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Mission erfüllt

Mehr als 2.000 Kilometer quer durch Deutschland für gerade mal gut 100 Euro und ohne einen Tropfen Benzin zu tanken: Unsere Blog-Autoren Dorothea Joos und Johannes Hofsommer haben ihre Mission mit dem Audi A3 g-tron erfüllt.

 Abgeschleppt. Der Audi A3 g-tron mit Solardraisine und unserer Blog-Autorin Dorothea Joos im Schlepptau
Abgeschleppt. Der Audi A3 g-tron mit Solardraisine und unserer Blog-Autorin Dorothea Joos im Schlepptau
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Wir steuern durch die saftig grünen Hügel des Odenwalds, zwischen steilen Hängen mit Kuhweiden und Wiesen mit Apfelbäumen hindurch. Heute sind wir ausnahmsweise nicht auf der Straße, sondern auf Schienen unterwegs. In einer Draisine radeln wir auf der über 100 Jahre alten Eisenbahnstrecke der Überwaldbahn zwischen Mörlenbach und Wald-Michelbach.

Bis zu acht Personen hätten hier Platz, doch Johannes und ich schaffen es auch ganz alleine durch die Odenwälder Hügel zu strampeln, denn die Draisine wird von einem Elektromotor angetrieben, der uns beim Treten unterstützt. Der Motor speist sich aus einem Solarpanel auf dem Dach. Zusätzlich gewinnt die weltweit erste Solardraisine Energie beim Bremsen und während der Talfahrt zurück.

Vor uns öffnet sich der Blick auf Dörfer, deren Häuser ebenfalls mit Solarpanels gedeckt sind. Unsere Gedanken aber schweifen zurück zu den vergangenen Energieerlenbissen: Mit der Mission, zukunftsweisende Konzepte zum Thema erneuerbare Energien in ganz Deutschland ausfindig zu machen, haben wir uns auf den Weg gemacht.

Audi A3 g-tron Sommertour

Kurz vor Nürnberg: Der Benzintank steht weiterhin auf voll. Noch einmal Erdgas nachtanken, dann geht’s zurück nach Ingolstadt

Entdeckt haben wir das Nige Hus auf Neuwerk, einer kleinen Insel in der Nordsee. Bereits die Anreise mit dem Pferdewagen über das Watt war ein Abenteuer und die Reise wert. Das Nige Hus selbst ist ein Vorreiter für ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept. Hier setzt die Familie Griebel auf Solarstrom, Solarthermie, Wärmerückgewinnung über die Kühlung der Gastronomie und hat außerdem eine Zisterne zum Bewässern ihrer Grünanlagen mit Regenwasser installiert. Weiter ging es nach Cuxhaven, wo uns im Cuxport die Dimensionen der Offshore-Anlagen, die von hier aus auf hoher See gebaut werden, beeindruckten.

Nachdem wir Sonne und Wind als Energielieferanten kennen gelernt hatten, wollten wir wissen, wie man diese Energien verknüpfen und speichern kann. Fündig wurden wir in Werlte, wo aus dem Kohlendioxid einer Biogasanlage und dem Wasserstoff aus der mit erneuerbarer Energie betriebenen Elektrolyse-Anlage Audi e-gas entsteht.

Wie genau eine Biogasanlage funktioniert, lernten wir in Jühnde, dem ersten Dorf weltweit, das mit der Abwärme seiner Biogasanlage das gesamte Dorf mit Heizwärme versorgt. Aber auch mit Wasser kann man Energie erzeugen, wie wir in Frankenberg erfuhren. Hier beweist die über 600 Jahre alte Walkemühle, wie Dank der technischen Renaissance mechanischer Antriebe heute regenerative Energie erzeugt werden kann.

Während wir auf der Solardraisine kräftig in die Pedale treten, resümiert Johannes: „Um in Sachen regenerativer Energien voranzukommen, müssen wir alle gemeinsam anpacken, so wie wir hier mit Muskelkraft und Solarenergie Meter für Meter gut machen.“ Da muss ich ihm zustimmen: Auf unserer Tour haben wir viele innovative Projekte kennengelernt, die ohne die Unternehmen und Menschen dahinter nicht möglich wären. Sie investieren in eine nachhaltige Zukunft, weil das nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist.

