Audi lunar quattro

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Mission to the Moon

Audi unterstützt das deutsche Team „Part-Time Scientists“ beim Raumfahrt-Wettbewerb Google Lunar XPRIZE. Bevor der Audi lunar quattro im kommenden Jahr 380.000 Kilometer zum Mond geschickt wird, stehen noch einige Erprobungen an. Das Audi Blog war bei einem der Tests dabei.

Vier Augenpaare blicken gespannt auf einen der sieben Monitore im Bedienraum der Sonnensimulationskammer der Technischen Entwicklung. Nebenbei wird gefachsimpelt – es geht um Temperaturdifferenzen, Sonneneinstrahlungswinkel und die alles entscheidende Frage: Welche Erkenntnisse über den Zustand des Mond-Rovers mit dem Namen Audi lunar quattro bringen die heutigen Tests? Die vier Augenpaare gehören zu Michael Schöffmann, Leiter Getriebeentwicklung bei Audi, Markus Bergmann, verantwortlich für die Sonnensimulationskammer bei Audi, Tom Schachner und Karsten Becker von den Part-Time-Scientists, also jenen Ingenieuren, die es sich zum Ziel gesetzt haben, einen Rover zum Mond zu schicken.

Wer erobert den Mond? Um den Google Lunar XPRIZE zu gewinnen, muss ein Team ein automatisiertes Fahrzeug auf den Planeten bringen, dort mindestens einen halben Kilometer zurücklegen und hochaufgelöste Bilder und Videos zur Erde senden.

Enorme Temperaturunterschiede in der Sonnensimulationskammer

Einen Tag zuvor hat Markus Bergmann die Raumtemperatur der Kammer auf -20 Grad Celsius eingestellt. „Über Nacht ist sie jetzt optimal heruntergekühlt, beste Voraussetzungen für unsere Tests“, sagt er. Dort, wo an normalen Arbeitstagen Klimaanlagen der Audi-Modelle getestet werden, ist heute ein Bett aus Sand aufgeschüttet. Unter dem Sandbett strahlen Thermoelemente die einen halben Zentimeter dicke Quarzsand-Schicht mit 170 Grad Celsius an, von oben simulieren weitere Heiz-Paneele die Sonneneinstrahlung. Mit den großen Temperaturunterschieden in der Kammer sollen die widrigen Bedingungen auf dem Mond simuliert werden. Bevor der Rover in den eiskalten Raum gebracht wird, stehen letzte Feinarbeiten an. Tom Schachner und Karsten Becker verschrauben die Halterung der Kamera auf dem Rover neu, letzte Kabel werden befestigt. Michael Schöffmann hat dabei immer ein wachsames Auge und tauscht sich mit den Part-Time Scientists über Verbesserungsmöglichkeiten am Audi lunar quattro aus. Wie kann die Stromversorgung gewährleistet werden? Welche Möglichkeiten zur Optimierung der Datenübertragung zur Erde gibt es?
„Mich reizt vor allem die technische Herausforderung der Mondmission. Hier kann Audi sein Know-how optimal einbringen“, sagt er. „So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben, wenn überhaupt.“ Bei der Konzeption des Rovers spielen viele Faktoren eine Rolle, auf die es auch bei der Entwicklung neuer Audi-Modelle ankommt – Themen wie Leichtbau, Elektrifizierung, Vernetzung und der quattro-Antrieb stehen an erster Stelle. „Bei der Mondmission geht es um jedes gesparte Gramm an Gewicht, genau wie bei unseren Audi-Modellen. Gleichzeitig wird der Elektrifizierung und der Vernetzung heute ein immer größerer Stellenwert beigemessen“, sagt Schöffmann.
Und dann ist es so weit – der Rover ist bereit für den Test. „Fahren wir unseren Rover rein“, sagt Schöffmann, ehe sich die drei in dicke Polarmäntel hüllen und Sonnenbrillen aufsetzen – zum Schutz vor dem grellen Licht in der Sonnensimulationskammer. Die Idee hinter den heutigen Tests ist es, die Bedingungen der „Mondlandschaft“ auf den Rover zu testen. Wie wirken sich die enormen Temperaturunterschiede von Raum- und Sandtemperatur auf den Rover und die in ihm verbauten Teile aus?

Der Google Lunar XPRIZE ist mit 30 Millionen Euro dotiert.

Meistert der Audi lunar quattro den Extremtest?

Einige Zeit später hört man ein erleichtertes Aufatmen aus der Runde: Weder die eiskalte Luft in der Kammer, noch die Wärme des Sandes haben sich negativ auf den Rover ausgewirkt. Kurz zuvor registrierten Becker, Schachner und Schöffmann noch „rote Punkte“ in der Wärmebildkamera. Erklären konnten sie sich diese nicht, also zog sich Becker wieder eine Jacke über, betrat die Kammer, tastete den Rover ab – und gab kurz daraufhin Entwarnung: Es sei keine reale Wärme festzustellen, die Sonnenpaneele des Rovers reflektierten die Wärme des Sands nur besonders gut.
Insgesamt sind zwölf Audi-Mitarbeiter bei der „Mission to the Moon“ involviert. „Wichtig ist dabei, dass wir interdisziplinär und übergreifend zusammenarbeiten“, sagt Schöffmann. Neben der Technischen Entwicklung bringen auch das Audi Design und die Qualitätssicherung ihr Know-how ein. „Die Designer nehmen am Rover momentan die letzten Feinabstimmungen vor“, sagt Schöffmann.

„Deshalb werden die heutigen Tests noch mit dem Prototyp durchgeführt.“
Den Test in der Kälte hat der Rover mit Bravour gemeistert, jetzt steht ihm eine weitere Herausforderung bevor – diesmal mit großer Wärme. Dafür stellt Markus Bergmann die Temperatur der Sonnensimulationskammer auf 60 Grad ein. Zwei Stunden dauert es, bis die Kammer auf Temperatur ist, dann blicken wieder vier Augenpaare gespannt auf die Monitore im Bedienraum. Und wieder folgt kurz darauf ein erleichtertes Aufatmen: Auch die enorme Wärme in der Sonnensimulationskammer bereitet dem Rover keine Schwierigkeiten.
Bis zur geplanten Mondlandung Ende 2017 wird es noch einige weitere Tests geben. Doch für heute ist nach den gelungenen Versuchen erst einmal Feierabend.

Erfahren Sie mehr über das Design des Audi lunar quattro in unserem Video:

Mond-Rover Audi lunar quattro hat Auftritt in „Alien: Covenant“
Aus dem Audi MediaCenter

Mond-Rover Audi lunar quattro hat Auftritt in „Alien: Covenant“

Der Mond-Rover Audi lunar quattro feiert in Ridley Scotts Sci-Fi-Blockbuster sein Filmdebüt. „Alien: Covenant“ startet am 18. Mai 2017 in den deutschen Kinos. Audi-Experten entwickelten den Mond-Rover in Kooperation mit dem deutschen Start-Up „Part-Time Scientists“. Schon bald soll er tatsächlich in den Weltraum starten.

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josef

18. January 2016 um 8:50
da gibt es doch keine Abgasvorschriften, fahrt doch da mit euren Dieselstinkern. habt ihr nix besseres zu tun??? siehe Audi Duo - Toyota Prius....