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Stadler stellt Buch vor

Die Herausforderungen für Unternehmen in der digitalen Welt stehen im Mittelpunkt des Buchs „Erfolg im digitalen Zeitalter“, das Audi-Vorstandschef Rupert Stadler am Samstag gemeinsam mit seinen Mitherausgebern in Frankfurt vorgestellt hat.

 Rupert Stadler (re.) im Gespräch mit seinen Mitherausgebern
Rupert Stadler (re.) im Gespräch mit seinen Mitherausgebern
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Was braucht man, um aus Kundenzufriedenheit wirklich Kundenbegeisterung zu machen? Und wie verändern sich Kunden- und Produktbeziehungen der Zukunft in einer zunehmend virtuellen Welt? Diese Fragen waren Ausgangspunkt für ein Sachbuch, das Audi-Vorstand Rupert Stadler am Samstag gemeinsam mit seinen beiden Mitherausgebern auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt hat.

„Erfolg im digitalen Zeitalter“ versammelt erstmalig die Erfolgsgeschichten und Erfahrungsberichte von Vorständen und Top-Managern aus unterschiedlichen Branchen sowie führenden Wissenschaftlern. „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass sich sogar 17 CEOs und Spitzenmanager aus führenden Wirtschaftsunternehmen finden würden, um über das digitale Zeitalter zu schreiben“, so Stadler am Samstag im Gespräch mit Moderator und IT-Journalist Thomas R. Köhler.

Das Automobilunternehmen arbeitet bereits bei einigen Projekten mit der Universität St. Gallen zusammen, insbesondere im Bereich der Wirtschaftsinformatik und der Verbraucherforschung. Bei einer Diskussion mit den beiden Institutsleitern Walter Brenner und Andreas Herrmann über die Frage der Kundenzufriedenheit und Kundenbegeisterung kam dem Audi-Chef dann die Idee, dazu gemeinsam ein Buch herauszugeben.

Die Liste der Autoren liest sich wie das Who is Who der deutschen Wirtschaft – darunter Telekom-Chef René Obermann, Herbert Hainer von Adidas, Michael Frenzel von TUI, Johannes Teyssen von E.ON oder Springer-Chef Mathias Döpfner. Ihr gemeinsames Thema: Kunden- und Produktbeziehungen der Zukunft. Den theoretischen Teil bestreiten die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel, der Wirtschaftsinformatiker Walter Brenner, der Konsumforscher Andreas Herrmann sowie der Rektor der Universität St.Gallen, Thomas Bieger.

Die Vernetzung wird nach Einschätzung von Rupert Stadler zum entscheidenden Erfolgsfaktor: „Die soziale Revolution unseres Jahrhunderts spielt sich im Internet ab“, beschreibt der Audi-Chef. „Weder Regierungen noch Wirtschaftsunternehmen können sich heute gegenüber Kritik wirkungsvoll verschließen, denn soziale Netzwerke sind dazu geeignet, Meinungen wie Lauffeuer in alle Welt zu verbreiten. Die beste Strategie ist, aus diesem Online-Schatz an Kundenstimmen zu lernen und seine Produkte mit ihrer Hilfe immer weiter zu verbessern.“

Erfolg im digitalen Zeitalter

Das Buch "Erfolg im digitalen Zeitalter" versammelt die Texte von 17 Autoren aus Wirtschaft und Wissenschaft

In seinem Buchbeitrag beschreibt Stadler das Automobil der Zukunft – gespeist von erneuerbarer Energie. Die Farbe kann der Besitzer auf Knopfdruck wechseln, dank Nanotechnologie im Lack. Es weiß auch, wann die nächste Ampel auf Rot schaltet und wo Gefahren lauern. Die Vision des unfallvermeidenden Fahrens in einem rundum vernetzten Auto beschreibt er als Leitgedanken auf dem Weg zum pilotierten Fahren, bei dem sich die Passagiere vom System chauffieren lassen.

Schon heute sei ein Audi ein rollender Computer. Im Audi A8 leisten beispielsweise rund 50 Mikroprozessoren ihren Dienst. Stadler wies auf der Buchmesse darauf hin, dass der gerade in Paris vorgestellte A3 Sportback Facebook- und Twitter-Nachrichten vorliest. Gerade Berufspendler wollten die im Wagen verbrachte Lebenszeit sinnvoll genutzt wissen. Es gebe ein Grundbedürfnis, immer auf dem Laufenden zu sein und Beziehungsnetzwerke zu pflegen.

Und in London zeige das Unternehmen mit Audi City schon heute, wie man ein neues Auto allein durch Gesten und Körperbewegungen dreidimensional konfigurieren kann. Virtuelle Realität sei mittlerweile die einzige Möglichkeit, der enormen Individualisierbarkeit mit Millionen von Ausstattungsmerkmalen noch Herr zu werden, so der Audi-Vorstandschef.

Das mehr als 300 Seiten starke Sachbuch „Erfolg im digitalen Zeitalter“ richtet sich an Menschen, die in ihrem Berufsleben mit der digitalen Revolution zu tun haben: von der Technik bis zum Vertrieb, vom Sachbearbeiter bis zum Vorstandsvorsitzenden. Alle 17 Autoren verzichten auf ihre Honorare und spenden diese an das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

„Erfolg im digitalen Zeitalter – Strategien von 17 Spitzenmanagern“, herausgegeben von Rupert Stadler, Walter Brenner und Andreas Hermann, erscheint am 15. Oktober zum Preis von 29,90 Euro bei Frankfurter Allgemeine Buch. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.erfolg-im-digitalen-zeitalter.de. Um Rezensionsexemplare zu bestellen, schicken Sie eine E-Mail an redaktion@erfolg-im-digitalen-zeitalter.de.

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