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Schon ein Knopfdruck macht den Unterschied: 74 Energiebeauftragte sind an den Audi-Standorten täglich auf der Suche nach Ideen, um Strom, Gas und Wasser einzusparen. Wir haben sie bei ihrer Arbeit begleitet.

 Energiebeauftragter Sommer nimmt den Stromkreislauf unter die Lupe
Energiebeauftragter Sommer nimmt den Stromkreislauf unter die Lupe
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Es prasselt und dampft in der Audi-Produktion. Mehr als 150 kleine Düsen sprühen feine Wasserperlen auf den Lack der vorbeirollenden Modelle. „Hier wird Regen simuliert, um zu prüfen, ob die Autos auch vollständig dicht sind“, erklärt Energieberater Andreas Sommer. 24 Stunden täglich, ohne Pause, wird aufbereitetes Regenwasser aus großen Tanks in die Anlage gepumpt. Genau aus diesem Grund hat sie das Interesse von Energieberater Sommer geweckt.

Denn wo viel Energie verbraucht wird, gibt es auch große Einsparpotenziale. Vor einem Jahr entschied der Energieberater aus genau diesem Grund die „Dichtprüfanlage“, wie sie intern genannt wird, zu optimieren. Dazu war lediglich ein kleiner technischer Eingriff nötig – und der Ertrag für Audi ist beachtlich: Jährlich können so mehr als 45.000 Euro gespart werden. „Nachhaltige Ideen, wie diese, brauchen wir“, so Çağatay Yüce. Seit zehn Jahren ist er für das Energiemanagement verantwortlich und koordiniert die Arbeit der Energiebeauftragten: „Besonders gute Vorschläge zum Einsparen von Ressourcen werden ausgezeichnet und belohnt. Mit kleinen Veränderungen kann schon sehr viel erreicht werden.“

Im Tunnel der Regensimulation wird geprüft, ob die Modelle komplett dicht sind

Im Tunnel der Regensimulation wird geprüft, ob die Modelle vollständig dicht sind

Allein in Ingolstadt konnten vergangenes Jahr mehr als 34.400 Megawattstunden-Energie eingespart werden. Nimmt man alle Audi-Werke zusammen, realisierten die Energiebeauftragen mehr als 300 Verbesserungen im Jahr. „Dass sind sehr gute Werte“, so Yüce. „Immerhin ist das Energiemanagement nur ein kleiner Teil der täglichen Arbeit. Alle Energieberater haben einen regulären Job und verwenden nur etwa 15 Prozent ihrer Arbeitszeit auf das Finden neuer Einsparmöglichkeiten.“

Häufig ist Kreativität und ein fast schon detektivisches Gespür gefordert. Beleuchtung, Lüftung, Heizungsanlage und Maschinen in den Fertigungshallen – jedes Detail wird genau unter die Lupe genommen. Alle Sinne kommen hier zum Einsatz. Das kaum wahrnehmbare Pfeifen eines Druckluftschlauchs, das Surren einer übertakteten Produktionseinheit oder das leichte Flackern einer Glühbirne sind erste Anhaltspunkte. Im zweiten Schritt ist dann technisches Know-how gefragt. Energiebeauftragter Andreas Sommer ist gelernter Elektrotechniker und kennt sich daher aus mit den Strom-, Gas- und Wasserkreisläufen im Werk. Er weiß genau, wo sich potenzielle Stromfresser verstecken und wie sie abgeschaltet werden können.

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie zum Thema Nachhaltigkeit. An konkreten Beispielen zeigen wir Ihnen, wie Audi Nachhaltigkeit fördert und in der Praxis umsetzt. Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Audi Corporate Responsibility Report.

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