Audi Q8 sport concept

Unter der Haube

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi R8 V10 RWS: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,6 – 12,4; CO2-Emission kombiniert in g/km: 286 – 283. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Wie Audi Designer den Motorraum gestalten

Designer, die sich ausschließlich mit dem befassen, was unter der Motorhaube ist? Ja, die gibt es. Vier von ihnen geben Einblicke in ihre Arbeit: die Gestaltung von Motorräumen. Was das Design so schwierig macht, erzählten sie Audi Blog-Autorin Kristina Riedl.

Motorinnenraum Audi R8
Das klassische Audi-Design in Kombination mit den spezifischen Charakteristika des jeweiligen Modells ergeben den Look des Motorraums, hier beim Audi R8.

„Das Motorraumdesign ist für mich eine außergewöhnlich spannende Disziplin des Automobildesigns. Denn unzählige Normen und Rahmenbedingungen lassen uns nur einen sehr eingeschränkten Gestaltungsspielraum“, verrät Stefan Rödlmeier, Koordination Design Komponenten. Im Motorraum treffen zwei Welten aufeinander: Es gilt, Technik und Optik harmonisch zu kombinieren. Als roter Faden dient die Audi Design-Strategie. Sie orientiert sich an einfachen, dynamischen und präzisen Designelementen. Vier Monate haben die Motorraumdesigner Zeit für ihr Konzept – unabhängig von der Antriebsart.

Welche Ideen hinter den Motorraumdesigns stecken

Ob Diesel- oder Elektromotor, das Ziel vor Augen ist bei jedem Modell aber das Gleiche: den visuellen Anspruch und den Zeitgeist von Exterieur und Interieur im Motorraum fortsetzen.

Im Exterieurdesign ist bei Audi zum Beispiel beim e-tron klar erkennbar, dass das Auto einen E-Antrieb hat. Und wie ist das im Motorraumdesign? Gibt es auch hier Designelemente, die spezifisch für eine Antriebsart stehen? Vier Motorraum-Designer geben Antworten, erklären, was den von ihnen gestalteten Motorraum besonders macht, was ihn optisch abhebt und woher sie ihre Inspirationen genommen haben. Und sie gewähren einen Blick unter die Haube.

Motorraumdesigner Audi Adrian Egger
Motorraumdesigner Audi Alexander Schlesier
Motorraumdesigner Audi Thomas Biedermann
Motorraumdesigner Audi Viktor Luft

R8 V10: ein Topathlet mit perfektioniertem Design

Wie ein Gemälde in einem Bilderrahmen so befindet sich der Motor des Audi R8 unter einer Glasscheibe im hinteren Teil des Autos. „Ich stelle mir zu Beginn jedes Projekts die Frage, welchen Charakter das Produkt hat“, erklärt Designer Thomas Biedermann. „Für mich ist der Audi R8 ganz klar ein blitzschneller und eleganter Topathlet.“

Und genau daher entspringt seine Inspiration: Biedermann inspirieren in seinem Designkonzept Elemente von Düsenjets und Yachten. So erinnert die Optik der beiden Saugrohre an die runden Triebwerke von Jets. Die Luftfilter sind wie Flügel angeordnet. Die Gestaltung der Seitenverkleidung betont die Schnittigkeit und Dynamik. Die farbliche Gestaltung der Zündspulen in Rot unterstreicht die PS-Stärke des Audi R8. Auffallend ist außerdem die Kreuzstrebe über dem Motor, die wie ein Käfig wirkt und versucht, die enorme Power des Motors zu bändigen. Schlichte Flächen und klare Kanten – gemäß der Audi-Formensprache – legen den Fokus auf das Wesentliche: den Motor.

Ein Käfig für den Tiger: Die Kreuzstrebe über dem Motor soll die 540 PS des Audi R8 V10 in Zaum halten.

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Im Exterieurdesign erhalten Kunden optional eine Folien­beklebung; sie ist rot und verläuft über Fronthaube, Dach und Heck.

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Den puristischen Charakter der neuen R8-Variante unterstreichen das mattschwarz lackierte Gitter des Singleframe sowie die ebenfalls mattschwarzen Luftöffnungen an Front und Heck.

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Der V6 TFSI: Symmetrie und Einfachheit

Den Charakter des Autos widerspiegeln, das ist eine Sache. Zugleich den Motorraum aufgeräumt und geordnet erscheinen zu lassen, eine andere. Die Designer streben nach Symmetrie.

Als plakatives Element ist auf der Designhaube des V6 TFSI die Anzahl der Zylinder vereinfacht und parallel abgebildet. „Wichtig ist, die Formensprache des Motorinnenraums an das Exterieur anzupassen. Wenn die Front besonders kantig ist, möchten wir das in die Linienführung aufnehmen“, sagt Designer Alexander Schlesier.