Audi A3 g-tron Sommertour

Wieder zurück: Nach mehr als 2.100 Kilometern Fahrspaß quer durch Deutschland geben unsere Autoren den Audi A3 g-tron nur ungern wieder in Ingolstadt ab

Genau wie der treue Begleiter auf unserer Tour: der Audi A3 g-tron. Genau 2.107 Kilometer sind wir mit ihm quer durch Deutschland gefahren, über die Autobahn und Landstraßen gecruist, über Feldwege bis zu den außergewöhnlichsten Projekten vorgedrungen. Eines haben wir dabei gelernt: ein umweltfreundliches Auto bedeutet keinen Verzicht auf Fahrspaß.

Nach unserer Tour mit der Solardraisine geht es ein letztes Mal mit ihm auf die Autobahn, die A6 nach Osten und dann auf der A9 Richtung Ingolstadt. Der Benzintank ist noch immer randvoll. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir es nur mit Erdgas einmal quer durch Deutschland schaffen“, sage ich zu Johannes. „Ja, aber Dank sparsamem Verbrauch und über 1.000 Erdgastankstellen in Deutschland war das doch ein entspannter Trip“, antwortet er.

Kurz vor Nürnberg müssen wir ein letztes Mal tanken. Mit der myAudi App suchen wir uns eine autobahnnahe Erdgastankstelle. Ein letztes Mal zieht Johannes die Audi e-gas Tankkarte durch, mit der wir die gesamte Strecke klimaneutral unterwegs waren. Zurück im Auto: Kassensturz. Wieder und wieder addiere ich die Beträge. Irgendetwas stimmt da doch nicht? Doch auch mit dem Taschenrechner ändert sich das Ergebnis nicht: 109,09 Euro. Ein ziemlich günstiger Trip quer durch die Republik!

Eine Woche lang haben unsere beiden Autoren Dorothea Joos und Johannes Hofsommer täglich von interessanten Zielen aus ganz Deutschland berichtet – immer mit dem Fokus auf erneuerbare Energien. Alle Reisebereichte der Audi A3 g-tron Sommertour lesen Sie hier im Audi Blog – und weitere Einblicke gibt es auch auf der Facebook-Seite AUDI AG.

 

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A3 g-tron

CNG-Verbrauch in kg/100 Kilometer: 3,6 – 3,3**;
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,5 – 5,1**;
CO2-Emission kombiniert in g/km (CNG): 98 – 89**;
CO2-Emission kombiniert in g/km (Benzin): 128 – 117**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.

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MrGermany

4. December 2016 um 21:59
ABSOLUT GENIAL! BITTE DRAN BLEIBEN! MORE! MORE! MORE!

Weiss das Trump schon?

Dafür würde ich mir Lobbyismus wünschen!

Britta Meyer

5. March 2015 um 13:50
Hallo Herr Benninghaus,

gerne gehen wir auf Ihren Beitrag näher ein und möchten Ihnen näherbringen, wie unsere Audi e-gas-Anlage in Werlte im Detail funktioniert.

Die e-gas-Anlage arbeitet in zwei Prozessschritten: Elektrolyse und Methanisierung. Im ersten Schritt nutzt die Anlage überschüssigen Grünstrom, um mit drei Elektrolyseuren Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zu spalten. Der Wasserstoff könnte als Treibstoff für künftige Brennstoffzellen-Autos dienen. Derzeit fehlt hier jedoch noch eine flächendeckende Infrastruktur. Deshalb folgt unmittelbar der zweite Verfahrensschritt: die Methanisierung.

Durch die Reaktion des Wasserstoffs mit CO₂ entsteht hierbei synthetisches Methan, das Audi e-gas. Es ist mit fossilem Erdgas nahezu identisch und wird über eine bereits vorhandene Infrastruktur, das deutsche Erdgasnetz, an die CNG-Tankstellen bundesweit verteilt. Die Einspeisung des Audi e-gases läuft seit Herbst 2013. Pro Jahr produziert die Audi e-gas-Anlage etwa 1.000 Tonnen e-gas und bindet dabei zirka 2.800 Tonnen CO₂. Das entspricht etwa der Menge, die ein Wald mit über 220.000 Buchen im Jahr aufnimmt. Als Nebenprodukte fallen lediglich Wasser und Sauerstoff an.

Im Produktionsablauf der Anlage hat die effiziente Nutzung der Energieströme höchste Priorität. Die Abwärme, die bei der Methanisierung entsteht, wird als Prozessenergie in der benachbarten Biogas-Anlage genutzt, dadurch steigt der Gesamtwirkungsgrad deutlich. Von dieser Anlage stammt im Gegenzug das hochkonzentrierte CO₂, das als Grundbaustein für das e-gas benötigt wird. Dieses CO₂ dient somit als Wertstoff und gelangt nicht in die Atmosphäre.

