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Intensivkurs für Jungforscherinnen

Tüfteln, stecken, löten: Zwölf Mädchen schnupperten am Dienstag in den Arbeitsalltag bei Audi. Im Rahmen des Forscherinnen-Camps waren die Schülerinnen in Ingolstadt zu Gast und bauten unter fachmännischer Anleitung ein Blaulicht.

 Nach Anleitung von Ralf Kuffer bauen die Mädchen ein Blaulicht zusammen
Nach Anleitung von Ralf Kuffer bauen die Mädchen ein Blaulicht zusammen
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„Zum Löten benötigt man eine leicht schmelzbare Metalllegierung. Diese fügt ihr auf die zu lötenden Stellen und erhitzt es mit dem Lötkolben“, erklärt Ralf Kuffer und zeigt, worauf es beim Bau eines Blaulichts ankommt. Der Ausbilder für Mechatroniker und Elektroniker gibt zwölf Jungforscherinnen in einem Workshop Einblicke in die Arbeitswelt bei Audi. „Es macht mir Spaß, mit jungen Leuten zusammen zu arbeiten und sie für technische Berufe zu begeistern.“

Genau das ist das Ziel des Forscherinnen-Camps, das 2007 vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft initiiert wurde. Eine Woche lang können Mädchen in einen technischen Beruf schnuppern und testen, wie es zum Beispiel ist, als Ingenieurin zu arbeiten. Audi ist bereits zum sechsten Mal Projektpartner – und gemeinsam mit der Hochschule Ingolstadt hat sich der Autobauer ein buntes Programm mit einem Mix aus Theorie und Praxis ausgedacht.

„Um Spaß an einer Sache zu bekommen, sollte man immer selber ausprobieren und nicht nur zuhören“, betont Dieter Omert. Deshalb habe sich das Projektteam einen konkreten Forschungsauftrag überlegt: „Die Mädchen sollen in dieser Woche ein System entwickeln, das Autofahrern hilft, Auffahrunfälle zu vermeiden“, erläutert der Leiter des Audi-Bildungswesens. Am Dienstagvormittag haben die Schülerinnen deshalb bereits Einblicke in die Technische Entwicklung bekommen. Bei anschließenden Testfahrten erlebten sie Fahrerassistenzsysteme aktueller Audi-Modelle hautnah.

Die Intensität und der Praxisbezug des Forscherinnen-Camps sei das, was sie angelockt habe, erklärt Sermin Sancili. Die 18-jährige Ingolstädterin interessiert sich schon lange für Naturwissenschaften. Mit der Teilnahme am Forscherinnen-Camp wolle sie nun herausfinden, ob sie im Anschluss an ihr Abitur ein technisches Studium wählen möchte.

In den nächsten Tagen hat sie dazu Gelegenheit. Neben den Methoden zur Produktentwicklung und der Entwicklung eines sicheren Fahrzeugs, lernen die Schülerinnen in dieser Woche auch noch, wie ein Auto programmiert wird. Am Freitag, dem letzten Camp-Tag, präsentieren die Jungforscherinnen dann ihre Ergebnisse im Ingolstädter Bildungswesen vor ihren Eltern und Vertretern aus Schule und Wirtschaft. Die Mädchen werden nicht nur ihre Lösungsansätze für das autonom fahrende Auto vorstellen und das fertige Blaulicht zeigen, sondern auch auf ihre Erlebnisse der Woche eingehen. Und Audi kann mit dem Angebot einmal mehr junge Menschen von der „Faszination Automobil“ überzeugen. 

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