Harmonische Übergänge und das Design stets im Kontext zu betrachten sei das A und O. Den S- und RS-Modellen wird zusätzlich ein optisches Highlight hinzugefügt: rote Elemente an den Zylindern oder eine schmale rote Linie entlang des Motors heben die Dynamik hervor. „Unserer Kreativität sind leider viele Grenzen gesetzt. Je nachdem, wo Kabel oder Sensoren liegen, ergeben sich Kanten, Höhen oder Tiefen quasi von selbst“, erklärt Schlesier.

Motor Audi S5 Coupé V6
Starke Leistung sowohl im Design als auch in der Funktionalität: Der turboaufgeladene 3.0-TFSI-Motor bietet eine visualisierte Darstellung der Anzahl der Zylinder sowie eine hohe Leistung und ein sattes Drehmoment.

Der Audi h-tron: eine Kombination aus Technik und Futurismus

Bei Show Cars genießen die Designer mehr Gestaltungsfreiraum. Beim ersten Blick unter die Motorhaube des h-tron quattro concept sticht das aufgeräumte und hochwertige Design ins Auge. Das Farbkonzept des Exterieurs findet sich auch im Motorinnenraum wieder. Die großen Flächen aus Aluminium und Kunststoff schützen noch geheime Technikelemente vor neugierigen Blicken. Sie umgeben perfekt aufeinander abgestimmt die leuchtenden Audi Ringe in der Mitte.

Das Design in hellem Grau lenkt den Blick auf das Herz: die Brennstoffzelle. Sie ist umrahmt von Lamellen, die der Kühlung dienen und in ihrer Optik der Kontur des Frontgrills entsprechen. „Meine Inspirationsquelle für den h-tron? Die Welt der Roboter“, erklärt Designer Adrian Egger. „Der Kontrast der ruhigen Fläche der Designhaube zur komplexen Technik unter ihr fasziniert mich.“

Der Audi h-tron quattro concept zeigt die fünfte Generation der Brennstoffzellen­technologie von Audi und Volkswagen. Im Fokus stehen neue Materialien für die Membranen und die Bipolar-Platten, die die Gase im Stack leiten und zugleich die Zellen voneinander trennen.

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Das Fahrwerk des Audi h-tron quattro concept unterstreicht dessen Charakter. Die adaptive air suspension sport – die Luftfederung mit geregelter Dämpfung – trägt zur Effizienz bei: Mit zunehmendem Tempo senkt es die Karosserie in zwei Stufen bis zu 30 Millimeter ab und verringert so den Luftwiderstand. Der Fahrer kann die adaptive air suspension sport über das System Audi drive select regeln.

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Die Wasserstofftanks des Audi h-tron quattro concept weisen unterschiedliche Größen auf. Der Vordere ist längs unter der Mitteltunnelkonsole, die beiden anderen quer unter den Fondsitzen beziehungsweise unter dem Gepäckraum untergebracht.

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Der Audi h-tron quattro concept beschleunigt in weniger als sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h, seine Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begrenzt. Beim moderaten Bremsen leiten die E-Maschinen Energie in die Hochvolt-Batterie zurück.

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Auch die Seitenansicht vermittelt den Charakter der Konzeptstudie. Die fließende Schulterlinie bildet über den aerodynamisch optimierten Rädern markante Blister-Konturen – ein Hinweis auf die quattro-Genetik von Audi.

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Der E-Motor: unverkennbar elektrisch und funktional

Ab 2018 wird der erste voll elektrische Audi auf den Straßen fahren. Die Kraft des Motors spiegelt sich auch optisch im Motorinnenraum des Audi e-tron wider. Klare Formen und präzise Kanten erzeugen ein harmonisches und ruhiges Gesamtbild. Kühllamellen gelten als typisches Gestaltungsmerkmal der Designhaube des Audi e-tron. Die vertikale Ausrichtung der Kühllamellen des Exterieurs setzt sich dabei im Motorraum fort. Auffallend ist außerdem die dominante Gestaltung der Luftansaugung: Die breite Öffnung dient der zusätzlichen Luftzufuhr und sorgt somit für eine effiziente Motorleistung. Hier ergänzen sich Funktionalität und Optik.

Motorinnenraum Audi e-tron

Mit den e-tron Modellen geht Audi den Weg in die Zukunft: ab Ende 2017 mit einem eigenen Team in der Formel E und ab 2018 mit dem e-tron und weiteren Serienmodellen. Bereits 2025 soll jeder dritte ausgelieferte Audi elektrisch sein.

quattro-Antriebsstrang
Aus dem Audi MediaCenter

Antrieb

Automatikgetriebe ist nicht gleich Automatikgetriebe und quattro-Antrieb nicht gleich quattro. In diesem Kapitel schlüsseln wir die verschiedenen Technologien auf, erklären die Funktionsweisen und darüber hinaus Begriffe wie Audi valvelift system und Rightsizing.

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Jörg S

15. December 2017 um 5:45
Beim e-tron Abschnitt wird zwar von "vollelektrisch" gesprochen, das Bild ist aber von einem Q8 e-tron, also einem Hybrid. Darauf scheint sich auch der Text zu beziehen. Das ist etwas verwirrend.