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Fans erleben die Fahrer hautnah

Einmal das größte Langstreckenrennen der Welt live miterleben: Am besten beginnt man damit schon Tage vorher. Dann lassen sich die Rennwagen noch ohne großes Gedränge bei den Tests und Qualifyings beobachten und die Fahrer kennenlernen.

 Rainer, Monika und Michael Baisch (von vorne)
Rainer, Monika und Michael Baisch (von vorne)
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Donnerstagnachmittag, viertel nach drei in Le Mans: Die Audi Werkfahrer sind zur Autogrammstunde vor Ort – und die Fans schleppen alles an, was sich signieren lässt, Flaggen, Cappys, T-Shirts oder Modellautos.

Schon eine halbe Stunde vorher stand Familie Baisch aus Stuttgart in der Schlange, um sich eine Unterschrift ihrer Idole zu sichern. Am Dienstag haben sich Rainer und Monika Baisch mit ihrem 21-jährigen Sohn Michael auf den Weg gemacht: Aus Schwaben ging es mit dem Wohnmobil Richtung Frankreich, immer Richtung Rennstrecke. „Hier in Le Mans herrscht so eine einmalige Atmosphäre“, sagt Monika Baisch, „die wollten wir so früh wie möglich erleben!“

Zu Motorsportfans sind sie und ihr Mann Rainer durch Sohn Michael geworden. „Mit Christian Abt hat meine Begeisterung für den Motorsport angefangen, da war ich sechs Jahre alt. Und seit ich 16 bin, bin ich bei Le Mans dabei“, erzählt der junge Stuttgarter. Seine Leidenschaft für schnelle Rennen hat er dieses Jahr schon unter Beweis gestellt: Zum ersten Wertungslauf der WEC (World Endurance Championship) ist er nach Sebring in die USA geflogen, auch in Spa war er mit dabei. Und jetzt eben Le Mans. Die Audi Fahrer honorieren das bei der Autogrammstunde: „Dindo Capello hat mich wiedererkannt“, erzählt Michael strahlend. Für ihn hat sich das Warten in der Schlange gelohnt.

Werkfahrer Marco Bonanomi schreibt fleißig Autogramme

Werkfahrer Marco Bonanomi schreibt fleißig Autogramme

Auch die Dänin Vivi Rasmussen, die eine große rote Flagge mit einem weißen Kreuz in der Hand hält, ist glücklich. Alle Audi Fahrer haben sich auf Fanartikeln für sie und ihre beiden Kinder verewigt. Doch am allermeisten freut sie sich über den kurzen Plausch mit Tom Kristensen. Kein Wunder: Der achtfache Le Mans-Champion kommt aus ihrer Heimat Dänemark.

Das Motorsportherz der englischen Fans schlägt hingegen für ihren Landsmann Allan McNish: Simran Bourne war 2011 erstmals in Le Mans – und ist seitdem ein großer Audi Fan: „Nach dem Wahnsinnssieg habe ich mir einen Audi A4 gekauft.“ Und in den hat er dieses Jahr seine Kumpels aus Manchester gepackt, um die besondere Atmosphäre, die auf und neben dem Rennplatz herrscht, für eine Woche gemeinsam zu erleben. Schon jetzt sind sie begeistert vom Motorenlärm, der beim Qualifying an der Rennstrecke herrscht und der familiären Stimmung unter den Besuchern. „I will come back“, sagt Bournes Freund Brendan Rogers – und das, obwohl das Rennen noch nicht einmal begonnen hat.

Worauf sich Audi Fahrer Allan McNish in Le Mans freut, können Sie übrigens in unserem Interview mit dem Briten lesen.

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Redaktion

15. June 2012 um 11:26
Toller Blick hinter die Kulissen eines tollen Ereignisses. Wir sind gespannt auf die Folge-Stories.

bayernsport-Redaktion