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Stricksale – und plötzlich ist alles anders

Die Mützenhäkler von myboshi, Thomas Jaenisch und Felix Rohland und der ehemalige Sodastream-Vertreiber Klaus F. Schmidt erzählen im Audi.torium von Stolpersteinen und der Gefahr alles wieder zu verlieren. Das Audi Blog traf sie vorab zum Interview.

 Sodastream-Vertreiber Klaus F. Schmidt.
Sodastream-Vertreiber Klaus F. Schmidt.
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Herr Schmidt, für Sie ging es schnell nach oben, aber auch schnell wieder nach unten. Innerhalb von nur zwei Jahren haben Sie Ihr komplettes Vermögen am Roulettetisch verspielt. Warum können Sie heute unbeschwert davon erzählen?

Schmidt: Am Anfang machte mir das natürlich zu schaffen, aber es gehört nun einmal zu meinem Leben. Wie das Auf und Ab der Gezeiten an der Küste oder eben wie eine Berg- und Talfahrt. Ich weiß jetzt, dass Geld nicht mehr das Wichtigste in meinem Leben ist und bin heute in der Lage, mit großer Gelassenheit zurückzublicken. Mit 66 Jahren denke ich mehr an meine Gesundheit. Zugegeben – vor 20 Jahren war das noch anders.

Auf der Welle des Erfolges zu surfen, das kennen Sie beide auch, Herr Jaenisch und Herr Rohland. Ihre Häkelmützen haben eine Art Kultstatus. Bereiten Sie sich darauf vor, dass Alles ganz schnell wieder vorbei sein könnte?

Rohland: Natürlich verlassen wir uns nicht allein auf den Hypeum unsere Häkelmützen. Deshalb haben wir heute viel mehr im Portfolio und sehen uns als Ideengeber rund um die Handarbeit. Selbst etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen ist der ideale Ausgleich zur schnellen digitalen Welt. Insofern denken wir nicht, dass uns die Kunden so schnell ausgehen werden.

Wie haben Sie sich Ihre Zukunft ausgemalt? Hätten Sie je geglaubt, dass Sie einmal so erfolgreich sein würden?

Jaenisch: Wir haben Wirtschaftsingenieurwesen und Lehramt studiert und hatten zuletzt in der Grundschule etwas mit Handarbeiten zu tun. Wir hatten sicherlich nicht vor, uns in dieser Richtung selbständig zu machen. Aber die Chance hat sich ergeben und wir haben sie ergriffen. Heute können wir uns gar nichts anderes mehr vorstellen.

Stricksale

Die myboshi. Gründer Thomas Jaenisch und Felix Rohland.

 

Wie war das bei Ihnen, Herr Schmidt? Sie haben mit Trinkwassersprudlern sehr viel Geld verdient.

Schmidt: Selbst in vermeintlich aussichtslosen Lagen habe ich immer an einen Erfolg geglaubt. Das liegt einfach in meiner Natur. Allerdings hätte ich nie mit diesen Ausmaßen gerechnet. Vielleicht hat mich die unverschämte und unpädagogische „Voraussage“ meines Lehrers zusätzlich motiviert. Er sagte damals: „Schmidt, du wirst kriminell oder ein Penner.“

 

Ob Klaus F. Schmidt wirklich auf der Straße landete und wie die myboshi-Gründer trotz ihres unternehmerischen Höhenflugs auf dem Boden geblieben sind, erfahren Sie im Audi.torium, einer Gesprächsreihe der Audi Kommunikation,

Jaenisch, Rohland und Schmidt sind am 10. November im Audi Forum in Ingolstadt und am 11. November im Audi Forum Neckarsulm zu Gast. Einlass ist jeweils ab 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Platzreservierung wird erbeten unter: 0800 283-4444 (Ingolstadt) bzw. 07132 31-70110 (Neckarsulm).

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