Aus unserem Archiv:

Pilot am Steuer

Zeit ist kostbar. Möglichst wenig davon will man im Stau verlieren. Doch Baustellen, Unfälle und Berufsverkehr lassen sich nicht immer umgehen. Audi hat sich darum das Ziel gesetzt, seinen Kunden Zeit zurück zu schenken.

 Als erster Autohersteller hat Audi ein Auto auf einer öffentliche Straße pilotiert fahren lassen
Als erster Autohersteller hat Audi ein Auto auf einer öffentliche Straße pilotiert fahren lassen
Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Keine Angaben

Schon in naher Zukunft wird ein Audi zum persönlichen Assistenten – und auf Wunsch auch zum Chauffeur. Das vernetzte Auto stellt sich dann ganz in den Dienst des Fahrers: Über Audi connect kommuniziert das Auto mit Fahrer, Internet, Infrastruktur und anderen Fahrzeugen – und ist so ständig mit seiner Umgebung verbunden. Die Fahrer kommen dadurch nicht nur schneller ans Ziel, sondern gewinnen auch wertvolle Zeit. Wie? Zum Beispiel über den Audi Staupiloten, der das Lenken, Bremsen und Gas geben übernimmt.

„Schon heute bietet Audi viele leistungsfähige Fahrerassistenzsysteme an“, sagt Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. „In naher Zukunft folgen neue Systeme, bei denen wir vom pilotierten Fahren sprechen.“ Für alle stressgeplagten Autofahrer, die während des Feierabends mal wieder im Verkehr feststecken, wird Audi den Staupiloten in Serie bringen. Bei zähflüssigem Verkehr bis zu 60 Stundenkilometern übernimmt das System das Steuer. Es beschleunigt, verzögert und lenkt automatisch. Der Fahrer kann sich entspannt zurücklehnen.

Pilotiertes Fahren

Lenken, bremsen, Gas geben: Der Audi Staupilot übernimmt das Steuer bei einer Geschwindigkeit bis zu 60 Stundenkilometer

„Das System unterstützt den Fahrer, wenn er in komplexen Situationen überfordert oder in monotonen Situationen unterfordert ist und dadurch nicht optimal auf das Verkehrsgeschehen reagiert“, erläutert Hackenberg. Der Staupilot kann die Verkehrssicherheit erhöhen und einen besseren Verkehrsfluss auf der Straße ermöglichen. Löst sich der Stau auf oder ist das Ende der Schnellstraße erreicht, erhält der Fahrer die Aufforderung, wieder das Steuer zu übernehmen. Tut er das nicht, bringt das System das Auto zum Stilstand.

Der Staupilot ist keine ferne Zukunftsmusik, sondern wird schon bald serienreif sein. Das demonstrierte Audi im Juli bei einer Testfahrt in Florida: Auf dem Lee Roy Selmon Expressway hat das Unternehmen als erster Autohersteller der Welt ein Auto auf einer öffentlichen Straße pilotiert fahren lassen.

Pilotiertes Fahren

Das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät erstellt über Sensordaten ein vollständiges Bild der Fahrzeugumgebung – Voraussetzung für das pilotierte Fahren

Optisch war dem Testauto, einem Audi A7 Sportback, nichts anzusehen, denn das „zentrale Fahrerassistenzsteuergerät“ (zFAS) an Bord ist nur so groß wie ein Tablet-Computer. Über 22 Sensoren am Auto haben Daten an das zFAS vermittelt, das so ein vollständiges Bild der Fahrzeugumgebung aufbauen konnte. Das Steuergerät hatte Audi bereits Anfang des Jahres auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt. Bei minimalem Platzbedarf im Auto sollen künftig alle Fahrerassistenzsysteme darin gebündelt werden.

Das pilotierte Fahren mit einer Geschwindigkeit bis 60 Stundenkilometer wird noch in diesem Jahrzehnt bei Audi in Serie eingesetzt werden. Doch dafür müssen sich zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern. Der weltweite Verband der Ingenieure in New York ist optimistisch: Im Jahr 2040 werden drei Viertel der Autos pilotiert unterwegs sein. Audi ist diesem Megatrend schon einen Schritt voraus.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.