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Schmutzfressende Bakterien als Putztrupp

Im Audi-Werk in Brüssel fressen Bakterien den Schmutz: Sie sitzen auf schwarzen Würfeln und sorgen dafür, dass statt bisher 150 Liter Wasser pro Auto nur noch 30 Liter verloren gehen. Im Audi Blog erklären wir das Geheimnis der Putzkolonne.

 Tierpflege: die Bakterienstämme werden überprüft
Tierpflege: die Bakterienstämme werden überprüft
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Eine Welt, ein Standard – bei Audi gilt das nicht nur für die Qualität der Autos, sondern auch für die Ressourcenschonung an den weltweiten Produktionsstandorten. So säubern im Werk Brüssel Bakterien das Schmutzwasser und durch schlaues Recycling werden mehr als 2.000 Kilo PVC-Masse pro Monat eingespart.

Das Geheimnis verbirgt sich in kleinen Kunststoffwürfeln: Darin „wohnen“ winzige, aerobe Bakterien. Ihr Auftrag: Schmutz fressen. Und den erfüllen sie effektiv im Klärbecken der Fahrzeug-Waschanlage im Werk Brüssel . Täglich laufen rund 500 neue Audi A1 durch diese Anlage und rund 300.000 Liter Wasser sind im ständigen Umlauf.

Das Schmutzwasser läuft in ein Auffangbecken, in dem ein Schlammfang die Verunreinigungen sammelt. Das gefilterte Wasser wird dann in das Becken mit den Bakterien gepumpt. Die sitzen auf schwarzen Würfeln und fressen die verbliebenen Schmutzreste. Statt bislang 150 Liter Wasser pro Auto gehen dadurch nur noch 30 Liter verloren. Die neue Anlage hat aber noch einen Vorteil: „Seit die Bakterien das Wasser reinigen, stinkt es nicht mehr“, sagt Anlagenplaner François Cauwe.

Audi Brüssel

Wohngemeinschaft: In den kleinen, schwarzen Kunststoffwürfeln befinden sich unzählig viele, mikroskopisch winzige, aerobe Bakterien

Die schmutzfressenden Bakterien sind nur ein Beispiel für die ressourcenschonenden Aktivitäten im Audi-Werk in Brüssel. In den letzten fünf Jahren hat sich in der „Geburtsstätte“ des Audi A1  einiges getan: Über 100 Projekte wurden initiiert, die das Werk zu einem effizienten Produktionsstandort machen.

So arbeitet die Lackiererei mit Flatstream-Düsen. Statt einem Druck von 120 Bar benötigen sie nur noch 30 bis 40 Bar, um Abdichtmasse auf die Karosserien aufzutragen. Dadurch entstehen weniger Sprühverluste und die PVC-Masse kann dünner aufgetragen werden. Mehr als zwei Kilogramm Material pro Fahrzeug werden so gespart. Neben den neuen Düsen tragen zusätzliche Recyclingmaßnahmen zur Effizienz der Lackiererei bei. So werden alle Materialreste gefiltert, zurück ins Silo gepumpt und wiederverwertet. Einsparung: mehr als 2.000 Kilo PVC-Masse pro Monat.

Früher wurden rund 14 Kilo Abdichtmasse für ein Auto benötigt. Durch die Effizienzmaßnahmen und Veränderungen im Design konnte dieser Wert halbiert werden. Für Chris Merckx, Koordinator Instandhaltung Lackiererei, ist das Einsparpotential damit noch nicht ausgeschöpft: „Ziel ist es, den Materialverbrauch auf sechs Kilo zu reduzieren“. Kein unrealistisches Vorhaben, denn im Lager wartet schon die nächste Generation Roboter. Diese bewegen sich dreidimensional und können damit Linien noch präziser auftragen.

Weitere Informationen über das Audi-Werk Brüssel finden Sie im Internet unter www.audibrussels.com.

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