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Mit Audi studieren

Arbeiten und gleichzeitig studieren: Audi bietet Interessenten dafür zwei Programme an, die sowohl Theorie als auch Praxis im Unternehmen miteinander verknüpfen - ein Einblick in das Leben zweier Studenten.

 Michael Lang in Shanghai: Im Hintergrund sind die Türme des Financial District
Michael Lang in Shanghai: Im Hintergrund sind die Türme des Financial District
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Es knarzt, knirscht und piept wie ein Faxgerät: Die Telefonverbindung nach China baut sich auf. Ein abenteuerlicher Versuch, Kontakt mit dem anderen Ende der Welt aufzunehmen. Nach einigen Sekunden nimmt Michael Lang den Hörer ab. Er ist einer von 133 Studenten, die an dem Audi StEP-Programm teilnehmen. Ein Programm, das eine Berufsausbildung bei Audi mit einem technischen Studium an der Hochschule Ingolstadt verbindet. Damit haben die Studenten nach fünf Jahren gleich zwei Abschlüsse in der Tasche.

Michael Lang studiert Maschinenbau und absolviert eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit IHK-Abschluss. Für ihn ist die Kombination aus Studium und anerkannter Ausbildung von Vorteil: „Ein normales Studium ist nie so praktisch orientiert wie eine Lehre“, erzählt der 25-Jährige. „Ein Ingenieur, der schon ein Auto auseinandergenommen, einen Motorwechsel und eine Reifenprüfung gemacht hat, der hat ein ganz anderes Verständnis vom Auto.“ Lang ist zurzeit in China und arbeitet dort in der Fahrzeugsicherheit.

Die Erfahrungen, die der junge Ingenieur dort macht, sind nicht nur technischer Natur, sondern auch kulturell. „In China und Deutschland geht man ganz unterschiedlich an Probleme heran“, beschreibt er die Situation. „Es war eine Herausforderung, mich in einem ganz neuen Umfeld zu bewegen und anzupassen.“ Aber, die Marke mit den Vier Ringen kommt in China gut an. Mit erstmals über 400.000 Auslieferungen im vergangen Jahr ist Audi die Nummer Eins im chinesischen Premiummarkt.

Kein Wunder also, dass die meisten Studenten China als Wunschstation im Ausland wählen. Ähnlich geht es Lisa Deigner. Sie macht ein Duales Studium bei Audi und träumt von einem Auslandseinsatz im Reich der Mitte. Momentan studiert sie Fahrzeugelektronik und mechatronische Systeme an der Dualen Hochschule in Friedrichshafen. „Bei dem Studium habe ich meinen Bachelor schon nach drei Jahren in der Hand“, sagt die 20-Jährige. Gleichzeitig arbeitet sie bei Audi.

Lisa Deigner studiert Fahrzeugelektronik und mechatronische Systeme an der DHBW in Friedrichshafen

Lisa Deigner studiert Fahrzeugelektronik und mechatronische Systeme an der DHBW in Friedrichshafen

Die Ausbildung an der DHBW ist ein dreijähriges Bachelorstudium, bei dem sich Theorie- und Praxisphasen abwechseln. Audi bietet diese Möglichkeit bereits seit 1999 an. „In der Praxisphase hat jeder Student ein eigenes kleines Projekt. Dabei lernt man unheimlich viel“, erzählt Deigner. Sie hat in der letzten Phase im Analysezentrum für den Audi R8 und die RS-Modelle in Neckarsulm gearbeitet. Dort hat sie einen Vergleich von einem alten und neuen Prüfprogramm durchgeführt. „Wir haben in der R8-Produktion einige Programme umgestellt. Mein Job war es, die Fehler zu entdecken, damit sie im neuen System nicht mehr auftauchen.“

Bei all der Arbeit bleibt die Frage, ob die Studenten überhaupt noch Zeit für ein Studentenleben haben. „Es ist schon anders als ein normales Studium“, gesteht Lisa. „Natürlich haben wir weniger Freizeit, dafür nehmen wir aber auch unheimlich viel Praxiserfahrung mit.“ Auch Michael ist von dem StEP-Programm begeistert. „Während des Studiums verdiene ich ganzjährig Geld mit der Arbeit, die mich auch wirklich interessiert. Was gibt es Besseres?“

Audi bietet in beiden Programmen jedes Jahr mehrere Studienplätze an: Die Bewerbungsphase läuft von Ende Juli bis Ende September für das Folgejahr. Interessenten können sich online über das Duale Studium oder das StEP-Programm informieren.

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Svenja Rödel

21. February 2013 um 15:48
Ich finde das Konzept des dualen Studiums, wie es Audi verfolgt, auch super. Theorie und Praxis gehen Hand in Hand, man wird zielstrebig auf einen Job vorbereitet und verdient Geld während des Studiums. Außerdem hab man zwei Abschlüsse, was will man mehr? Ich würde mir ähnliche Konzepte nicht nur von großen Konzernen, sondern auch von kleineren und mittelständischeren Unternehmen und Unis/FHs wünschen. Könnte auch dem Fachkräftemangel und Recruitingprozess enorm verbessern.

Viele Grüße, Svenja.