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Mit Vollgas in eine grüne Zukunft

Die Eröffnungsfeier der Audi e-gas Anlage in Werlte ist der Startschuss für die Produktion von synthetischem Methan: das Audi e-gas. Als erster Autohersteller weltweit bietet Audi ein ganzheitliches Konzept für CO₂-neutrale Mobilität.

 Elektrolyse und Methanisierung: In der e-gas Anlage in Werlte wird synthetisches Methan hergestellt.
Elektrolyse und Methanisierung: In der e-gas Anlage in Werlte wird synthetisches Methan hergestellt.
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Mit Windkraft im Tank Auto fahren ist ab heute Realität: Audi hat in Werlte im Emsland die Audi e-gas-Anlage in Betrieb genommen. „Mit dem heutigen Tag unternimmt Audi einen großen Schritt in die Mobilität der Zukunft“, sagte Heinz Hollerweger, Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeug, in seiner Rede bei der Eröffnung. „Die Power-to-gas-Anlage, die wir in Werlte aufgebaut haben, kann zu einem Leuchtturmprojekt der gesamten Energiewende werden, weit über unser Unternehmen hinaus.“

Für Bundesumweltminister Peter Altmaier wird mit der Eröffnung der TÜV-zertifizierten Anlage ein Stück Geschichte geschrieben. Die Power-to-gas-Anlage schaffe ein neue Form der Mobilität, „die unser Klima wirksam schützt und einen zentraler Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel ist.“

Das Vorbild für den neuen Kraftstoff ist in der Natur zu finden: Wie bei der pflanzlichen Photosynthese wird Kohlenstoffdioxid (CO₂) der Atmosphäre entzogen und im Audi e-gas gebunden. Erst wenn das Auto fährt, wird das gebundene CO₂ wieder freigesetzt. Ein mit Audi e-gas betankter A3 Sportback g-tron fährt deshalb CO₂-neutral, da er beim Fahren nur jenes CO₂ emittiert, das zuvor bei der Kraftstoffherstellung gebunden wurde.

Audi e-gas

Heinz Hollerweger und Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, eröffnen die Anlage

Dieser CO₂-Kreislauf ist auf das zweistufige Herstellungsverfahren von Audi e-gas zurückzuführen: Schritt eins bildet die Elektrolyse, bei der Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff gespalten wird. Die notwendige Energie liefert Ökostrom, der vorwiegend aus überschüssiger Windenergie gewonnen wird. Wind ist folglich der Motor der Audi e-gas Anlage.

Schritt zwei ist die Methanisierung: Der zuvor gewonnene Wasserstoff wird thermochemisch mit CO₂ zu synthetischen Methanverknüpft. Das CO₂ muss dafür nicht extra erzeugt werden, sondern wird aus einer benachbarten Biogasanlage abgeleitet. Es ist lediglich ein Abfallprodukt, das durch die Methanisierung in der e-gas Anlage gebunden wird. Am Ende entsteht ein synthetisches erneuerbares Erdgas, das vor Ort in das Erdgasnetz eingespeist und so gespeichert werden kann.

Kunden, die mit Audi e-gas fahren wollen, können optional zu ihrem Audi A3 Sportback g-tron eine Tankkarte erwerben und damit an zahlreichen Erdgas-Tankstellen deutschlandweit tanken. Kommt bei der Bezahlung die Audi e-gas-Tankkarte zum Einsatz, wird der Umfang des getankten herkömmlichen Erdgases registriert und als Ausgleich die gleiche Menge Audi e-gas in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist.

Audi e-gas

Käufer eines Audi A3 Sportback g-tron können mit der neuen Tankkarte Audi e-gas beziehen.

Mit dem neuen Kraftstoff Audi e-gas wird die Vision der CO₂-neutralen Mobilität Wirklichkeit. Doch Audi geht noch einen Schritt weiter und will den Kunden umfassende Transparenz bieten. Um die Klimafreundlichkeit eines Fahrzeuges zu prüfen, ist es nicht ausreichend, allein jene Emissionen anzugeben, die während der Fahrt ausgestoßen werden. Darüber hinaus ist auch der Prozess der Kraftstoffherstellung einzubeziehen.

Für das bessere Verständnis ein kurzes Beispiel: Ein elektrisch betriebenes Auto fährt zwar lokal emissionsfrei, doch muss auch die Stromquelle betrachtet werden. Umweltfreundlich ist die Elektromobilität nur dann, wenn sie mit Ökostrom und nicht etwa mit Strom aus Kohlekraftwerken betrieben wird.

In einem „Well-to-Wheel“-Vergleich, der sowohl Kraftstoffherstellung als auch Kraftstoffverbrauch einbezieht, wird das Potential von Audi e-gas sichtbar. Sogar in der Gesamtbilanz kommt der Audi A3 Sportback g-tron auf nur 20 Gramm CO₂ pro Kilometer.