Mit dem e-gas aus Werlte können voraussichtlich 1.500 Audi A3 Sportback g-tron jedes Jahr jeweils 15.000 km CO₂-neutral zurücklegen. Der 1.4 TFSI des Fünftürers verbrennt fossiles Erdgas, Biomethan und Audi e-gas gleichermaßen; mit seiner bivalenten Auslegung kann er auch Benzin nutzen. Dadurch ergibt sich eine Reichweite von insgesamt rund 1.300 Kilometern.

Beim Kauf des Autos können Kunden ein Kontingent e-gas mitbestellen. Damit nehmen sie an einem bilanziellen Verfahren teil. Es stellt sicher, dass die Menge Gas, die sie an der Erdgastankstelle einfüllen, durch die Audi e-gas-Anlage ins Netz eingespeist wird. Bezahlung und Abrechnung läuft über die Audi e-gas-Tankkarte.

Der Audi A3 Sportback g-tron verbraucht im Mittel pro 100 km weniger als 3,5 kg e-gas. Die CO₂-Emission am Auspuff bleibt im NEFZ-Zyklus unter 95 Gramm pro km. Das Fahren mit Audi e-gas ist klimaneutral, denn das CO₂, das im Fahrbetrieb entsteht, wurde vorher bei der e-gas-Herstellung gebunden. Selbst in einer umfassenden Well-to-Wheel-Bilanz, die Energie und Aufwand für Bau und Betrieb der e-gas-Anlage sowie von Windrädern einbezieht, bleibt als CO2-Emission lediglich ein Wert von 20 Gramm pro Kilometer. Diese wegweisende Umweltbilanz wurde kürzlich vom TÜV Nord zertifiziert.

Das Audi e-gas-project weist weit über die Automobilindustrie hinaus. Es zeigt einen Weg auf, große Mengen Grünstrom effizient und ortsunabhängig zu speichern, indem dieser in Methan umgewandelt und im Erdgasnetz, dem größten Energiespeicher in Deutschland, eingelagert wird. Mit dem e-gas-project ist Audi Teil und Treiber der Energiewende. Mittlerweile haben große deutsche Energieversorger die Idee der Strom-Gas-Kopplung (Power-to-Gas) aufgegriffen und folgen Audi mit ersten eigenen Projekten.

Das e-gas project ist Teil der umfassenden Audi-e-fuels-Strategie, die eine wichtige Säule der Nachhaltigkeits-Initiative von Audi ist.

Diese Informationen finden Sie auch gebündelt als Video auf unserer Homepage: http://bit.ly/1NkfNSY.

Gerne würden wir erfahren, auf was Sie Ihren Kommentar „Milliardeneinsparung“ beziehen. Wir freuen uns, wieder von Ihnen zu lesen.

Herzliche Grüße
Britta Meyer

A. Benninghaus

5. March 2015 um 10:32
Hallo,

es sind ja schöne Anekdoten über ein "sauberes" Gas aus überschüssigem Ökostrom. Was allerdings in allen Rechnungen immer verschwiegen wird, dass sind die enormen Kosten für den Strom um daraus Wasserstoff herzustellen. Da für den Strom ja schon einmal das EEG gezahlt wurde und der Überschussstrom ja faktisch kostenfrei ist, lassen die Initiatoren einfach die EEG-Beiträge weg. Dann passen natürlich auch die Herstellkosten.

Das beim AUDI-Projekt genutzte CO2 bringt dann zusätzliche Probleme unter anderem mit den hochgiftigen Reststoffen aus der Biogasanlage mit. Diese Daten fließen nirgendwo mit ein, weder in der Umweltrechnung (!?) noch in den Kosten.

Das Gas ist eigentlich UNBEZAHLBAR und wird selbst bei kostenfreiem Ökostrom UNBEZAHLBAR bleiben. Es wäre auch zu Beweisen, ob mit dem Bau und dem Betrieb der Anlage mehr Schadstoffe eingespart werden können wie mit dem Betrieb der G-Tron eingespart werden können.

Ich BEZWEIFELE das. Aber was sind wir schon, wenn ein großer wie AUDI so etwas einfach behaupten kann und die Politik das einfach nachplappert. AUDI ist bisher jeden Nachweis schuldig geblieben.

Von Milliardeneinsparung kann niemals die Rede sein und wird auch niemals möglich sein.

mfg
benninghaus