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Spielerisch in die Zukunft

Mit dem Audi Production Award hat das Unternehmen einen Innovationswettbewerb für die Automobilproduktion der Zukunft initiiert und möchte damit Industrie und Wissenschaft vernetzen. Am Dienstag wurden die besten Ideen ausgezeichnet.

 Arne Lakeit (Mitte) und Alois Brandt (rechts) überreichen den Preis an die Gesamtsieger: Detlef Zühlke, Katharina Mura und Dominic Gorecky (von links)
Arne Lakeit (Mitte) und Alois Brandt (rechts) überreichen den Preis an die Gesamtsieger: Detlef Zühlke, Katharina Mura und Dominic Gorecky (von links)
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Wie arbeiten Menschen in der Produktion der Zukunft? Welche Qualifizierungskonzepte oder Formen der Zusammenarbeit werden benötigt? Diesen Fragen sind die Teilnehmer des Audi Production Award in den vergangenen Monaten nachgegangen – die besten Ideen und Konzepte wurden am Dienstag nach zwei Workshoptagen in Ingolstadt ausgezeichnet.

Als „sehr intensiv“ beschreibt Eduard Hoffmann die Zeit vor Ort mit den Experten aus der Produktion. Für ihn hat sich der Einsatz gelohnt: Der 26-jährige Student für Produktionsentwicklung und seine drei Kommilitonen von der TU Dresden erhielten für die beste studentische Idee eine Prämie in Höhe von 2.500 Euro. Sie haben ein Konzept entwickelt, das flexiblere Arbeitszeiten auf Grundlage der 20-Stunden-Woche ermöglicht.

Der Audi Production Award wird bereits zum dritten Mal vergeben und stand 2012 unter dem Motto „Menschen in der Produktion“. Der Innovationswettbewerb für die Automobilproduktion der Zukunft soll die Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft fördern. Studenten, Ingenieure und Wissenschaftler aller Fachrichtungen bekommen die Chance, visionäre Ideen zu entwickeln, sie mit den Experten aus der Produktion zu diskutieren und vor Ort weiter voranzutreiben.

Audi Production Award 2012

Mathias Tralau von der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg freut sich über die Auszeichnung

Zwei Tage lang haben deshalb Anfang der Woche in Ingolstadt die Köpfe geraucht – auf beiden Seiten. Gemeinsam mit Themenpaten von Audi konnten die 19 Finalisten ihre Konzepte weiterentwickeln, um sie am Ende der zehnköpfigen Expertenjury präsentieren. Mehr als 70 Einreichungen hatte es im Rahmen des Wettbewerbs gegeben.

Professor Detlef Zühlke vom Lehrstuhl für Produktionsautomatisierung an der Technischen Universität Kaiserslautern war überzeugt von der Qualität und dem hohen Niveau: „Das Teilnehmerfeld hier war sehr eng beieinander.“ Im Mittelpunkt des Siegerkonzepts seiner Studenten steht der Mensch.„In der Arbeitswelt von morgen wird ein enormer Innovationsdruck herrschen, gleichzeitig verlaufen Entwicklungen immer schneller, die Anforderungen an die Mitarbeiter wachsen“, erklärt Studentin Katharina Mura. Der Lösungsansatz: ein virtuelles Training, das durch modernste Technik ergänzt wird, die beispielsweise Gesten erkennbar macht, wie es bereits bei Spielkonsolen eingesetzt wird. Produktionsabläufe ließen sich damit vorab üben, so Mura.

Die Mitarbeiter spielerisch lernen zu lassen, ist auch das Ziel von Maschinenbau-Student Mathias Tralau von der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. „Productive Games“ heißt der Schlüssel seiner Idee, die er an einem Beispiel erklärt: „In dem sie Tastaturkürzel verwenden, können Mitarbeiter bis zu 50 Prozent Zeit sparen. Sich die Kürzel zu merken, lässt sich spielerisch vermitteln. Wird ein so genannter Shortcut mehrfach verwendet, steigen zur Belohnung Raketen am Bildschirm auf. Dieses Spielprinzip motiviert.“

Audi Production Award 2012

Stefan Wagner, Anne Jantos (beide hinten), Eduard Hoffmann und Stephan Mehmel erhielten eine Auszeichnung für das beste studentische Projekt

Mit ihrer Praxiserfahrung haben die Audi-Themenpaten den Nachwuchs unterstützt und konnten so manches Problem lösen. „Das Input war verdammt professionell, sie konnten uns sehr weiterhelfen“, freut sich die Dresdner Studentin Anne Jantos und lobt außerdem, dass die Führungskräfte auf Augenhöhe mit den jungen Teilnehmern diskutiert hätten.

Das Lob gibt die Jury zurück: „Ich habe in diesen zwei Tagen sehr viel gelernt“, resümiert Alois Brandt. Der Leiter Technologievorentwicklung in der Produktion hat den Award organisiert und gemeinsam mit Arne Lakeit, Leiter Produktions- und Werksplanung, neben Teilnehmerurkunden Preisgelder in Höhe von insgesamt 12.500 Euro vergeben. „Es ist wichtig, dass wir den Kontakt zu jungen Menschen fördern“, so Brandt. Das ist auch Lakeit wichtig: „Kommen Sie wieder zu Audi“, gab er den Studenten mit auf den Weg. Und vielleicht setzt der ein oder andere von ihnen in Zukunft sogar eines der vorgestellten Projekte bei Audi in die Praxis um.

Weitere Informationen zum Audi Production Award finden Sie im Internet unter www.audi.de. Hier wird im April auch die Ausschreibung für den Audi Production Award 2013 veröffentlicht.

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