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Im Zeichen der Vier Ringe nach Jordanien

333 Autos, 111 Teams und mindestens sechs Audi: Bei der Allgäu-Orient-Rallye geht es im Mai für den guten Zweck von Oberstaufen nach Amman in Jordanien – ohne Autobahn und Navigationsgerät. Wir haben zwei Teams vor dem Start getroffen.

 Das Team von 2Fast 2Curious mit Felix Noßke (2. v. re.)
Das Team von 2Fast 2Curious mit Felix Noßke (2. v. re.)
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„So kurz vor dem Start steigt natürlich die Aufregung“, gesteht Felix Noßke. Der 24-Jährige startet nächste Woche mit fünf Kommilitonen bei der Allgäu-Orient-Rallye 2014. Am 3. Mai geht’s los: Mit drei Audi fährt das Team „2Fast 2Curious“ um den Sieg. „Wir haben die Startnummer zwei und außerdem an den gleichnamigen Film gedacht“, erklärt Noßke den Namen.

Der Aachener hat vergangenes Jahr bei Audi in Neckarsulm seine Bachelor-Arbeit geschrieben – und nicht erst seit dieser bereits zweiten Station im Unternehmen stand für den Maschinenbaustudenten fest: Wenn Rallye, dann mit einem Audi. Drei Audi 100 Avant quattro sind es letztendlich geworden – und die zu finden war gar nicht so einfach. Das Tour-Reglement ist auch hier eindeutig: Auf dem Weg Richtung Jordanien sind nicht nur Autobahn und Navigationsgerät verboten, auch an die Fahrzeuge wird ein besonderer Anspruch gestellt: Sie dürfen nicht teurer als 1.111,11 Euro sein oder jünger als 20 Jahre.

Allgäu-Orient-Rallye

Stefan Vollnhals (3. v. li.) und Nils Riebeling (re.) mit ihren Team-Kollegen

Die gleiche Herausforderung hatten auch Stefan Vollnhals und Nils Riebling. Die beiden Audi-Kollegen wagen gemeinsam mit vier Freunden die Tour und mussten ebenfalls zuerst die Autos auftreiben. Das Team „Mission Camel“ geht nun mit zwei Audi A6 Avant quattro und ebenfalls einem Audi 100 Avant quattro ins Rennen. Vor allem auf den quattro-Antrieb sind die Ingolstädter stolz: „Der wird uns in der Wüste von Jordanien sicher hilfreiche Dienste erweisen“ , ist sich Stefan Vollnhals sicher.

Damit die Fast-Youngtimer auch wirklich die mehrere tausend Kilometer lange Tour in den Orient durchstehen, wurden sie im Vorfeld von Auszubildenden der Audi-Lehrwerkstatt instand gesetzt, Ölwannendichtungen und Kraftstoffleitungen wurden überprüft.

Die Allgäu-Orient-Rallye ist nicht nur wegen der besonderen Vorgaben für Autos und Fahrer ungewöhnlich, die Tour dient außerdem einem guten Zweck: Am Ende werden in Amman die Autos der Teams versteigert, der Hauptpreis ist ein Kamel, das einer bedürftigen Beduinenfamilie gespendet wird. Daher auch der Name des Ingolstädter Audi-Teams: „Mission Camel“.

Allgäu-Orient-Rallye

Letzter Check: Audi-Azubis haben das Rennauto überprüft

Dieser gute Zweck ist auch Felix Noßke und seinen Kommilitonen wichtig: Sie unterstützen in Jordanien zusätzlich noch ein Hilfsprojekt für syrische Flüchtlinge. Mit an Bord sind deshalb nicht nur die sechs Studenten und ihre Ausrüstung, sondern auch zahlreiche Hilfsgüter. „Hier gibt es in den letzten Tagen vor dem Start noch einiges zu tun“, erzählt Noßke. Und deshalb mischt sich die Aufregung vor der großen Abenteuertour auch mit ein wenig Hektik. Noch eine Woche, dann geht es los.

Sie können die Erlebnisse der beiden Teams verfolgen: Die Teams von „Mission Camel“ und „2Fast 2 Curious“ berichten auf Facebook von ihren Abenteuern unterwegs gen Orient.

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Sven Jürisch

20. August 2014 um 12:46
Herrlich heuchlerisch dieser Bericht. Auf der einen Seite kassiert Audi bei den Ersatzteilen für das zum Einsatz kommende Modell gnadenlos via Audi Tradition ab (Tank etwa 1.4000 Euro) auf der anderen Seite sind die verhaßten Mobile der Vergangenheit immer noch gut genug die Pseudo historie dieser Marke in die Welt zu tragen. Vermutlich hofft man bei Audi, dass auch die letzten verbliebenen Modelle möglichst irgendwo im Orient bleiben , um nicht die schöne neue Audi Welt hierzulande zu stören. Vorsprung durch Technik? Nein Rückschritt durch Abzocke.