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Mit einem Augenzwinkern ins Finale

Sechs Monate haben die Teilnehmer des Audi Autonomous Driving Cup an der Programmierung ihrer Modellautos getüftelt. Am Donnerstag war es soweit: Beim Finale in Ingolstadt konnten sie ihre Entwicklungen vorstellen. Ein Streckenbesuch.

 Beim Audi Autonomous Driving Cup wetteiferten rund 50 Studenten um das beste pilotiert fahrende Modellauto – hier Mitglieder der Teams des Karlsruhe Institute of Technology und der Technischen Universität München
Beim Audi Autonomous Driving Cup wetteiferten rund 50 Studenten um das beste pilotiert fahrende Modellauto – hier Mitglieder der Teams des Karlsruhe Institute of Technology und der Technischen Universität München
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Ein Auto mit Hilfe der Augen zu lenken, klingt im ersten Moment äußerst ungewöhnlich. Doch den Studenten der Universität Freiburg gelang es, diese Idee im Rahmen des Audi Autonomous Driving Cup umzusetzen. Einer von ihnen ist Nikolas Riesterer. Der 23-Jährige setzt sich ein Headset auf, während sein Teamkollege den Parcours im Blick behält und dem Informatikstudenten die Richtungen vorgibt. Nikolas schaut nach rechts – und zeitglich fährt das Modellauto in Form eines Audi Q5 in dieselbe Richtung.

Das System wird mit Hilfe von Elektrodensignalen durch die Muskulatur des Auges gesteuert. Die größte Herausforderung lag für das Team in der Anbindung an das Modellauto. „Da es sich um ein sehr komplexes System handelt, war die Integration in das Auto sehr schwierig. Mit dem Ergebnis sind wir aber sehr zufrieden“, erzählt Nikolas.

Zusammen mit neun anderen Teams zeigen die Freiburger im Audi museum mobile in Ingolstadt, an welchen Ideen sie in den vergangenen Monaten gearbeitet haben. Seit Herbst wurden die Modellfahrzeuge so programmiert, dass sie pilotiert fahren können – und beim Finale geht es nun darum, zu zeigen wie souverän die Autos auf Gegen- und Kreuzungsverkehr, schwierige Einparksituationen und plötzlich auftauchende Hindernisse reagieren.

Audi Autonomous Driving Cup

Das Audi museum mobile hat sich für zwei Tage in einen überdimensionalen Modellautoparcours verwandelt

Unter den Teilnehmern ist auch Jana Kirschner. Die 21-jährige Informatikstudentin ist eine von zwei weiblichen Wettbewerbsteilnehmerinnen und sie ist es gewohnt hauptsächlich mit Männern zu arbeiten. „Es gibt im Bereich Informatik generell wenig Mädchen“, erzählt Jana und fügt hinzu: „Ich verstehe mich mit meinen Teamollegen super.“

Die größte Überraschung liefert allerdings das Team der Technischen Hochschule Ingolstadt. Ihr Modellauto wird durch einen so genannten Kick-Start gestartet. Dafür nimmt ein Teammitglied Anlauf und deutet an, das Modellauto mit dem Fuß zu treten. Das Auto beschleunigt und dreht sich um 180 Grad. Anschließend parkt es rückwärts ein und bleibt für einen kurzen Moment stehen. Durch einen erneut angedeuteten Kick fährt es wieder los und zieht vier Kreise, die die Audi-Ringe darstellen.

Audi Autonomous Driving Cup

Personalvorstand Thomas Sigi überreichte die Schecks an die drei Gewinnerteams

„Genau so etwas möchten wir sehen. Das Team hat uns mit seiner Performance sehr überrascht: Es war die perfekte Kombination aus Originalität und Spannung“, sagt Lars Mesow. Gemeinsam mit seinen Kollegen hat der Ingenieur den Audi Autonomous Driving Cup initiiert. Heute bewerten er und seine Jury-Kollegen die Leistungen der Wettbewerbsteilnehmer. Ins Finale schaffen es schließlich drei Teams: das Team FRUIT von der Universität Freiburg, das Team MomenTUM von der TU München und das Team KAtana vom Karlsruhe Institute of Technology.

Nachdem die Nachwuchsingenieure zum Abschluss mit ihren Autos auch noch unbekannte Situationen auf dem Parcours gemeistert haben, stehen am Ende die Gewinner fest: Das Team der TU München überzeugte die Jury durch souveränes Meistern der schwierigen Fahraufgaben im Finalparcours und kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro freuen. Platz zwei sicherten sich die Studierenden des Karlsruhe Institute of Technology, sie bekommen 5.000 Euro für die Forschungskasse. Nikolas Riesterer und seine Teamkollegen landeten auf dem dritten Rang und können 1.000 Euro für weitere Entwicklungen mit nach Hause nehmen.

Mehr zum Audi Autonomous Driving Cup finden Sie online unter www.audi-autonomous-driving-cup.com.

Audi Autonomous Driving Cup
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