 

 

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A3 Sportback g-tron

CNG-Verbrauch in kg/100 Kilometer: 3,6 – 3,3**;
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,5 – 5,1**;
CO2-Emission kombiniert in g/km (CNG): 98 – 89**;
CO2-Emission kombiniert in g/km (Benzin): 128 – 117**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.

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Arno A. Evers

7. December 2016 um 17:56
Dankeschön, Frau Huber.
Auch diese Angaben sind relativ nichtssagend.
Und ebenfalls relativ alt.
I am not convinced.

Hatte von der Audi AG Substanzielleres erwartet.
Mit Verlaub.

Stephanie Huber

8. December 2016 um 8:49
Hallo Herr Evers,

wenn Ihnen die Texte nicht genug in die Tiefe gehen, schicken Sie uns doch gerne Ihre konkreten Fragen zum Thema. Wir beantworten Sie gerne und vielleicht ergibt sich daraus auch für uns eine neue Themenidee für einen Blogbeitrag. Ich freu mich von Ihnen zu hören. Herzliche Grüße, Stephanie Huber

Arno A. Evers

6. December 2016 um 20:04
Die esrten und letzen Beitraege hier sind von 2013. Was gibt es mittlerweile Neues?

Stephanie Huber

7. December 2016 um 10:22
Hallo Herr Evers, aktuellere Informationen zum Thema Audi e-fuels finden Sie zum Beispiel im Audi MediaCenter unter https://www.audi-mediacenter.com/de/pressemappen/audi-e-fuels-5119 oder im Audi Geschäftsbericht 2015 unter http://www.audi-reports.de/ar2015/tankenswert/.

Herzliche Grüße aus der Social Media-Redaktion

Mosig

21. July 2013 um 10:09
Das e-gas Projekt ist zukunfstweisend und kann als Zusatzprodukt zu Desertec oder anderen Projekten gesehen werden. Ich fahre zwar nur einen VW Passat Eco Fuell aber die Grundlage ist die gleiche. Kann man Kupouns etc zum Bezug von E Gas bekommen ?
Wie soll dies abgerechnet werden ?
Wo gibt es Werbung dazu . Wie viele Diesel / Benziner fahren hier noch rum . Diese sollten alle für E Gas beworben werden
Ich mache gerne Werbung für E Gas auch wenn ich nur ein VAG Fahrzeug fahre .

Beste Grüße aus Bayern

Janine Bentz-Hoelzl

23. July 2013 um 11:57
Hallo Herr Mosig,

danke für Ihren Kommentar und Ihr großes Interesse.

Das Audi e-gas ist ein synthetisches Gas, das in der e-gas-Anlage in Werlte produziert wird. Es ist chemisch nahezu identisch zu Erdgas,
und kann somit in das Erdgasnetz eingespeist und zu den CNG-Tankstellen geleitet werden.
Beim Kauf des Autos können die Kunden ein Kontingent e-gas mitbestellen. Damit nehmen sie an einem bilanziellen Verfahren teil. Es stellt sicher, dass die Menge Gas, die sie an der Erdgastankstelle einfüllen, durch die Audi e-gas-Anlage ins Netz eingespeist wird. Bezahlung und Abrechnung läuft über die Audi e-gas-Tankkarte.

Im Prinzip funktioniert die Verrechnung wie bei Ökostromangeboten. Der Hersteller garantiert dem Nutzer, dass die abgenommene Menge als Grünstrom/e-gas in das Netz geleitet wird.

Der Kunde kauft nach dem Prepaid-Verfahren eine Kontingent und verbraucht dieses nach und nach, per e-gas-Tankkarte wird dies verrechnet.

Das entsprechende Marketing wird von unseren Vertriebskollegen gerade vorbereitet. Gehen Sie davon aus, dass Sie rund um die nächsten großen Automessen einiges zu dem Thema sehen werden.

Beste Grüße aus Ingolstadt,
Janine Bentz-Hölzl

Winfried Hackel

26. June 2013 um 11:28
Hallo Frau Bentz-Hoelzl,
schöner Artikel zu Audis e-gas-Projekt.
Um etwaige Missverständnisse zu vermeiden, bitte noch die dritte Bildunterschrift verändern. In Deutschland existieren über 900 CNG-Tankstellen, die Zahl in der BU bezieht sich auf die Tankkarte...

"Käufer eines Audi A3 Sportback g-tron profitieren von den 500 vorhandenen Erdgas-Tankstellen in Deutschland."

Beste Grüße
W. Hackel

Janine Bentz-Hoelzl

23. July 2013 um 11:09
Hallo Herr Hackel,

danke für den Hinweis. Die Bildunterschrift habe ich geändert.
Es freut mich, dass Ihnen der Artikel gefällt.

Beste Grüße,
Janine Bentz-Hölzl