle eine Rolle in seinem neuen Film „Ein Hologramm für den König“ spielen.

Herr Tykwer, worum geht es in Ihrem neuen Film „Ein Hologramm für den König“?

Die Geschichte handelt von Alan Clay. Er hat seinen Job verloren, seine Ehe ist gescheitert und er kann nicht mal mehr das College seiner Tochter bezahlen. Er versucht sich am eigenen Schopf aus der Misere zu ziehen, indem er nach Saudi Arabien reist, um dem König ein Kommunikationssystem für eine gerade entstehende Luxusstadt zu machen. Aber als er ankommt, ist da von einer Stadt noch nichts zu sehen und der König hat auch keine Zeit für ihn. Irgendwann verliert Clay die Hoffnung auf einen Deal.

Regisseur Tom Tykwer im Interview
Regisseur Tom Tykwer im Interview.

Das Drehbuch stammt aus Ihrer Feder, die Romanvorlage lieferte Dave Eggers. Wie unterscheiden sich die beiden Bücher?

Die Romanvorlage ist von einer eine relativ gedrückten Stimmung geprägt, hat zugleich aber viele absurde Momente. Ich habe spontan empfunden, dass der Film sehr viel leichter sein darf. Es sollte eine Komödie werden, mit märchenhaften Momenten, ohne den Ernst und die Tragik zu verlieren. Ein halbes Jahr habe ich das Drehbuch geschrieben. Dann habe ich Dave Eggers um Feedback gebeten. Ich wollte sichergehen, dass ihm der Film gefällt – gerade weil sich sein Genre von dem des Romans unterscheidet. Aber auch von anderen Personen, darunter Tom Hanks, wollte ich wissen, ob man mit einem leichten und unterhaltsamen Film ein so schwerwiegendes Thema behandeln kann. Sie alle haben mich darin bestärkt.

Das war nun bereits ihr zweites Filmprojekt mit Tom Hanks. Waren Sie bei „Ein Hologramm für einen König“ nun schon ein eingespieltes Team?

Wir vertrauen einander sehr. Und Vertrauen ist nun mal die perfekte Voraussetzung, um auf neue, gemeinsame Reisen zu gehen. Wenn Tom Vertrauen gefasst hat, gibt er sich ganz hin und probiert alles aus. Man kann ihm alles vorschlagen und er bietet eine immer noch verrücktere und faszinierendere Lösung für eine Szene Problem an. Zwischen uns ist ein spielerischer Wettbewerb entstanden, der uns unter eine sehr konstruktive Spannung gesetzt hat. Ich finde, das sieht man dem Film auch an.

Regisseur Tom Tykwer im Interview

Bei den Dreharbeiten: Tom Hanks und Sarita Choudhury auf der Rückbank des Audi A8 L.

Sie bezeichnen den Film als „Roadmovie“ Herr Tykwer. Warum?

Weil der Protagonist Alan Clay immer auf der Suche ist. Sein Ziel rückt immer weiter in die Ferne, je näher er sich ihm glaubt. Davon abgesehen, wird in dem Film wahnsinnig viel Auto gefahren. Im Auto finden wichtige Gespräche statt und im Auto werden auch Abenteuer erlebt. In diesem Film haben Autos außerdem eine weitere wichtige Funktion: Sie vermitteln den Status der einzelnen Figuren. Ich bin generell ein großer Fan von Autos im Kino. Sie können eine erstaunliche Dynamik und eine ganz bestimmte Form von Spannung erzeugen.

Sind Autoszenen im Film eine besondere Herausforderung?

Wenn man eine Fahrt authentisch filmen will, schon. Man könnte solche Szenen auch im Studio drehen und über den Bluescreen die Landschaft im Hintergrund nachträglich einsetzen. Aber ich finde es wichtig, die Schauspieler den realen Umständen auszusetzen: Die Zuschauer sollen sehen, dass Tom Hanks hinter dem Steuer des Audi R8 die gleißende Sonne und die beißende Luft in der Wüste tatsächlich spürt. Solche Umsetzungen sind technisch sehr aufwändig und kosten Zeit. Aber es lohnt sich: Die Authentizität der Szene spürt jeder sofort.

Wie steht es um Ihr persönliches Verhältnis zu Autos, Herr Tykwer?

Ich mag Autofahren, vor allem in der Stadt. Ich bewundere die Mechanik des Stadtverkehrs, dieser Organismus, der sich entwickelt, wenn sich Autos gegenseitig zum Tanz einladen.

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